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UNENDLICHE TIEFEN

Special.
SCHULMÄDCHENREPORT - "Schulmädchen müssen so sein!"
von Stefan Rechmeier


SCHULMÄDCHENREPORT - WAS ELTERN OFT VERZWEIFELN LÄSST (D 1972)

Original Titel SCHULMÄDCHENREPORT 4.TEIL - WAS ELTERN OFT VERZWEIFELN LÄSST
Laufzeit in Minuten 83

Regie. ERNST HOFBAUER
Drehbuch. GÜNTHER HELLER
Musik. GERT WILDEN
Kamera. KLAUS WERNER
Darsteller PUPPA ARMBRUSTER, MARINA BLÜMEL, KARIN BÖTTCHER, ULRIKE BUTZ, WALTER FEUCHTENBERG, CLAUDIA FIELERS, RAINER FISCHER, MONIKA FLEISCHER, ANNE GRAF, JOHANNES GUMPINGER, WOLF HARNISCH, HELLMUTH HAUPT, SASCHA HEHN, WOLFGANG JANSEN, CARMEN JÄCKEL, RUTH KÜLLENBERG, ELEONORE LEIPERT, CHRISTINA LINDBERG, ROSL MAYR, JOSEF MOOSHOLZER, GUNTHER MÖHNER, ELFRIEDE PAYER, HERMAN ROEBELING, INGRID STEEGER, RINALDO TALAMONTI, BIRGIT TETZLAFF, CHRISTINA VAN BERGEN, ERIKA VON JOCKISCH, CHRISTINE VON STRATOWA, DAGOBERT WALTER, ELISABETH WELZ, MANUELA WONDRATSCHEK

Die SCHULMÄDCHEN-Filme erschienen jetzt im Halbjahrestakt. "Mit inzwischen berühmten, ungenannten Jungstars" brüstet sich das deutsche Videocover (VPS) und spricht ein wahres Wort. Neben Ulrike Butz, Carmen Jäckel und Christina Lindberg, haben Sascha Hehn und Rinaldo Talamonti ihren mehr oder weniger großen Auftritt. Hehn spielt den Lover einer maximal pigmentierten (=pechschwarzen) Schülerin, die wegen ihrer Hautfarbe unter den Hänseleien ihrer Mitschüler zu leiden hat. Als die Bekloppten versuchen, Caroline auf einer inszenierten Party aus Hass (!) zu vergewaltigen, kommt unser Sascha mit seinen Karatekenntnissen gerade noch rechtzeitig. Die Butz spielt Angelika, die ihren Freund (Dagobert Walter) als angeblichen Schularzt an den gestrengen Eltern vorbei ins Lotterbettchen schleust. Und dann wären da noch die ständig abgebrannten Schüler, die zur Aufbesserung des Taschengeldes ein Schulbordell (!) einrichten - was schließlich aber auffliegt. Rinaldo Talamonti wird als Muskelprotz Enrico von gleich vier liebesdurstigen Amazonen heftigst rangenommen, während die schlechte Schülerin Elfie (Karin Böttcher), um die Abituraufgaben in Mathe vor der Prüfung zu haben, mit dem Studienrat in die Federn springt. Eine junge Ingrid Steeger erzählt von ihrer Defloration und da man - wie bereits erwähnt - die SCHULMÄDCHEN-Filme n aller Regel nachsynchronisierte, geht die quirlige Berliner Schnauze der Dame baden und wurde durch eine Pipi Langstrumpf-Synchro (der von Anika nämlich) ersetzt. Eine Geschwisterpaar, das das Unglück hat, mangels finanzieller Ausstaffierung der Eltern in einem gemeinsamen Zimmer hausen zu müssen, nutzt diesen Umstand zu tolldreistem Inzest. In einer abgefahren Traumsequenz träumt das Schwesterlein vom Sex mit dem Vater (!) sowie der eigenen Erschießung wegen unerlaubter Bruderliebe. Da aber nicht nur diese eindrucksvollen Szenen zu begeistern wissen, sondern der gesamte Film technisch äußerst brillant umgesetzt wurde, ist es eine Freude, sich dem dritten Sequel der Serie hinzugeben. Zugunsten einer unkomplizierten Erzählstruktur wurde hier erstmals gänzlich auf eine Rahmenhandlung verzichtet. Die Episoden folgen direkt aufeinander, ohne auch nur irgendeinem Handlungsfaden folgen zu müssen. Das macht den Streifen frei von Zwängen und ermöglicht eine Entfaltung in alle Richtungen. Der Zuschauer vermisst ebenso die unzähligen Befragungen, die normalerweise zum Pflichtprogramm gehören. Man sah halt nicht mehr die Notwendigkeit des Einbettens sexueller Handlungen in einen Aufklärungsfilm und zog daher locker vom Leder. In den Fickelszenen ging es deutlich härter zur Sache - ein Trend, der sich auch in anderen Genrevertretern jener Tage abzeichnete.
Szenenfotos.





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