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SHADOWPLAY (USA 2007)

von Stefan Mader

Original Titel. SHADOWPLAY
Laufzeit in Minuten. 87

Regie. DEREK OSEDACH
Drehbuch. ERIC MYERS . NICHOLAS PALLOS
Musik. JEREMY DOSS
Kamera. BRYCE FORTNER
Schnitt. DANIEL FREEDMAN
Darsteller. ELLY JARESKO . AJ CASTRO . BRIAN ALLEN . KIMBERLY ALEXANDER u.a.

Review Datum. 2008-12-14
Kinostart Deutschland. direct-to-video

SAW hier, SAW da, SAW überall! Der Eindruck ereilt einen zumindest angesichts der Tatsache, dass bei der Werbung für gefühlt jeden zweiten Genrefilm auf Vergleiche mit der nunmehr bereits fünf Teile umfassenden Franchise zurückgegriffen wird.
Im Falle von SHADOWPLAY ist gar von einer Mischung aus SAW und CUBE die Rede, was bei von Etikettenschwindel leidgeprüften Rezensenten natürlich sofort sämtliche Alarmglocken schrillen lässt. Allerdings treffen besagte Vergleiche im vorliegenden Fall tatsächlich ins Schwarze und es kommt noch besser: SHADOWPLAY orientiert sich an den jeweils ersten, weitestgehend über Kritik erhabenen Teilen beider Franchises.

Eine Frau und zwei Männer erwachen in einem kahlen, spärlich ausgeleuchteten Raum. Drei Stühle, ein Tisch mit einer Wasserkaraffe, drei Gläser. Die drei kennen einander nicht und können sich an nichts erinnern. In einer Ecke des Raumes entdecken sie eine stählerne Box, von deren Inhalt sie sich Aufschluss über ihre Situation und eine mögliche Flucht aus ihrem schmucklosen Gefängnis erhoffen. Mit der Zeit werden alle drei von kurzen Flashbacks heimgesucht, die bruchstückhaft, aber sukzessive die Vorgeschichten der einzelnen Charaktere enthüllen. Einer der Männer scheint emotional besonders labil zu sein und wird im Angesicht der Situation immer aggressiver, gänzlich gefeit vor Paranoia ist jedoch keiner der drei Gefangenen und da sie die aufblitzenden Erinnerungsfragmente nicht zu kontextualisieren wissen, ziehen sie es vor, sich einander nicht anzuvertrauen.
Regisseur Derek Osedach und den Drehbuchautoren Eric Myers und Nicholas Pallos ist mit SHADOWPLAY ein beeindruckendes, klaustrophobisch-paranoides Kammerspiel geglückt, das nicht nur mit einem zwar heftigen, aber keineswegs aufgesetzt wirkenden Plottwist aufwarten kann, sondern einem während des Abspanns auch etwas food for thought gibt. Dass SHADOWPLAY relativ kurz geraten ist, fällt dabei gar nicht negativ ins Gewicht - hier wurde die Zeit effizient genutzt und das Ende nicht künstlich (und nervtötend) hinausgezögert. Sehenswert!

SHADOWPLAY erscheint am 19.02.2009 bei Atomik-Films.











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