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DEADHEADS (USA 2011)

von Marc Zeller

Original Titel. DEADHEADS
Laufzeit in Minuten. 96

Regie. BRETT PIERCE . DREW T. PIERCE
Drehbuch. BRETT PIERCE . DREW T. PIERCE
Musik. DEVIN BURROWS
Kamera. ROBERT TOTH
Schnitt. KEVIN O'BRIEN
Darsteller. MICHAEL MCKIDDY . ROSS KIDDER . MARKUS TAYLOR . THOMAS GALASSO u.a.

Review Datum. 2011-11-17
Kinostart Deutschland. nicht bekannt

Wer Zombiekomödie sagt, muss auch BRAINDEAD sagen. Oder, ja, natürlich, ich vergesse es schon nicht: SHAUN OF THE DEAD. Das war's? Nö, interessanterweise nicht. Selbst bei genauerem Hinsehen entdeckt man bemerkenswert wenige faule Äpfel im Reich der beiden genannten Prachtfrüchtchen. Ob Friede im DOGHOUSE, Freude bei FIDO oder Eierkuchen im ZOMBIELAND - ist die ZomCom womöglich das Genre von Liebhabern für Fans? Gut möglich, denn mit DEADHEADS ersucht jetzt wieder einer um Asyl, der vortrefflich in den glänzenden Haufen passt.

Dabei sorgt der Neue gleich zu Anfang für eher unkonventionelle Töne im üblichen Zombiegegrunze: Brent (Ross Kidder) und Mike (Michael McKiddy) sind lebende Tote. Und sie sprechen. Während die meisten Untoten sich lediglich als wankende Zielscheiben missbrauchen lassen, haben die beiden Weggefährten in DEADHEADS andere Pläne. Sie machen sich auf, Mikes große Liebe wiederzufinden, die dem hoffnungslosen Romantiker durch sein nicht ganz freiwilliges Ableben abhanden gekommen ist. Auf dem anstehenden Roadtrip der auf- und abgekratzten Art treffen Brent und Mike nicht nur auf eine Truppe fieser Zombiejäger und deren skrupellosen Boss, sondern auch auf den eher unterbelichteten Mitzombie Cheese und den rüstigen Vietnamveteranen Cliff, der dem Trio aus der Patsche hilft. Doch ist ein Weg auch nach dem Tod noch da, wo ein Wille ist? Sind tote Freunde wirklich die besseren Freunde? Und vor allem: Kann die Liebe in Zeiten der abfallenden Gliedmaßen tatsächlich bestehen?

Als Junioren von Bart Pierce, seines Zeichens Spezialeffekte-Mann bei Sam Raimis TANZ DER TEUFEL, durften Drew T. und Brett Pierce schon früh im Horrorgenre Blut lecken. Auf ihrem nicht allzu weiten Weg von Dämonen zu Zombies haben die Jungs gleich noch im Humorressort gewildert und tischen nun auf: Eine Zombiekomödie, die leichtfüßig zwischen ausgetretenen Pfaden und Neulanddickicht hin- und hertänzelt - und so als Mischung aus Bewährtem und erfrischend Anderem bemerkenswert einschlägt. Die Konstellation aus nachdenklich-nerdigem Hauptcharakter und schräg-verschrobenen Sidekicks ist nicht unbedingt neu, macht aber durch meist gut pointierte Dialoge, spielfreudige Darsteller und allerlei absurde Begebenheiten am Rande reichlich Spaß.

Im Laufe der Geschichte zeigt sich schnell, dass die Pierce Brothers weniger die sympathietragenden Untoten als vielmehr das ganze Drumherum zur Lachnummer machen. Eine richtige Entscheidung für diesen Film, der, Zombieplot beiseite, von einer Gruppe von Misfits erzählt, die im Grunde nur auf der Suche nach ihrem Plätzchen auf der Welt sind. Und weil das schon so klasse funktioniert, darf man das überraschend viele Blut und die dümmlichen und saukomischen Zombiejäger, mit denen Brent und Mike dauernd aneinandergeraten, getrost als Bonus betrachten. Humorig, ohne merkliche Längen, vollgestopft mit Herz- und anderem Blut: Wenn man vom allzu albernen Ende absieht, ist DEADHEADS ein feiner Launemacher von der ersten bis zur letz..., pardon, vorletzten Minute.











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