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KAPITELWAHL

CONFESSIONS OF A PIT FIGHTER (USA 2005)

von Hasko Baumann

Original Titel. CONFESSIONS OF A PIT FIGHTER
Laufzeit in Minuten. 90

Regie. ART CAMACHO
Drehbuch. ART CAMACHO
Musik. GEOFF LEVIN
Kamera. CURTIS PETERSEN
Schnitt. CHRIS MCGUINESS
Darsteller. HECTOR ECHAVARRIA . ARMAND ASSANTE . FLAVOR FLAV . JAMES RUSSO u.a.

Review Datum. 2009-05-19
Erscheinungsdatum. 2008-08-28
Vertrieb. MIG/EUROVIDEO

Bildformat. 1.78:1
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1/DD 2.0) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Erst einmal meine Verbeugung vorm Verleih: Mit dem Werbespruch habt Ihr wahrhaftig Großes vollbracht und das Tor für weitere Geniestreiche weit aufgestoßen. Auf dem Rücken der DVD-Hülle dieses Stücks Actiontrash schreibt Ihr: "Nach FIGHT CLUB beschäftigt sich wieder ein herausragender Film mit illegalen Straßenkämpfen - und verurteilt sie."
Nun will ich nicht kleinlich sein, aber wie explizit genau hat sich FIGHT CLUB nochmal mit illegalen Straßenkämpfen beschäftigt? Und wie hart genau verurteilt CONFESSIONS OF A PIT FIGHTER eigentlich die illegalen Straßenkämpfe? Und auch wenn ich FIGHT CLUB im Gegensatz zum Rest der Welt für ziemlich affektierten Mumpitz halte - wie genau würde ein illegaler Straßenkampf zwischen David Fincher und Art Camacho wohl ausgehen? Künstlerisch gesehen, selbstredend.

Aber wir wollen mal nicht so sein, CONFESSIONS ist auf jeden Fall schon mal besser als Art Camachos Rohrkrepierer SOFT TARGET oder HALBTOT 2 - DAS RECHT DES STÄRKEREN. Allerdings sind diese Knaller nach CONFESSIONS entstanden, was wohl so ziemlich das Schlimmste ist, was man einem Regisseur vor den Latz knallen kann. In einer Sache hat Camacho allerdings dazugelernt: Irgendjemand muß ihm nach CONFESSIONS gesteckt haben, daß man nicht gerade in dem Moment wegblendet, in dem die Hauptdarstellerin demonstrativ ihre operierten Möpse freilegt!

Worum geht's eigentlich in dieser schonungslosen Verurteilung illegaler Straßenkämpfe? Also: Eddie (katastrophal: Hector Echavarria) guckt immer ganz traurig. Hat ihm jemand seine FIGHT CLUB-DVD geklaut? Nein, er hat wegen illegaler Straßenkämpfe im Knast gesessen und auch da drin ganz schön eingesteckt und ausgeteilt. Wieder draußen stellt der traurige Eddie fest, daß sein Arschloch von Bruder (stulle: Ricardo Medina Jr.) in seine Fußstapfen tritt. Leider ist der kleine David kein ganz so harter Fighter wie Eddie und beißt folgerichtig beim nächsten illegalen Straßenkampf ins Gras. Jetzt ist Eddie noch trauriger, aber auch ein bißchen sauer. Mit Hilfe eines Wettbüros auf zwei Beinen (wie immer, nur mit kleinerem Wecker um den Hals: Flavor "Fuffy Fuffy" Flav) boxt er sich den Fight Club bis zum Strippenzieher (spielt sich nen Wolf, kann aber nicht raus: Armand Assante) hoch. Die Freundin des Strippenziehers sieht im Gesicht irgendwie komisch aus (Operation schiefgegangen: Sängern Giselle D'Cole ) und ist megascharf auf Hector, aber der läßt sich ganz schön lange bitten. Wahrscheinlich hat ihm die Möpse-Blende auch nicht gefallen.

Ein echter Quatsch ist das mal wieder, mit schlapp gemachten Fights und hundsblödem Pathos, aber herrlich ernst gemeinter Pseudo-Dramatik und in ihrer Doofheit überraschenden Wendungen in der Story. Beichte abgenommen. Ach ja, am Ende hört man komischerweise nicht die Pixies.

DVD.
Keine Beanstandungen, außer daß ich der deutschen 5.1-Fassung nicht so recht über den Weg traue. Die Synchro-Version nimmt sich übrigens keck die Freiheit, den einen oder anderen Erzähltext aus dem Off einfach mal wegzulassen. Als Extras gibt's nicht nur Trailer, sondern auch ein zu verurteilendes Trainingsvideo für illegale Straßenkämpfe namens "Pit Fighter Workout No.2", das zu testen ich leider keine Zeit fand.








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