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KAPITELWAHL

TOKYO ZOMBIE (Japan 2005)

von Jörg Buttgereit

Original Titel. TÔKYÔ ZONBI
Laufzeit in Minuten. 103

Regie. SAKICHI SATÔ
Drehbuch. YÛSAKU HANAKUMA . SAKICHI SATÔ
Musik. HIROSHI FUTAMI
Kamera. ISAO ISHII
Schnitt. YASUSHI SHIMAMURA
Darsteller. TADANOBU ASANO . SHO AIKAWA . ERIKA OKUDA . ARATA FURUTA u.a.

Review Datum. 2007-01-19
Erscheinungsdatum. 2006-12-14
Vertrieb. I-ON NEW MEDIA

Bildformat. 2.35:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . JAPANISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Die spinnen, die Japaner. Das wissen wir alle. Deshalb mögen wir sie ja so. Und sie sind ungemein adaptierfreudig. Man könnte auch sagen sie klauen viel. Aber das tun sie immer unheimlich charmant. Und Japaner haben ihren eigenen, oder besser einen eigenwilligen Humor.

TOKYO ZOMBIE von Sakichi Sato (der Autor von Takashi Miikes farbenfreudigen ICHI THE KILLER) legt nun eine sehr verspielte, sehr japanische Persiflage zu George R. Romeros ehrwürdigem Spätwerk LAND OF THE DEAD vor. Da ihr Land ja alle kennt, kann ich mir einen Abriß der Handlung ja sparen. Wenn aus dem Black Fuji, einem riesigen Müllberg in Tokyo, weiß geschminkte Zombies kriechen und zwei trottelige Jiu-Jitsu Kämpfer den Kampf gegen die Untoten aufnehmen, lacht der Japaner. Um den Spaß noch auf die Spitze zu treiben hat man den beiden kampflustigen Starschauspielern Tadanobu Asano (der Schönling aus Shinya Tsukamoto's Vital und Christopher Doyle's Last Day In The Universe) und Show Aikawa ( aus Miikes ZEBRAMAN) ganz und gar absonderliche Frisuren verpaßt. Asano trägt einen aufgeblasenen Afro, Aikawa hat eine Glatze. Beide sehen absolut bescheuert aus.
Basieren tut der Film und die Frisuren natürlich auf einem gleichnamigen Manga, über den man Einiges in dem ausführlichen Making of erfährt und das herrlich stümperhaft gezeichnet ist. Dem Film sieht man auch an, dass er nur eine Handvoll Yen gekostet hat. Der gigantische Müllberg in der Millionenmetropole stammt augenscheinlich aus dem Computer, und die Arena, in der Zombiegladiatorenkämpfer Asano den Kampf mit den pizzagesichtigen Wiedergängern zur Belustigung der fiesen Reichen aufnimmt, ist aus wackeligen Spanplatten und faltiger Silberfolie gezimmert. Aber all das trägt nur zum Vergnügen des Zuschauers bei. Der Film ist blöd, aber toll. Wenn man, wie erwähnt, über japanischen Humor lachen kann oder will.

Bei Afro-Frisuren fällt mir ein: Kennt eigentlich jemand Afro-Ken? Das ist so ein kleiner putziger Zeichentrick-Hund, der ständig seine Frisuren wechselt und den es vor 4 Jahren überall in Japan als Kuscheltier zu kaufen gab. Ich habe noch ein besonders drolliges Exemplar mit Afroperrücke in Regenbogenfarben daheim. Die Frisuren lassen sich jedenfalls auswechseln. Aber ich schweife ab...

DVD.
Die Bildqualität der eigenwilligen Zombieklamotte ist gut. Oft haben DVDs aus dem Hause I-ON New Media ein leicht verwaschenes Bild aufgrund bescheidener Normwandlungen von NTSC auf unser PAL Format. Bei TOKYO ZOMBIE gibt's ein paar optische Nachzieher, aber ansonsten ist das Bild OK. Bei meinem superscharfen Loewe Fernseher muß ich immer die "digital noise control" ausschalten. Das minimiert den Geisterbildeffekt in der Regel.

Als Extras gibt es neben ein paar Trailern das obligatorische Making of und eine Gesprächsrunde der beiden Hauptdarsteller in einem japanischen Großmarkt für Unterhaltungselektronik.








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