AFTER DARK Film TALK Facebook Twitter

das manifest¬  kontakt¬  impressum¬  verweise¬  übersicht¬ 
[   MEINUNGSMACHER  |   GEDRUCKTES IST TOT  |   KAPITELWAHL  |   UNENDLICHE TIEFEN
   MENSCHEN  |   GESPRÄCHE  |   FEGEFEUER DER EITELKEITEN  |   MIT BESTEN EMPFEHLUNGEN   ]
GESPRÄCHE

Benjamin Hahn im Gespräch mit Dwayne "The Rock" Johnson

Dwayne "The Rock" Johnsons erste Schritte im Showgeschäft waren quasi fest vorgegeben, denn schließlich entstammte der in Kalifornien geborene, in Hawaii aufgewachsene Johnson einer Familie von professionellen Wrestlern. So war es dann auch nicht sonderlich überraschend, dass er seine Karriere als ebensolcher begann. Inzwischen aber ist Johnson wohl einem weitaus größeren Publikum durch sein zweites Standbein, die Schauspielerei bekannt. Ähnlich wie auch bereits Arnold Schwarzenegger und andere Actionstars ist Johnson dabei nicht nur auf ein Genre gebucht, sondern wechselt überzeugend zwischen Action- und komödiantischen Rollen. Vor der Deutschlandpremiere von FAST & FURIOUS FIVE ergab sich die Möglichkeit für ein kurzes Interview.

Das Gespräch.

Dwayne Johnson
Dwayne Johnson bei der Deutschlandpremiere von FAST & FURIOUS FIVE

Wenn man sich ihre Filmographie der letzten Zeit ansieht, dann scheinen Sie mehr komödiantische und selbstironische Rollen zu bevorzugen. Jetzt - in FAST & FURIOUS FIVE - spielen sie einen sehr ernsten, humorlosen Charakter. Was sind die Beweggründe dafür?
    Ich wollte Teil von etwas sein, das so groß ist und da bot sich dieses Franchise angesichts seines Erfolgs über die Jahre an. Außerdem gab es mir die Möglichkeit einen Charakter zu spielen, der eine sehr einschüchternde, dominante Präsenz auf der Leinwand hat. Wenn ich in Actionfilmen mitspiele, dann jage ich jemanden, verfolge ihn - das mag ich. Ich laufe nicht gerne weg, sondern bin der Jäger. Somit war die Rolle also perfekt aus zwei Gründen: Erstens ist es ein sehr erfolgreiches Franchise und zweitens jage ich nicht nur eine Person, sondern gleich ein ganzes Team. Das macht mir Spaß. Außerdem könnte das in die Annalen der Filmgeschichte eingehen als der erste Film, in dem Vin und ich zusammen spielen und das hatte bisher niemand erwartet, zumal wir eine große Actionszene haben und ich ihm in den Arsch trete.

Apropos diese sehr bestimmte Actionszene: Der Kampf zwischen Don (Vin Diesel) und Hobbs wirkt mehr wie zwei Brüder, die gegeneinander kämpfen. Am Ende verbünden sie sich sogar gegen einen gemeinsamen Gegner. Wie würden sie ihre Beziehung beschreiben?
    Ich würde sie als flüchtig, aber auch - durch die Ereignisse im Film - als von Respekt geprägt bezeichnen. Wenn man sich das mal anschaut... Die stärksten Beziehungen sind oft durch eine Menge Scheiße gegangen. Wir machen das auch in den zwei Stunden des Films und finden eine sehr eigene Art des Respekts. Aber am Ende des Tages war es für mich wichtig, die Integrität meines Charakters zu erhalten: Wir verbrüdern uns, kämpfen gemeinsam und zollen uns gegenseitig Respekt, aber trotzdem hast Du etwas verbrochen, bist aus dem Knast ausgebrochen und wenn ich Dich finde, bringe ich Dich zurück ins Gefängnis.

Verbrechen ist in Rio ein großes Thema. Sie spielen jetzt einen Charakter, der sich mit dem kleineren Übel verbrüdert, um das große Übel zu bekämpfen. Ist das eine Art Statement?
    Nein, denke ich nicht. Ich persönlich habe nie gedacht, dass wir jetzt hier die Möglichkeit für ein Statement haben. Schauen Sie, ich bin Hawaii aufgewachsen, wo es wunderschön exotisch ist, ähnlich wie in Rio. Und auch wie in Rio gibt es dort gefährliche Gegenden, schlechte Menschen, korrupte Beamten… Bei uns war das einfach Teil der Geschichte und kein Statement.

Fühlten Sie sich in Rio wohl?
    Hinsichtlich der Sicherheit?

Ja.
    Nein, darüber habe ich mir nie Sorgen gemacht. Ich hab selber oft Probleme damit gemacht auf dem rechten Pfad zu bleiben. Ich war schon mehrfach verhaftet worden als ich 16 wurde. Ich wurde 8 oder 9 Mal verhaftet für die verschiedensten Sachen von Diebstahl zu Körperverletzung… Ich verstand mich gut mit den Menschen, hatte keinen Stress mit irgendwem, sondern tat nur meinen Job. Und wenn man doch mal mit jemanden Stress hat, dann gehe ich denen aus dem Weg. Insofern war ich nicht besorgt. Außerdem sind wir gegenüber den Bewohnern der Favelas sehr respektvoll geblieben und haben den Kontakt mit den Menschen dort gesucht. Deshalb ist auch alles gut geblieben.

Vielen Dank für das Gespräch.




Facebook facebook | Twitter twitter :: Datenschutz :: version 1.10 »»» © 2004-2017 a.s.