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UNENDLICHE TIEFEN

Reportage.
LIBERACE - ZU VIEL DES GUTEN IST WUNDERVOLL: Premiere am 02.09.2013 im Admiralspalast, Berlin
von Sebastian Moitzheim

LIBERACE - ZU VIEL DES GUTEN IST WUNDERVOLL: Premiere am 02.09.2013 im Admiralspalast, Berlin

Eigentlich wollte ich nur einen Film gucken.

Dass ich nebenbei noch ein paar Fotos schießen mu¨sste, sah ich eher als notwendiges U¨bel, als ich mich fu¨r die LIBERACE-Premiere meldete. Wahrscheinlich wu¨rde es sowieso nicht klappen mit der Akkreditierung, denn - auch, wenn das fu¨r viele Leser u¨berraschend kommt - wir sind nicht gerade das, was man als Leitmedium bezeichnen wu¨rde. Zur U¨berraschung aller hat man uns doch reingelassen - nur den Film, den wu¨rde ich nicht gucken ko¨nnen. Aber gut, wenn man schon mal angemeldet ist, geht man natu¨rlich trotzdem hin, und so fand ich mich, ausgestattet mit einer von meinem Bruder geliehenen Kamera, die ich so leidlich bedienen konnte, am Roten Teppich der Deutschlandpremiere von LIBERACE - ZUVIEL DES GUTEN IST WUNDERVOLL, in der Hoffnung, den ein oder anderen brauchbaren Schnappschuss von Michael Douglas zu bekommen.

Der auf diese eklige Art, die nur Pressemenschen beherrschen, freundliche Pressemensch erkla¨rte mir tadelnd, dass das Manifest sich "mal wieder" erst kurz vor der Deadline angemeldet hatte und beantwortete meine Frage, was das jetzt bedeutet, mit "Ja, nix, ist nicht schlimm." Dann ist ja alles gut.

Am Roten Teppich im Hof des Admiralspalast angekommen hatte ich dann schon lange vor der Ankunft von Michael Douglas Gelegenheit, ein persönliches Vorurteil über die Journalisten, die regelmäßig zu solchen Premieren gehen, zu bestätigen - ich will nicht sagen, dass alle diese Journalisten unfreundlich und rücksichtslos sind, aber ich habe in Moshpits gestanden, in denen weniger Ellbogeneinsatz zu beobachten war.

Nach der Ankunft der versammelten Berliner L- bis Z-Prominenz (ganz ehrlich: ich hab einfach immer dann Fotos gemacht, wenn alle Fotos gemacht haben - außer Thomas Herrmanns, Rosa von Praunheim und den einen von Germany's Next Topmodel hätte ich kaum jemanden erkannt oder auch nur als Prominenz identifiziert), schritt dann irgendwann also endlich Michael Douglas über den Roten Teppich. Ich würde jetzt gerne sagen, dass dieser Moment jede Mühe, jedes Warten und die Tatsache, dass ich auf Socken auf einem nassen Stuhl stand, damit ich von hinten irgendwas erkennen konnte, wert war, dass Michael Douglas soviel Glamour ausstrahlt, wie es sich für einen überlebensgroßen Hollywoodstar gehört, oder wenigstens, dass er in echt größer aussieht. Aber ganz ehrlich: Michael Douglas sieht in echt genauso aus wie im Fernsehen oder auf der Leinwand, jeder Hauch von Glamour wurde sowieso von den "Michael! MICHAEL!!!!!"-Rufen meiner Kollegen erstickt und die drei Fotos, die zumindest im Ansatz was geworden sind, hätten wirklich überall und von jedem geschossen werden können.

LIBERACE - ZU VIEL DES GUTEN IST WUNDERVOLL: Premiere am 02.09.2013 im Admiralspalast, Berlin

Nach dem Fotocall schickte man mich dann erstmal eine halbe Stunde in den Regen, während der man "eine kleine Pressearea" einrichten wollte, in der die Journalisten, die den Film nicht sehen durften, auf das nach der Vorführung angesetzte Q&A warten sollten. Ich nutzte die Zeit, um an einer Bushaltestelle sitzend eine Falafel zu essen (#Würde), kam dann durchnässt zurück und musste feststellen, dass - so es sie denn gab - die Pressearea offenbar nicht für mich geöffnet war. Stattdessen bot man mir an, die 1,5 Stunden auf der Bank vor der Garderobe des Admiralspalast zu sitzen. Man verzeihe mir daher, dass ich auf das Q&A verzichtete - und für die eher mittelmäßigen Fotos.

Immerhin: Den Film konnte ich dann auf der regulären Pressevorführung doch noch sehen - und er ist tatsächlich sehr gut.




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