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KAPITELWAHL

BLOOD AND BONE (USA 2010)

von Hasko Baumann

Original Titel. BLOOD AND BONE
Laufzeit in Minuten. 93

Regie. BEN RAMSEY
Drehbuch. MICHAEL ANDREWS
Musik. NICHOLAS PIKE
Kamera. ROY H. WAGNER
Schnitt. DEAN GOODHILL
Darsteller. MICHAEL JAI WHITE . EAMONN WALKER . JULIAN SANDS . KIMBO SLICE u.a.

Review Datum. 2010-12-10
Erscheinungsdatum. 2010-07-23
Vertrieb. UNIVERSUM FILM

Bildformat. 1.78:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
So muß ein Kloppefilm anfangen: Isaiah Bone (Michael Jai White) sitzt im Knast. Eine Handvoll übler Bumsköppe will ihm in den Sanitäranlagen ans Leder. Aber die haben sich entweder den Muskelhünen Bone nicht richtig angeschaut oder die Granate UNDISPUTED II verpaßt: Das vermeintliche Opfer hämmert den plumpen Hanswursten mit der Power einer Bazooka nachdrücklich ein, wer hier den dicksten Strahl pisst. Und das Ganze wird auch noch mit einer ganz klaren Ansage garniert: Wenn Ihr Euch das nächste Mal überlegt, mir dumm zu kommen - laßt es bleiben.

Dieser Beginn sieht formal leider etwas billig aus, aber nach einem recht coolen Vorspann hat der Film bereits den Groove gefunden. Bone begibt sich in die Welt der Underground-Fights von Los Angeles, erregt sofort die Aufmerksamkeit der Szene und findet in Pinball (Dante Basco) auch direkt einen findigen Kleingauner als Manager. Natürlich ist die Fighterkarriere nicht das vorrangige Ziel von Bone, der sich schier unbesiegbar durch jeden einzelnen Kampf pflügt. Wie es sich für einen klassischen Prügelknaller gehört, geht es um ein Versprechen, das Bone einem verstorbenen Freund gab. Ja natürlich, das hat man schon hundertmal gesehen, tausendmal vielleicht, Ende der 80er und Anfang der 90er, aber das ist auch einer dieser unkaputtbaren Plots, die immer wieder Spaß machen können, wenn denn der Film okay gemacht ist. Und BLOOD AND BONE ist sehr okay gemacht.

Neben den wahrlich knackigen Kampfszenen sind es kurioserweise ausgerechnet die Schauspieler, die BLOOD AND BONE zu einem solchen Vergnügen machen: Der mit einem bombigen Charisma gesegnete Michael Jai White gibt erneut mit Verve den durchgängig schlecht gelaunten Antihelden, der sofort zuschlägt, wenn ihm jemand auf die Nüsse geht. So richtig im Saft steht allerdings Eamonn Walker als Bones Gegner James. Die exaltierte, bis zum Durchglühen exzentrische Vorstellung, die Walker hier vom Stapel läßt, sorgt in jeder seiner Szenen für Staunen und Begeisterung. Am Ende darf dann sogar noch Julian Sands vorbeischauen.

Die kurioseste Sequenz ist sicherlich jene, in der Eamonn Walker beim Abendessen seinem Tischnachbarn die Leviten liest. Der sieht mit seinen blonden gefönten Haaren und dem übergeworfenen gelben Pullover aus wie das ultimative Weißbrot und freut sich dementsprechend, als sein Gastgeber den schönen 80er-Hit "Dance Hall Days" abspielt. Als wäre das nicht irritierend genug, stimmen das Weißbrot und Walker auch noch gemeinsam in das Lied ein, bis Walker sich doch lieber dafür entscheidet, dem Weißbrot die Wolle aus den Klöten zu prügeln. Schön seltsam, noch mehr allerdings, wenn man erfährt, daß für die Szene eigentlich "Dancing Queen" vorgesehen war, aber "ABBA wouldn't have that". Na sowas!

DVD.
Nichts auszusetzen an Bild und Ton. Die deutsche Synchronfassung bietet allerdings keinen Anlaß zur Freude, auch wenn Walker mit "Dr. House"-Stimme daherbrummelt. Der Audiokommentar (von "Cast & Crew") ist ein wenig zu prollig, um wirklich zu begeistern, aber immerhin erfährt man sowas wie die ABBA-Geschichte. Weiterhin gibt's noch die Featurette "Breaking the mold" zu sehen.








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