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KAPITELWAHL

COFFIN ROCK (Australien 2009)

von André Becker

Original Titel. COFFIN ROCK
Laufzeit in Minuten. 89

Regie. RUPERT GLASSON
Drehbuch. RUPERT GLASSON
Musik. JOHN GRAY
Kamera. DAVIN FOREMAN A.C.S
Schnitt. ADRIAN ROSTIROLLA
Darsteller. ROBERT TAYLOR . LISA CHAPPELL . SAM PARSONSON . GEOFF MORRELL u.a.

Review Datum. 2010-05-30
Erscheinungsdatum. 2010-03-05
Vertrieb. KOCH MEDIA

Bildformat. 2.35:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DTS/DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Verstöße gegen moralische Standards und den allgemein anerkannten westlichen Wertekanon sind im Genre-Kino meist folgenreich. Im schlimmsten Fall werden die Protagonisten auf unschöne Weise ins Jenseits befördert, oder erleben ein grausames Martyrium. Während im klassischen Slasherfilm vorehelicher Sex und Drogenkonsum jeglicher Art in der Regel unmittelbar in den Tod führen, stellen sich im Psychothriller oftmals Seitensprünge als Fehler mit fatalen Folgen heraus. Untreue und die daraus folgenden Konsequenzen stehen auch in der australischen Produktion COFFIN ROCK im Vordergrund. Trotz guter Ansätze erweist sich der Film allerdings als ziemlich enttäuschende Durchschnittsware ohne Mehrwert.

Jess (Lisa Chappell) und ihr Ehemann Rob (Robert Taylor) leben in einem kleinen, verschlafenen Fischerdorf in Australien. Sie führen ein einfaches Leben und sind miteinander glücklich. Lediglich der gemeinsame Nachwuchswunsch gestaltet sich als ein zunächst unüberwindbares Problem. Nach zahlreichen Versuchen vermutet Jess, dass ihr Mann keine Kinder zeugen kann und überredet ihn zu einem Fruchtbarkeitstest. Als das Ergebnis eintrifft, weigert sich Rob den Brief zu öffnen. Verärgert begibt sich Jess in die örtliche Bar und beginnt sich zu betrinken. In einem schwachen Moment lässt sich die junge Frau im alkoholisierten Zustand zu einem One Night Stand mit dem juvenilen Hilfsarbeiter Evan (Sam Parsonson) hinreißen. Jess bereut ihre Tat und geplagt von Schuldgefühlen versucht sie am nächsten Tag die Situation zu klären, doch für Evan war der schnelle Sex mehr als ein bloßer körperlicher Akt und er beginnt das Ehepaar fortan zu tyrannisieren. Damit haben die Probleme jedoch erst begonnen, denn Jess wird plötzlich unerwartet schwanger.

COFFIN ROCK schafft es zunächst einmal glücklicherweise eine glaubwürdige Geschichte, ohne unnötige Nebenhandlungen zu erzählen. Das simpel gehaltene Handlungsgerüst und alle inhaltlichen Entwicklungen wirken lebensnah und bleiben dadurch für das Publikum nachvollziehbar. Auch die Charaktere der Hauptprotagonisten Jess und Rob wurden sehr realistisch und schnörkellos angelegt. Daraus resultiert, dass man als Zuschauer ziemlich schnell mitgerissen wird und den nächsten Ereignissen entgegenfiebert.

Doch obwohl COFFIN ROCK anfangs auf durchaus effiziente Weise eine bedrohliche Atmosphäre aufbaut, wird im weiteren Verlauf des Films in keiner Sekunde eine wirklich nervenaufreibende Spannung erzeugt. Von einer richtigen Terrorstimmung, wie in beispielsweise WOLF CREEK, ist die Produktion aus Down Under deshalb auch meilenweit entfernt. Ebenfalls enttäuschend fällt der vollkommen unspektakuläre Showdown aus. Auch hier wird die Möglichkeit verschenkt die Spannungsschraube noch mal richtig anzuziehen. Ein dramaturgischer Höhepunkt sieht auf jeden Fall anders aus.

Insgesamt gesehen reicht es aber immer noch für einen halbwegs unterhaltsamen Thrillerabend. Diejenigen die einen wirklich gelungenen Psychothriller mit einer ähnlichen Thematik sehen wollen, sollten sich allerdings lieber noch einmal EINE VERHÄNGNISVOLLE AFFÄRE mit Michael Douglas anschauen.

DVD.
Bild- und Tonqualität sind auf der Höhe der Zeit und überzeugen in jeder Hinsicht. Die Farben sind schön kräftig und kontrastreich, der satte Sound glasklar und störungsfrei. Schönheitsfehler bei der optischen und akustischen Umsetzung sucht man daher vergebens. Das Bonusmaterial fällt dagegen etwas mager aus und beschränkt sich lediglich auf den Originaltrailer und ein halbstündiges, wenig aufschlussreiches Making Of.








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