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WOLF CREEK (Australien 2005)

von Thorsten Hanisch

Original Titel. WOLF CREEK
Laufzeit in Minuten. 99

Regie. GREG MCLEAN
Drehbuch. GREG MCLEAN
Musik. FRANK TETAZ
Kamera. WILL GIBSON . BRANDON TROST
Schnitt. JASON BALLANTINE
Darsteller. PETER ALCHIN . JOHN JARRAT . CASSANDRA MAGRATH . KESTIE MORASSI u.a.

Review Datum. 2006-02-03
Kinostart Deutschland. 2006-07-13

Man darf sich freuen, der Trend in Richtung Erwachsenen-Horror für Zuschauer jenseits der 20 geht weiter. Noch vor kurzen hat der britische, ganz vorzügliche THE DESCENT Ohrfeigen verteilt, jetzt rücken die Australier an und klatschen einem mit WOLF CREEK ihr fieses Stück Zelluloid auf die Augen.

Regisseur und Drehbuchautor Greg McLean erzählt die - lose auf Tatsachen basierende - Geschichte von Kristy, Liz und Ben die zu einer Wanderung durch den Nationalpark Wolf Creek aufbrechen. Nach ihrer Rückkehr aus Creek springt das Auto nicht mehr an. Doch zum Glück treffen die Drei auf Mick Taylor, einem freundlichen Hinterwäldler, der anbietet, die Karre zu reparieren. Doch leider hat er die benötigten Ersatzteile in seiner Behausung, einer stillgelegten Mine...

WOLF CREEK erfindet das Horror-Rad nicht gerade neu, besticht aber dennoch durch ein paar angenehme Feinheiten: McLean lässt sich - dankenswerterweise - vergleichsweise sehr viel Zeit, um seine symphatischen Charaktere dem Zuschauer näher zu bringen. Kristy, Liz und Ben sind auch nicht die aus so vielen Horrorfilmen bekannten, typischen Unsymphaten, die Grund geben, ihnen ein baldiges, möglichst kreatives Dahinscheiden zu wünschen, sondern stinknormale Twens, die aus der unmittelbaren Nachbarschaft des Zuschauers stammen könnten.
Es ist auch keine falsche Abzweigung oder einer der typischen "Du, ich schau mal nach, was da so komische Geräusche macht…"-Momente, die unsere Hauptdarsteller in Bedrängnis bringt, sondern eine Situation, die jeder von uns nachvollziehen kann. Umso kälter packt einen der anschließende Horror an den Eiern, wenn unsere drei Liebchen in große Bedrängnis geraten.

So simpel die Geschichte ist, McLean holt die maximale Wirkung raus und serviert gegen Ende ein paar fiese Überraschungen, die auch die Erwartungshaltungen erfahrener Horror-Cracks unterlaufen sollten. Darstellerisch ist alles im grünen Bereich, besonders John Jarratt als Mick punktet und dürfte noch für einige Zeit im Gedächtnis bleiben.
Einen nicht unbeträchtlichen Teil der Wirkung zieht der auf HDTV gedrehte Film aber aus den fantastischen Landschaftsaufnahmen. Regisseur McLean und Kameramann Will Gibson beweisen ein tolles Gespür für atmosphärische, stellenweise schon fast unwirklich aussehende Szenerien, die das exquisit gefilmte Werk auch in optischer Hinsicht zu einem Genuss machen.

Wer auf spannende, eiskalte Horrorfetzer, die aber nicht unbedingt innovativ sind, steht, ist bei WOLF CREEK bestens aufgehoben, sollte sich aber im Vorfeld möglichst wenig zu diesem Film durchlesen, denn leider entblöden sich so einige Websites nicht, fast den ganzen Film wiederzukäuen. Gerade hier ist ein Wissens-Defizit ein absolutes Muss!











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