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KAPITELWAHL

AT LAST THE 1948 SHOW (Großbritannien 1967)

von Stefan Mader

Original Titel. AT LAST THE 1948 SHOW
Laufzeit in Minuten. 120

Regie. IAN FORDYCE
Drehbuch. GRAHAM CHAPMAN . JOHN CLEESE . MARTY FELDMAN
Musik. nicht bekannt
Kamera. nicht bekannt
Schnitt. MARTY FELDMAN . TIM BROOKE-TAYLOR
Darsteller. GRAHAM CHAPMAN . JOHN CLEESE . MARTY FELDMAN . TIM BROOKE-TAYLOR u.a.

Review Datum. 2007-07-15
Erscheinungsdatum. 2007-07-12
Vertrieb. EPIX MEDIA AG

Bildformat. 1.33:1
Tonformat. ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH . ENGLISCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Sieh mal einer an: Bei Epix heißt es dieses Sommer offenbar "Klotzen, nicht kleckern!" – zumindest was die Veröffentlichung von Sitcoms aus der prä-Python-Ära anbelangt.

Knapp einen Monat nach den ersten humoristischen Gehversuchen von Eric Idle, Terry Jones und Michael Palin in DO NOT ADJUST YOUR SET macht uns das Berliner Label auch das Frühwerk der restlichen Pythons John Cleese und Graham Chapman zugänglich. Dies geschieht in Form von fünf verloren geglaubten Episoden der Reihe AT LAST THE 1948 SHOW, in denen die beiden späteren Pythons nicht nur gemeinsam mit Tim Brooke-Taylor und Charakterkopf Marty Feldman als Hauptdarsteller auftreten, sondern auch für sämtliche Drehbücher verantwortlich zeichnen.
Viele der Sketches weisen bereits einige der Charakteristika auf, für die Monty Python's Flying Circus später berühmt werden sollte, sodass AT LAST THE 1948 SHOW durchaus als Wegbereiter für deren anarchische Vorstellung absurden Humors angesehen werden kann.

Zu den vielen Highlights zählen der Sketch mit dem ahnungslosen Chef des Secret Service, Folge 791 der Live-Soap "The Willets of Littlehampton", die Originalversion des "Four Yorkshiremen"-Sketches und der grenzgeniale Englischkurs des italienischen Fernsehens – allesamt Beiträge, die zu keinem Zeitpunkt auf eine großartige Schlußpointe angewiesen sind, da dem Zwerchfell bereits während der Sketches kaum einmal Entspannung vergönnt ist.

Abgerundet wird die Show durch die Moderation von "Lovely" Aimi MacDonald, die in ihren kurzen Auftritten stets ihre eigene loveliness betont und die Zuschauer immer wieder ganz uneigennützig (na ja...) auffordert, für den karitativen Make Aimi MacDonald a Rich Lady Fund zu spenden oder Liebeserklärungen an sich selbst singt.
Wenn die blonde Aimi mit piepsiger Stimme, demonstrativem Augenaufschlag und leicht beschränktem (aber reizendem) Gebaren auf der Mattscheibe auftaucht, meint man zu wissen, wo eine gewisse brünette Verona F. ihr in den 90er Jahren gepflegtes öffentliches Image abgekupfert hat...

Eine Empfehlung mit bestem Gewissen – wer sich AT LAST THE 1948 SHOW vorenthält ist selbst Schuld!

DVD.
Eins vorweg: Mit herkömmlichen Maßstäben lässt sich AT LAST THE 1948 SHOW nicht messen.
Das Schwarzweißbild ist sehr körnig und weist haufenweise Verunreinigungen auf, während der höhenlastige Ton mitunter etwas schief aus den Boxen kriecht. Alles in allem macht das Material den Eindruck, als handle es sich um eine 40 Jahre alte Fernsehshow. Da aber genau dies der Fall ist, wäre jede Kritik hinsichtlich der Qualität absurder als die auf der DVD enthaltenen Sketches. Hier ist man ganz eindeutig froh, den Inhalt überhaupt zu sehen zu bekommen – ganz gleich, in welcher Qualität. Und wenn wir uns ehrlich sind macht das auch einen guten Teil des Charmes von AT LAST THE 1948 SHOW aus. Da die Serie nie synchronisiert wurde, gibt es naheliegenderweise nur eine englische Tonspur, Untertitel sind aber auf Deutsch und Englisch abrufbar.

Leider lag zur Rezension nur die erste beiden DVDs vor, sodass sich das Review lediglich auf die ersten drei der fünf Episoden stützt und zu den verbleibenden Folgen sowie den Extras nicht viel gesagt werden kann. Den Angaben des Labels zufolge umfasst das Bonusmaterial allerdings ein "Komödienstammbaum"-Poster, ein Interview mit Autor/Dartsteller Tim Brooke-Taylor, ein weiteres mit Terry Jones sowie den UK- und US-Trailer der DVD.








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