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KAPITELWAHL

BITTERSWEET LIFE (Korea 2005)

von Matthias Mahr

Original Titel. DALKOMHAN INSAENG
Laufzeit in Minuten. 114

Regie. KIM JEE-WON
Drehbuch. KIM JEE-WON
Musik. DALPARAN . JANG YEONG-GYU
Kamera. KIM JI-JONG
Schnitt. JAE-GEUN CHOI
Darsteller. LEE BJUNG-HU . KIM YOUNG-CHUL . SHINA MIN-A . HWANG JEONG-MIN u.a.

Review Datum. 2006-12-19
Erscheinungsdatum. 2006-08-10
Vertrieb. SPLENDID

Bildformat. 2.35:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . KOREANISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Kim Sun-Woo handelt zur größten Zufriedenheit Aller das Geschäft eines von einem Syndikat kontrollierten Nachtclubs. Der Boss hält so große Stücke von ihm, dass er ihn mit dem delikaten Auftrag betraut, dessen viel jüngere Frau zu überwachen. Prompt erwischt er sie bei einem Verhältnis, erregt mit der Art und Weise, wie er die Sache ordnet aber den Missmut des Capos. Zum Abschuss freigegeben mischt er in seinem Rachefeldzug seine frühere Organisation auf.

Der Film hat seinen unbestreitbaren Höhepunkt in einer dichten, ca. 20 Minuten anhaltenden, abwechslungsreichen Abfolge von Szenen, die Komik mit Makaberem, knackige Action mit regendurchfluteter Noir-Stimmung verbindet und dies auf wirklich runde, stilvolle Weise. Davor und danach zerfällt er in zwei Teile, die, beide recht vorhersehbar, den Fall Kims und seinen Rachefeldzug behandeln. Auch wenn opulent in Szene gesetzt, vergreift sich der Film mitunter im Ton. Freilich, will man einen Film auf Noir trimmen, gehören Zigaretten und Schnaps dazu. Aber wieso sollte ein Ganove sich die halbangerauchte Kippe selbst in den Whiskey schmeißen? Cool (wie intendiert) wirkt das jedenfalls nicht, nur bescheuert. Auch die strunzdummen russischen Waffenschieber zerstören mehr von der Atmosphäre als der Spaß mit ihnen Schwung in den Film bringen könnte.

Der Film hat es schwer angesichts der Standards, die Park Chan-Wook im Genre gesetzt, dennoch aber auch abseits des Mittelteils seine Momente. Eine Konfrontation am Eislaufplatz hat schon fast POINT BLANK-Niveau. Große Klasse auch, wenn Hr. Kim an einen früheren Kollegen die Worte "Ich muss dir etwas sagen" richtet. (Mehr sei da nicht verraten.)
Regisseur Kim Jee-Won hat mit A TALE OF TWO SISTERS bewiesen, wie er ohne das Rad neu zu erfinden, mit perfektem Atmosphärenaufbau einen großartigen Horrorfilm zuwege bringt. Auch hier liefert er, trotz einiger Aussetzer ein visuell interessantes Werk ab. Man muss ihm auch zugute halten, dass Filme wie dieser am meisten darunter leiden, wenn man sie nicht richtig im Kino sieht. Doch hier reden wir nun mal von der DVD und da fällt es schwer eine echte Kaufempfehlung zu geben. Sollte man mal die Gelegenheit bekommen für den Film eine Karte an der Kinokassa zu bekommen sähe die Sache wohl schon wieder anders aus.

DVD.
Bild und Ton sind guter DVD-Standard, O-Ton und optionale Untertitel vorhanden, was will man mehr? An Extras gibt's gleich sechs Trailer, Teaser bzw. TV-Spots des Films, ein Musikvideo und zwei der als DVD-Feature typischen Interviews mit als Texttafeln eingeblendeten Fragen. Das mit dem Hauptdarsteller ist recht belanglos, der Regisseur interessiert da schon deutlich mehr.

Wer doch noch mehr will: Es gibt alternativ noch eine 2 DVDs umfassende Special Edition mit weiteren Extras.








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