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KAPITELWAHL

KAMIKAZE GIRLS (Japan 2004)

von Matthias Mahr

Original Titel. SHIMOTSUMA MONOGATARI
Laufzeit in Minuten. 102

Regie. TETSUYA NAKASHIMA
Drehbuch. TETSUYA NAKASHIMA
Musik. YÔKO KANNO
Kamera. MASAKAZU ATO
Schnitt. YOSHIYUKI KOIKE . CHIAKI TOYOAMA
Darsteller. KYOKO FUKADA . ANNA TSUCHIYA . HIROYUKI MIYASAKO u.a.

Review Datum. 2006-05-20
Erscheinungsdatum. 2006-03-23
Vertrieb. ADRENA-FILM/MC-ONE

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . JAPANISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Neben den Legionen typischer Teeniefilmen, die mal schmalzig mal zotig ausschließlich um das Thema erste Liebe kreisen kamen in den letzten Jahren vermehrt auch solche heraus, welche auch andere Nöte und Sorgen auf der einen oder anderen Art verschrobenere Charaktere in den Vordergrund schoben. DONNIE DARKO avancierte zum Kult aber auch die Filme von Larry Clarke erregten gewisse Aufmerksamkeit, der aus Island stammende NOI ALBINOI fällt als weiteres Beispiel spontan ein.

KAMIKAZE GIRLS setzt nun ein Mädchen, das am Liebsten im Rokoko leben würde und nur in Rüschenkleidchen rumläuft und eine "Bikerin", die ihre Unsicherheit mit pseudoharten Gerede und einem auf Pony gepimpten Mofa überspielen will in den Mittelpunkt, ist aber dennoch mit den genannten nicht wirklich vergleichbar. Die unglücklich Toughe merkt instinktiv, das der Zuckerguss der Anderen auch in einer reinen Wurschtigkeit, was andere von ihr denken begründet ist, bewundert sie dafür und will ihre Freundschaft erlangen. Diese aber stößt sie zunächst wegen ihrem rohen Gehabe zurück. Die Grundformel heißt also wieder mal Buddy Movie. Dabei verhält sich der Film eigentlich so wie die Rollerfahrerin: will auf Teufel heraus schräg und skurril sein, wirkt aber in seiner Klischeehaftigkeit und durch den digitalen Overkill eher gekünstelt. Freilich ist Letzteres durchaus gewollt, goutieren muss man dies aber dennoch nicht. Gute Ideen, wie die Szene im Wartehäuschen am Bahnhof verlieren sich doch zwischen schon etwas zu oft strapazierten wie der scheinbar letalen Unfall. Ersteres ist mal eine köstlich unorthodoxe Weise einen Rückblick zu gestalten, letzteres schon praktisch der 08/15-Einstieg schlechthin an dem am anderen Ende des Films weder überraschend noch originell angeknüpft wird. Vieles, wie die schnellen Reflexe mit der die Oma Insekten fängt ist nur schmückendes Beiwerk. Trotzdem wird man ganz passabel unterhalten, auch wenn der Humor (naturgemäß) sicher nicht jedermanns Sache ist. Man hätte sich aufgrund der Inhaltsangabe und mancher euphorischer Festivalstimme wohl um einiges mehr erhoffen dürfen, legt man den Maßstab aber bei diversen US-Konfektionsteeniefilmen an ist freilich auch dieser Film bemerkenswert.

DVD.
Zum Test stand nur eine Presse-DVD ohne jede Wahlmöglichkeit hinsichtlich Sprache (lediglich Deutsch vorhanden) oder Extras zur Verfügung. Die Verkaufsversion soll auch den O-Ton sowie Trailer und Bildergallerie bieten.








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