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SHUTTER (Thailand 2004)

von Matthias Mahr

Original Titel. SUTTER KODTID WINYAN
Laufzeit in Minuten. 89

Regie. BANJONG PISANTHANAKUN
Drehbuch. SOPHON SAKDAPISIT . BANJONG PISANTHANAKUN . PARKPOOM WONGPOOM
Musik. CHARTCHAI PONGPRAPAPHAN
Kamera. NIRAMON ROSS
Schnitt. MANOP BOONVIPAT . LEE CHATAMETIKOOL
Darsteller. ANANDA EVERINGHAM . NATTHAWEERANUCH THONGMEE . ACHITA SIKAMANA . UNNOP CHANPAIBOOL u.a.

Review Datum. 2005-11-09
Kinostart Deutschland. direct-to-video

Als Jane, die Freundin eines Photographen und selbst Studentin dieses Fachs nachts eine junge Frau überfährt überredet sie ihr Freund Tun Fahrerflucht zu begehen. Am nächsten Tag verhaut Tun sämtliche seiner Arbeiten. Ein weißer Lichtstrahl ruiniert die Bilder. Und er merkt Spiegelungen eines Mädchens auf manchen Bildern. Bald ist klar, dass es sich um die Überfahrene handelt und das niemand in der Nacht einen Unfall gemeldet hat.

Gleich die erste Einstellung, ein Foto in einer Dunkelkammer, gemahnt an UZUMAKI, kurz darauf schwenkt die Geschichte in Richtung I KNOW... letztendlich falsche Fährten. Der Unfall mit Fahrerflucht zeigt gar genreuntypisch überhaupt keine Folgen. Die wahren Ursachen liegen, wie bei RINGU, und dieser Film ist hier wieder mal unverkennbar das wahre Vorbild, weiter in der Vergangenheit. Der rastlose Geist eines längst verstorbenen Mädchens harrt der Ergründung ihres Schicksals. Das gebückte Kriechen, stilprägend eingesetzt im großen Finale von RINGU, wird hier überstrapaziert, man sieht auch zu früh zu viel vom Phantom. Dennoch können einem Bild und Ton den einen oder anderen kurzen Schauer in die Glieder fahren lassen, billig und konventionell, aber immer wieder wirksam. Die Szene etwa in der Tun das Gruppenfoto einer Schulklasse untersucht ist wirklich klasse. Die Photographie ist auch jenes Grundthema, welches diesen Film von den Legionen anderer RINGU-Klone abhebt, leider verliert sich dieses Motiv sobald der Geist identifiziert ist und kommt erst gegen Ende in einer Rückblende auf wirklich haarsträubend blöde Art wieder ins Spiel, wenn die Ursache des Fluchs ergründet wird. Auch an anderen Stellen stäuben sich mal die Nackenhaare nicht vor Schreck. Etwa, wenn Tun auf der Flucht vor dem Geist den Wagen auf über 120 km/h beschleunigt und ihn, sowie das Mädchen auf der Kühlerhaube auftaucht, praktisch ohne Bremsweg stehen bleiben kann. Doch stören solche Patzer noch weniger als der Umstand, dass die Maschen, aus denen der Film gestrickt wurden fast allesamt leidlich bekannt sind. SHUTTER wirkt leider abgedroschen, auch wenn er immer noch recht gut unterhält. Dafür entschädigt einem, nachdem die Rückblende den Film knapp vor Schluss fast versenkt hätte ein an TALES OF THE CRYPT erinnerndes köstlich fieses Ende wieder dafür. Kein Meisterwerk also, aber durchaus ein Film, den man sich ansehen kann.











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