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HOSTEL 2 (USA 2007)

von Thorsten Hanisch

Original Titel. HOSTEL: PART II
Laufzeit in Minuten. 95

Regie. ELI ROTH
Drehbuch. ELI ROTH
Musik. NATHAN BARR
Kamera. MILAN CHADIMA
Schnitt. GEORGE FOLSEY JR. . BRAD E. WILHITE
Darsteller. BIJOU PHILLIPS . HEATHER MATARAZZO . JORDAN LADD . VERA JORDANOVA u.a.

Review Datum. 2007-06-12
Kinostart Deutschland. 2007-06-14

Nach der Sichtung von HOSTEL: PART II wird vor allem eins klar: Eli Roth ist nicht nur eine extrem nerdige Plaudertasche, sondern auch ein faules Schwein. Während die Kollegen um und um Jigsaw herum sich wenigstens noch bemühen, die Einfallslosigkeit der SAW-Franchise jedes Jahr mit noch bekloppteren Plots und noch abstruseren Folter- und Mordeinlagen zu übertünchen, dreht die Lusche unverfrorenerweise einfach noch mal mehr oder weniger den gleichen Film; die Modifikationen halten sich doch sehr in Grenzen, zu sehr um von einer echten Fortsetzung sprechen zu können.

Nach einem hingerotzten Anfang, dessen Zweck einzig und allein darin besteht, den Kids wieder ins Gedächtnis zu rufen zu welchem Film vor ca. eineinhalb Jahren das Popcorn zerkleinert wurde, wandelt HOSTEL: PART II auf bekannten Pfaden:
Drei Studenten-Trullas widmen sich in Rom der Kunst. Bei einem Ausflug fällt das Trio in die Hände der aus der Teil 1 bekannten - hier etwas näher ausgeleuchteten - Rasselbande. Äh...tja, viel mehr gibt's eigentlich auch nicht zu erzählen, same procedure as everytime.

Obwohl, nicht ganz: Die typischen Kaspereien wurden etwas zurückgenommen (schön wäre es auch gewesen, wenn man Ruggero Deodatos Gastauftritt als - haha - Kannibale gestrichen hätte), die Charaktere sind etwas symphatischer und vor allem sieht der Film besser aus als sein Vorgänger, gerade hier wurde offensichtlich dazu gelernt.

Dennoch: Roth inszeniert nach wie vor mit dem Dampfhammer. Man weiß innerhalb von 2 Sek., wer Dreck am Stecken hat und wer nicht, die Frage, wer das Gemetzel überlebt, stellt sich erst gar nicht. Der Film hat gerade mal eine überraschende Plot-Idee in petto und diese wird durch das ärgerliche Ende wieder zu Nichte gemacht. Bei den Gore-Szenen zeigt Roth dann, auf was es ihm wirklich ankommt:
Viel gibt's nicht, aber wenn, dann richtig: Die minutenlange Sequenz, als einem an den Füßen aufgehängtes, geknebeltes, wimmerndes Mädchen von einer darunterliegenden Frau mit einer Sense zuerst der Körper zer- und dann die Kehle aufgeschnitten wird und die Sensenfrau sich mit dem herabspritzenden Blut ihre Möpse massiert, dürfte für freudige Zielgruppen-Gesichter sorgen und darauf, nur darauf kommt es bei einem - äußerst rentablen - Produkt dieser Art an. Wenig verwunderlich also, dass HOSTEL: PART III schon im Gespräch ist.

Ciao, bis zum nächsten Jahr!











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