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DER EISIGE TOD (Großbritannien/USA 2007)

von Thorsten Hanisch

Original Titel. WIND CHILL
Laufzeit in Minuten. 91

Regie. GREGORY JACOBS
Drehbuch. JOE GANGEMI . STEVEN KATZ
Musik. CLINT MANSELL
Kamera. DAN LAUSTEN
Schnitt. LEE PERCY
Darsteller. EMILY BLUNT . ASHTON HOLMES . MARTIN DONOVAN . NED BELLAMY u.a.

Review Datum. 2007-09-14
Kinostart Deutschland. 2007-10-11

George Clooney ist schon ein Mordskerl: Er sieht nicht nur wesentlich besser aus als Du und ich, sondern hat sich mittlerweile auch als Schauspieler, Regisseur und - zusammen mit Homie Steven Soderbergh - Produzent einen Namen gemacht, der für im Endeffekt vielleicht nicht immer restlos überzeugende, aber stets interessante Projekte steht. Und wenn der schöne Mann sein Geld in einen Horrorfilm pumpt, darf man die Erwartungen schon etwas weiter nach oben schrauben, was sich in diesem Fall auch lohnt, denn WIND CHILL ist eine wunderbare Genre-Erdnuss in einem gigantischen Topf Genre-Scheiße, der derzeit gewaltig überschwappt.

Dabei ist es gar nicht so sehr die Geschichte selbst (zwei College-Studenten bleiben mitten im Winter auf einer einsamen Landstraße mit dem Auto liegen und werden von Geistern heimgesucht) die einem die Po-Ritze zufrieren lässt, sondern die absolut fantastische Umsetzung: Humorfrei und stellenweise sehr beklemmend (ein großer Teil des Films spielt im Auto) wird hier ein Schauermärchen erzählt, welches sich stilistisch stark am Gruselkino der 60er (SCHLOSS DES SCHRECKENS, BIS DAS BLUT GEFRIERT) orientiert, und das auch verhältnismässig konsequent.
Regisseur Gregory Jacobs (ansonsten hauptsächlich Dauer-Regieassistent bei Soderbergh) schwingt den Taktstock langsam, aber mit Nachdruck, billige "HUCH"-Effekte werden ausgespart, WIND CHILL spielt gekonnt mit diversen Ängsten, der Film wirkt stellenweise wie einer Deiner bösen Alpträume, die Du auch beim morgendlichen Müsli nicht abschütteln kannst.

Und selbst wenn die eigentliche Geschichte bei näherer Betrachtung ein wenig Stirnrunzeln verursacht und man sich gegen Ende ein bisschen an TWILIGHT ZONE und ähnliches erinnert fühlt: Man verzeiht Jacobs' Film so manches, denn WIND CHILL hat unterm Strich die Nase meilenweit vorn: Emily Blunt und Ashton Holmes in den Hauptrollen sind top, Clint Mansell packt einen der feinsten Scores des gegenwärtigen Kinos aus und die atemberaubenden Bilder des dänischen Kameramanns Dan Laustsen (filmte letztes Jahr den optisch ebenso tollen SILENT HILL) transportierten die Kälte der winterlichen Bilder förmlich zum Zuschauer, was WIND CHILL auch zu einem idealen Date-Movie macht: "Mann, hab ich's kalt." - "Darfst Dich ruhig an mich kuscheln." - "Mm. Ok. Aber nicht fummeln." - "Klar.....noch 'n Schluck Sekt?".











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