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DEATH NOTE: THE LAST NAME (Japan 2006)

von Matthias Mahr

Original Titel. DESU NÔTO: THE LAST NAME
Laufzeit in Minuten. 140

Regie. KANEKO SHUSUKE
Drehbuch. OISHI TETSUYA
Musik. KAWAI KENJI
Kamera. TAKAMA KENJI
Schnitt. YAFUNE YOUSUKE
Darsteller. FUJIWARA TATSUYA . MATSUYAMA KEN'ICHI . NAKAMURA SHIDO . KAGA TAKESHI u.a.

Review Datum. 2007-12-15
Kinostart Deutschland. nicht bekannt

DEATH NOTE: THE LAST NAME hat ein Riesenproblem, das DEATH NOTE nicht hatte: Die Mangavorlage brach nach den ersten drei Bänden nämlich qualitativ katastrophal ein. Statt schön weiter auf das intellektuelle Duell Supergauner vs. Superermittler in der Tradition von Fortsetzungsromanen á la Phantomas oder Arséne Lupin, halt mal mit Teenagern als Gegenspieler, zu bauen, was wirklich erstaunlich spannend funktionierte, wollte Mangaka ?ba mehr Abwechslung reinbringen. So tummeln sich bald mehrere User verschiedener Death Notes in der Geschichte, Light verliert auf eigenen Wunsch temporär das Gedächtnis (indem er das Besitzrecht am Death Note abgibt) und die immer neuen Regeln der Notizbücher, die ins Spiel gebracht werden, wirken zunehmend beliebiger, natürlich nur darauf aus, die neueste Wendung dem Leser gegenüber rechtzufertigen.

Unter den gegebenen Rahmenbedingungen macht THE LAST NAME deshalb nicht einmal das schlechteste. Die verbleibenden neun Bände werden rigoros auf einen (nur unerheblich längeren) Film eingedampft und die Story zum Abschluss gebracht. Die Vorlage macht das auch nicht allzu schwer, sieht sie nach etwas über der Hälfte einen Zeitsprung von mehreren Jahren und danach einen abgesetzten Handlungsstrang mit weitgehend anderen Personen vor. Dies wurde bei THE LAST NAME komplett gestrichen und stattdessen das Ende auf die erste Zeitebene aufgepfropft.

Ansonsten leistet man sich aber wieder weniger Freiheiten. Der neue Eigentümer des Death Notes während Lights Amnesie ist eine Reporterin statt das Vorstandsmitglied eines Konzerns, was aber kaum was daran ändert. Lediglich die im Comic noch durchaus packend konstruierte Weise, wie dieser Pausenschurke in die Enge getrieben wird, verflacht durch die Vereinfachungen im Film ziemlich. Noch missglückter die Steichungen gegen Ende, da sich hier nun entgültig Plotlöcher auftun, die man nur mit entsprechendem Vorwissen des Mangas füllen kann. Dennoch ist THE LAST NAME zumindest vergleichsweise kurzweilig wie der erste Teil und damit jedem, der diesen mochte, empfohlen. Nur gibt einem das alles halt recht wenig, wenn man die Vorlage kennt und verdirbt einem leicht die Spannung, wenn man dies nachholen will. Da wird vom im Vorbereitung befindlichen L-Prequel von Nakata Hideo (RINGU) hoffentlich mehr zu erwarten sein.











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