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KAPITELWAHL

INVASION VOM MARS (USA 1986)

von André Becker

Original Titel. INVASION FROM MARS
Laufzeit in Minuten. 96

Regie. TOBE HOOPER
Drehbuch. DAN O'BANNON . DON JAKOBY
Musik. CHRISTOPHER YOUNG
Kamera. DANIEL PEARL
Schnitt. ALAIN JAKUBOWICZ
Darsteller. KAREN BLACK . HUNTER CARSON . TIMOTHY BOTTOMS . LOUISE FLETCHER u.a.

Review Datum. 2017-09-13
Erscheinungsdatum. 2014-09-11
Vertrieb. KOCH MEDIA

Bildformat. 2.35:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 2.0) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH . ENGLISCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Der 1986 von den legendären Cannon-Studios finanzierte INVASION VOM MARS hat mittlerweile schon so einige Jährchen auf dem Buckel. Noch älter ist allerdings das gleichnamige Original aus den fünfziger Jahren. Beide Filme eint dabei das gleiche Schicksal. Trotz naiv-charmanter Story-Prämisse und einer für die damalige Zeit durchaus vorzeigbaren Inszenierung gelten beide Filme nicht unbedingt als Vorzeige-Werke des Genres. Die 86-Neuverfilmung von Tobe Hooper, um die es hier gehen soll, ist allerdings wesentlich besser als ihr Ruf.

Handlungsseitig geht es um David (Hunter Carson), einen kleinen Jungen, der die Landung eines Raumschiffs beobachtet und anschließend bemerkt, dass seine Mitmenschen ein zunehmend seltsameres Verhalten an den Tag legen. Erwartungsgemäß tun alle Erwachsenen seine Geschichte als Hirngespinst ab. Lediglich die Schulkrankenschwester (Karen Black) glaubt ihm. Nach und nach entdecken die Beiden, dass außerirdische Invasoren die Bewohner der Kleinstadt manipulieren und darüber hinaus noch weitaus Schlimmeres vorhaben.

INVASION VOM MARS erzählt diese Geschichte wunderbar kurzweilig und im Stil eines jugendfreien Abenteuerfilms. Die zahlreichen Effekte von u.a. Stan Winston (verantwortlich für den Budenzauber in Klassikern wie ALIENS - DIE RÜCKKEHR) sind dabei erwartungsgemäß das Highlight der Produktion. Obwohl definitiv nicht so gedacht sehen die Monster tatsächlich sehr ulkig und irgendwie knuffig aus. Dennoch merkt man dem Creature-Design die Liebe zum Detail an. Ein Riesenpluspunkt, vor allem wenn man so bedenkt, wie austauschbar heutzutage oftmals Monster designt sind. Dass die Sets trotz des stark trashigen Looks eine surreale Atmosphäre verströmen gefällt ebenfalls und wertet den Film zusätzlich auf.

Man sollte INVASION VOM MARS nicht größer machen als er ist, denn zweifellos hat der Film auch seine nicht wegzudiskutierenden Mängel. Hooper inszeniert mitunter arg holprig und ab und an fällt auf, wie ziellos die Story doch eigentlich voranschreitet. Das actionreiche Finale versöhnt dann noch mal und zeigt dem Publikum ein ordentliches Effekte-Gewitter. Insgesamt ist Hooper mit seinem Remake sicherlich kein verkannter Klassiker, aber doch ein schwer unterhaltsamer und streckenweise herrlich enthemmter Alien-Invasionsfilm gelungen, bei dem man durch den Filter der Nostalgie definitiv noch ein bisschen mehr Spaß haben kann.

DVD.
Koch Media spendiert dem Film ein feines Mediabook, welches nicht nur die ungeschnittene Fassung beinhaltet (auf VHS gab es Kürzungen), sondern außerdem das Original mit an Bord hat. Die Bild- und Tonqualität ist erstklassig und läßt den Film in neuem Glanz erstrahlen. Das üppige Bonus-Material rundet den positiven Gesamteindruck ab. Eine lohnenswerte Veröffentlichung, die durch das von Koch Media gewohnt tolle Artwork ihr Geld wert ist.








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