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KAPITELWAHL

THE BERLIN FILE (Korea 2013)

von André Becker

Original Titel. BEREULLIN
Laufzeit in Minuten. 116

Regie. RYOO SEUNG-WAN
Drehbuch. RYOO SEUNG-WAN
Musik. CHO YOUNG-WUK
Kamera. CHOI YOUNG-HWAN
Schnitt. KIM SANG-BUM . KIM JAE-BUM
Darsteller. HA JUNG-WOO . HAN SUK-KYU . GIANNA JUN . RYOO SEUNG-BUM u.a.

Review Datum. 2017-03-24
Erscheinungsdatum. 2013-07-26
Vertrieb. SPLENDID

Bildformat. 2.35:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . KOREANISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH . NIEDERLÄNDISCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
THE BERLIN FILE ist ein weiterer inhaltlich und inszenatorisch sehr solide umgesetzter Agenten-Thriller aus der nach wie vor boomenden Kinoindustrie Südkoreas. Wie von südkoreanischen Produktionen gewohnt, sind Kamera, Schnitt, Musik und die schauspielerischen Leistungen absolut vorbildlich. Aus der Masse ähnlich gelagerter Filme sticht der aufwendig produzierte Blockbuster aber in erster Linie durch den ungewöhnlichen Handlungsort und dem daraus resultierenden internationalen Anstrich heraus. Statt der grellen Glitzerwelt asiatischer Großstädte gibt es die (oftmals graue) Kulisse Berlins zu bestaunen.

Jong-seong (Ha Jung-woo) lebt als nordkoreanischer Agent zusammen mit seiner Frau Jung-hee (Gianna Jun) in Berlin, wo beide ein unauffälliges Leben führen. Als ein Waffendeal schief läuft, gerät Jong-seong ins Visier des südkoreanischen Agenten Jung Jin-soo (Han Suk-kyu). Darüber hinaus steht seine Frau im Verdacht eine Überläuferin zu sein und mit dem gegnerischen Geheimdienst zusammenzuarbeiten. Jong-seong muss sich fortan mit beiden Lagern auseinandersetzen. Die Zeit drängt, denn ein weiterer Geheimagent zieht eine Blutspur durch die deutsche Hauptstadt und ist dem Ehepaar dicht auf den Fersen.

Abgesehen von ein paar wenigen Längen und vereinzelten Passagen, die allzu geschwätzig daherkommen, kann man THE BERLIN FILE nicht viel vorwerfen. Der Spannungsbogen wird geschickt aufgebaut und bis zum Ende konstant hoch gehalten. Der Plot entfaltet sich glaubwürdig und ist ausreichend komplex, ohne diesbezüglich allzu verschlungene Story-Pfade zu beschreiten. Die Action ist sauber choreographiert und mit der nötigen Härte gewürzt. Die dramatischen Einschübe sind wohldosiert und sogar für leisen Humor ist Platz, was einmal mehr beweist wie geschickt das südkoreanische Kino die unterschiedlichen Spielarten moderner Unterhaltung beherrscht.

Dennoch fehlt dem Film das besondere Etwas. Das ist alles zweifellos sehr ordentlich produziert und mitunter durchaus mitreißend erzählt, unterm Strich ist allerdings auch dieser Genre-Film wenig einprägsam. Die edle Optik täuscht nicht darüber hinweg, dass innerhalb der sorgfältig aufgesetzten Spionage-Geschichte die nötigen Ecken und Kanten fehlen. Die zahlreichen Wendungen bleiben zudem vollkommen überraschungsfrei. Wirkliche Aha-Momente sind abseits der explosiven Action nicht auszumachen. Als echtes Highlight geht THE BERLIN FILE daher nicht ganz durch. Ein sehr souveräner Beitrag zum nach wie vor sehr populären Agentenfilm-Genre ist der Film aber allemal.

DVD.
Die deutschsprachige DVD-Veröffentlichung von Splendid kommt mit Wendecover und überzeugt mit einer tollen Bild- und Tonqualität. Die Synchronisation ist nicht unbedingt erstklassig, aber insgesamt noch annehmbar. Für Originalton-Puristen werden optional deutsche Untertitel angeboten.








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