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KAPITELWAHL

WOLFCOP (Kanada 2014)

von André Becker

Original Titel. WOLFCOP
Laufzeit in Minuten. 79

Regie. LOWELL DEAN
Drehbuch. LOWELL DEAN
Musik. SHOOTING GUNS
Kamera. PETER LAROCQUE
Schnitt. MICHAEL GEORGE . MARK MONTAGUE
Darsteller. LEO FAFARD . AMY MATYSIO . SARAH LIND . CORINNE CONLEY u.a.

Review Datum. 2015-04-15
Erscheinungsdatum. 2014-11-18
Vertrieb. ASCOT ELITE

Bildformat. 1.78:1 (1080p)
Tonformat. DEUTSCH (DTS-HD 5.1) . ENGLISCH (DTS-HD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Die Auseinandersetzung mit dem Werwolf-Mythos ist eine Konstante in der Geschichte des Horrorfilms. Gerne werden dabei humoristische Töne angeschlagen, wenngleich sich eine Vielzahl von Filmen immer wieder auf ernsthafte Weise der Thematik nähert. Auch WOLFCOP widmet sich seinem Sujet primär überdreht-humorvoll. Obwohl der Film auf vielen Ebenen Pluspunkte generiert, kann die Horror-Comedy aber nicht vollends überzeugen.

Der Polizist Lou Garou (Leo Fafard) ist nicht unbedingt ein vorbildlicher Gesetzeshüter. Der Kleinstadt-Cop ist meist mehr damit beschäftigt seinen Alkoholpegel auf einem Level zu halten, als die bösen Buben der Stadt einzulochen und für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Sein wenig spannendes Leben ändert sich schlagartig als er eines Nachts Opfer eines okkulten Rituals wird und sich fortan bei Vollmond in einen Werwolf verwandelt. Für Garou hat die wiederkehrende Verwandlung in ein haariges Wolfswesen allerdings durchaus positive Seiten. Zwar gestaltet sich die Transformation nicht unbedingt schmerzfrei, der Werwolf-Modus verleiht ihm aber praktischerweise ebenfalls ungeahnte Kräfte, so dass der versoffene Cop endlich etwas gegen die Kriminalität vor Ort tun kann.

Die zweite Regie-Arbeit (nach dem grobschlächtigen Schocker 13 EERIE - WE PREY FOR YOU von Lowell Dean punktet vor allem durch den ungebremsten Willen innerhalb der kurzen Laufzeit möglichst viele abgedrehte Ideen und Over-the-top-Sequenzen einzubinden. Das fängt bei der ersten Verwandlung unseres Helden auf einer ranzigen Kneipentoilette an und endet kurz vorm Abspann, wenn der Film dem Publikum noch einmal ein paar handgemachte und grotesk-blutige Splatter-Effekte um die Ohren haut.

Letztendlich wünscht man sich als Zuschauer trotzdem alles eine Nummer größer und spektakulärer. Highlight des Films ist eindeutig die Szene, in der Garou wild chargierend in einer Scheune einen Haufen Gangster aufmischt und hier wunderbar enthemmt ein wahres Schlachtfeld hinterlässt. WOLFCOP schafft es jedoch nicht im weiteren Filmverlauf das Spaß-Niveau eben dieser Sequenz ein weiteres Mal zu erreichen, oder gar gezielt zu steigern.

Weiterhin sind einige Gags zu vorhersehbar aufgebaut, was zur Folge hat, dass diesbezüglich leichte Ermüdungserscheinungen auftreten. Insgesamt ist der hierzulande beim Fantasy Film Fest uraufgeführte Film dennoch recht spaßig anzuschauen und erfreut mit vielen routiniert getricksten Effekten, hohem Tempo und soliden Darstellern. Was bleibt ist ein betont trashiger B-Movie, der zwar ein wenig Potential ungenutzt lässt und nicht über genug Schauwerte für einen echten Knaller verfügt, alles in allem aber kurzweilig unterhält und zumindest zeitweise sein Thema wunderbar irrsinnig auf die Spitze treibt.

BLU-RAY.
Die hier vorliegende Blu-ray aus dem Hause Ascot Elite kommt im Wendecover und ist technisch gesehen absolut einwandfrei. Sowohl die Bildqualität, als auch der Sound in DTS-HD 5.1 sind vorbildlich. Die Synchronisation erreicht zwar nicht unbedingt Weltklasseniveau, ist aber unterm Strich noch hinreichend professionell. Auf der Scheibe befinden sich zudem jede Menge Extras (u.a. Audiokommentar, Musikvideo und exklusiv nur auf der Blu-ray ein Making of).








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