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KAPITELWAHL

HIDDEN (Italien/Kanada 2011)

von André Becker

Original Titel. HIDDEN
Laufzeit in Minuten. 78

Regie. ANTOINE THOMAS
Drehbuch. ALAN SMITHY . ALANA SMITHY
Musik. PIERRE BOUCHARD . BRUNO VENTURA . FABRIZIO BACHERINI
Kamera. BENOIT BEAULIEU
Schnitt. YVAN THIBAUDEAU
Darsteller. SEAN CLEMENT . SIMONETTA SOLDER . JORDAN HAYES . JASON BLICKER u.a.

Review Datum. 2013-09-13
Erscheinungsdatum. 2011-12-16
Vertrieb. UNIVERSUM FILM

Bildformat. 1.77:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. keine
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
HIDDEN ist ein sehr dankbarer Film. Zumindest wenn es darum geht einen B-Film mal wieder so richtig auseinanderzunehmen und sich mit einem gnadenlosen Verriss eines miesen Gruselstreifens gehörig auszutoben. Glücklicherweise macht das Billigfilmchen nämlich so ziemlich alles falsch, was man so falsch machen kann. Insofern lassen sich schön die einzelnen Defizite, wie auf einer Liste, quasi abhaken.

Brian staunt nicht schlecht als er erfährt, dass ihm seine kürzlich verstorbene Mutter, die umstrittene Ärztin Dr. Susan Karter, ein altes geheimnisvolles Haus in den Bergen vermacht hat. Einst fungierte das von der Außenwelt abgeschiedene Gebäude als Suchtklinik, in dem angeblich ethisch nicht einwandfreie Experimente mit den Patienten durchgeführt wurden. Fasziniert von der Geschichte fasst Brian den Entschluss den Ort zu erkunden. Mit ein paar Freunden im Schlepptau macht sich der junge Mann auf, dass Geheimnis der alten Klinik zu lüften.

Zunächst zur Story: Vollkommen überraschungsfrei, uninteressant und ohne den Hauch eigener Ideen dümpelt die Handlung vor sich hin. Die eindimensionalen Charaktere verkommen da fast schon zwangsläufig zur Randnotiz und untermauern die Lieblosigkeit mit dem hier ein Drehbuch zusammengezimmert wurde. Selbstverständlich läuft der ganze Käse dann auch noch absolut spannungsfrei ab. Schneckentempo ist Trumpf. Langeweile ständiger Begleiter bei den viel zu langen 78 Minuten.

Und die Darsteller? Taugen die was? Natürlich nicht. Die kompletten Amateure bekommt man zwar nicht vorgesetzt, überzeugende schauspielerische Leistungen sehen aber auch definitiv anders aus. Die Darsteller agieren vielmehr äußerst unmotiviert und schnell drängt sich der Eindruck auf, dass hier wahrscheinlich niemand so richtig Bock auf den Film hatte.

Gute Effekte sucht man erwartungsgemäß auch vergebens. Die wenigen vorhandenen CGI verdeutlichen dagegen nur allzu offensichtlich das schmale Budget und das Unvermögen der Beteiligten mit diesen begrenzten Mitteln umzugehen. Zahlreiche kostengünstige B-Filme haben gezeigt, dass nicht notwendigerweise ein Millionenpaket nötig ist, um gelungene Effekte aus dem Hut zu zaubern. Egal, HIDDEN bleibt auch in diesem Kontext ein konsequenter Rohrkrepierer. Die obligatorischen Schocks, die vereinzelt eingestreut werden, verpuffen ebenfalls und verfehlen allesamt die angepeilte Wirkung. Selbst Zuschauer die mit den Regeln und Mechanismen des Horrorfilms nicht besonders vertraut sind, dürften sich ein herzhaftes Gähnen daher kaum verkneifen.

Alles in allem ist HIDDEN somit ein Reinfall allererster Güte geworden. Ein erschreckend langweiliger Möchtegern-Gruselstreifen, der mit einem mageren Skript, angeödeten Schauspielern und einer gänzlich lahmarschigen und blutleeren Inszenierung sein Publikum bereits nach kürzester Zeit zum Ausschalten bewegt.

DVD.
Auf der technischen Ebene erzielt der Film ganz annehmbare Ergebnisse. Bild- und Tonqualität sind solide und können durchaus gefallen. Alternativ gibt's den Film auch in einer 3D-Version, die für diese Rezension allerdings nicht vorlag. Die deutsche Synchronisation ist nicht unbedingt auf Kino-Niveau für eine Direct-to-DVD Veröffentlichung aber noch im annehmbaren Rahmen.








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