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KAPITELWAHL

CHERNOBYL DIARIES (USA 2012)

von Hasko Baumann

Original Titel. CHERNOBYL DIARIES
Laufzeit in Minuten. 82

Regie. BRAD PARKER
Drehbuch. OREN PELI
Musik. DIEGO STOCCO
Kamera. MORTEN SOBORG
Schnitt. STAN SALFAS
Darsteller. JESSE MCCARTNEY . OLIVIA DUDLEY . DEVIN KELLEY . DIMITRI DIATCHENKO u.a.

Review Datum. 2013-06-03
Erscheinungsdatum. 2012-10-26
Vertrieb. WARNER HOME VIDEO

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Verlassene Orte sind einfach the shit. Leere Häuser, runtergekommene Industrieanlagen, vergessene Hotels, verwaiste U-Bahn-Schächte - wo könnte mehr Böses in den Schatten lauern, wo der Sensenmann seine knochigen Finger besser walten lassen? Für Fotografen sind diese totenstillen Orte genauso reizvoll wie für dangerseekers und sonstige Mutproben-Fans. In der Hitliste der Orte, die niemand bereist, steht Pripyat ganz oben. Die Tschernobyl-Katastrophe hat die Arbeiterstadt einst menschenleer gemacht, und man findet nur wenige Plätze auf der Welte, die ähnlich ungemütlich sind, angesext natürlich mit dem Nervenkitzel der drohenden Verstrahlung.

Eben jenen Ort macht sich der mit einer Million Dollar typisch schmal budgetierte Horrorfilm CHERNOBYL DIARIES zunutze, zum Glück nicht, wie der Titel irgendwie suggeriert, im FoundFootage-Stil, sondern als quasi klassischer Grusler mit der schleichenden Bedrohung in der Hinterhand. Ein Haufen junger amerikanischer Kids bereist Europa und will sich den Thrill des "Extremtourismus" nicht nehmen lassen. Der russische Guide bringt sie mit dem Kleinbus nach Pripyat, wo mutierte Fische im Wasser liegen und in einer recht beeindruckenden Szene ein Braunbär durch die leeren Flures eines Mietshauses poltert. Pünktlich zum Sonnenuntergang springt der Kleinbus nicht mehr an und die kleine Reisegruppe bekommt unliebsame Gesellschaft.

So weit, so gut, und eben tatsächlich "so gut", da CHERNOBYL DIARIES trotz überschaubarer Locations und bestenfalls adäquat agierender junger Akteure sein Versprechen bis dahin weitestgehend einlöst. Die reizvolle Prämisse findet sich wieder in der bewusst unspektakulären Machart, die die Bedrohung in der Ruhe sucht und nicht, wie so viele aktuelle amerikanische Horrorfilme, im Schockgetöse einer hyperaktiven Tonspur. Leider verbringen die Protagonisten den restlichen Film ausschließlich damit, im Dunkeln herumzutappen, bis wenig angsteinflössende Gummimutanten ihrer habhaft werden. Ein betont zynischer Schluß, der sich mehr oder weniger vor Romeros NIGHT OF THE LIVING DEAD verneigt, rettet da auch nichts mehr. Wie schade.

DVD.
Anstrengende deutscheSynchro, sonst einwandfreie Major-DVD mit überflüssigen Extras (alternatives Ende und ein, oh je, "Verschwörungsvideo").








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