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KAPITELWAHL

KINDER DES ZORNS: GENESIS - DER ANFANG (USA 2011)

von Sandra Schröder

Original Titel. CHILDREN OF THE CORN: GENESIS
Laufzeit in Minuten. 78

Regie. JOEL SOISSON
Drehbuch. JOEL SOISSON
Musik. JACOB YOFFEE
Kamera. ALEXANDRE LEHMANN
Schnitt. PHILIP MANGANO
Darsteller. KELEN COLEMAN . TIM ROCK . BILLY DRAGO . DIANE PETERSON u.a.

Review Datum. 2013-04-27
Erscheinungsdatum. 2012-09-06
Vertrieb. SUNFILM

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DTS/DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Dass die Erwartungen an die siebte Fortsetzung eines Stephen King Klassikers nicht allzu hoch ist, kann man niemandem vorwerfen. Allerdings vermögen es auch diese Filme eines Besseren zu belehren. So sorgt die Anfangssequenz von KINDER DES ZORNS: GENESIS - DER ANFANG für viel Gänsehaut: eine Vorstadtromantik in den frühen 70er Jahren wird schlagartig zum Alptraum, als es ein junger Soldat am Tag seiner Heimkehr aus dem Krieg mit den altbekannten Wonneproppen aus Gatlin aufnehmen muss. Hier schafft Regisseur Joel Soisson eine scheinbar sichere und freudige Situiation, die er auf reizvolle Weise ins Gegenteil verkehrt und so ein sehr beunruhigendes Setting kreiert.

Der restliche Film wechselt dann zwar in die Gegenwart, verliert aber nichts von seiner recht stimmungsvollen Bildgestaltung, als ein junges Pärchen in der amerikanischen Pampa mit dem Auto liegen bleibt. Zum Glück befindet sich in der Nähe ein einsames Haus, dessen unheimliche Bewohner ein Priester und seine Frau sind. Wie es sich gehört, witzeln die beiden Großstädter am Anfang noch über ihre Situation. Die Stimmung schlägt allerdings schlagartig um, als Allie im Schuppen ein eingesperrtes und verwahrlostes Kind findet.

Dass es sich hierbei um das reinkarnierte Böse handelt, ist nicht das Einzige, was einem eine Spur zu bekannt vorkommt. Beim Horrorfilm handelt es sich ja eigentlich um ein Genre, dass davon lebt, sich immer wieder neue Grenzen zu suchen, um sie zu überschreiten. Leider sind in KINDER DES ZORNS: GENESIS - DER ANFANG weder große Überraschungen zu erwarten, noch verfügt der Film über eine ausgereifte Story. Die Steine, die dem Paar in den Weg gelegt werden, um den Ort des Schreckens wieder zu verlassen, sind viel zu vorhersehbar. Da wo andere Filmemacher innovativ werden, bedient sich der Film von vorne bis hinten an schon oft da Gewesenem.

Das alles lässt die Handlung so unendlich dröge vor sich hin plätschern, dass man sich nichts sehnlichster als einen dramaturgischen Höhepunkt herbeisehnt, der leider niemals kommen wird. Über die Backgroundstory informiert der Priester in zähen und minutenlangen Monologen. Das kann man filmisch definitiv geschickter lösen z.B. mit stimmungsvollen Szenen aus der Vergangenheit, die den Gruselfaktor immer steigen lassen.

Die etwas unrealistisch wirkende Maske verhärtet den Verdacht, dass hier einfach das Budget zu klein war. Als dann auch noch am Ende ein Baby auf dem Arm einer Frau vom Zuschauer so offensichtlich als Puppe identifiziert werden kann, dass es lächerlich wirkt, bringt das einem zu dem Resumé, dass die erste Annahme manchmal die Richtige ist: Sequels können leider nur selten an den Erfolg des Originals anknüpfen. Nur etwas für echte Fans!

DVD.
Das Menü ist nicht grade liebevoll gestaltet. Die Synchronisation ist völlig okay. Als Extras stehen recht unspeltakuläre Trailer bereit.








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