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KAPITELWAHL

AMERICAN FIGHTER (USA 1985)

von Hasko Baumann

Original Titel. AMERICAN NINJA
Laufzeit in Minuten. 92

Regie. SAM FIRSTENBERG
Drehbuch. PAUL DE MIELCHE
Musik. MICHAEL LINN
Kamera. HANANIA BAER
Schnitt. ANDY HORVITCH
Darsteller. MICHAEL DUDIKOFF . STEVE JAMES . JUDIE ARONSON . JOHN FUJOKA u.a.

Review Datum. 2013-03-19
Erscheinungsdatum. 2012-01-20
Vertrieb. 20TH CENTURY FOX

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 2.0) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH . ENGLISCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Aus 400 Bewerbern hat Regisseur Sam Firstenberg seinen AMERICAN NINJA damals ausgewählt, wie er im Interview zu erzählen weiß. Seine Wahl fiel, wie wir wissen, auf Ex-Model Michael Dudikoff, der in drei der vier AMERICAN NINJA-Filme (im Deutschland aus mir nicht bekannten, womöglich kommerziellen Gründen in AMERICAN FIGHTER umbenannt) und blieb der Welt, oder wenigstens einem überschaubaren, genreaffinen Teil davon, als schöner Blondschopf in Erinnerung. Tatsächlich war Dudikoff irgendwie der Markus Lanz des 80er-Actionfilms: guckte immer angestrengt ernst, als würde ihn die Sonne blenden, und von seiner eigentlichen Aufgabe (Martial Arts) hatte er im Grunde keine Ahnung. Sah aber gut aus.

So steht er denn am Anfang von AMERICAN FIGHTER als Soldat Joe Armstrong in Army-Klamotten rum und lässt sich von den anderen uniformierten Affen partout nicht provozieren; das konsequente Geschweige und Gegucke kommt allerdings reichlich psycho rüber. Gut, daß gleich was passiert - Armstrongs Militärkonvoi wird überfallen und die Tochter des Generals (die süße Judie Aronson, die sich beim Dreh von FREITAG DER 13. - DAS LETZTE KAPITEL eine Lungenentzündung holte) drangsaliert. Das kann Armstrong/Dudikoff nicht dulden! Seelenruhig beobachten die bösen Jungs, immerhin mit Maschinengewehren bewaffnet, wie der schweigsame Fighter ihnen auf die Glocke haut; jeder wartet brav, bis er an der Reihe ist. Plötzlich springen schwarze Ninjas wie die wilde Wutz aus dem Gebüsch und hauen mit! Armstrong und die schöne Tochter können im Getümmel entkommen, doch die Gerettete mokiert sich vor allem darüber, daß ihr die Schuhe verlustig gehen und Armstrong ihren Rock zerreißt. Wenige Filmminuten später allerdings, nanu, verzehrt sie sich schon vor Sehnsucht nach dem edlen Ritter und möchte ihn auch alsbald ins Bett ziehen!

Harte Konkurrenz bekommt sie allerdings von Sergeant Curtis Jackson (im besten Village People-Modus verkörpert von Steve James). Der will dem gedächtnisverlustigen Armstrong, der nicht weiß, wer er ist und warum er so kämpfen kann, vor versammelter Mannschaft auf die Omme hauen. Als Armstrong den Spieß umdreht, sind er und Jackson plötzlich beste Freunde! Fortan ziehen die beiden süßen Boys Seite an Seite in den Kampf und hauen illegalen Waffenschiebern und vermummten Ninjas aufs Maul, bis die Sonne über den Phillipinen wieder hell und fröhlich strahlt. Unvergeßlich die Szene, in der ein Jeep mit Steve James auf der Ladefläche heranbraust und dieser wie wild ein installiertes Maschinengewehr abfeuert. Nein, Sam Firstenberg ist kein großer Regisseur und sein AMERICAN FIGHTER hat Staub angesetzt. Aber vergnüglich ist dieser Cannon-Böller dann irgendwie doch.

DVD.
Schöne Präsentation, von der MGM-DVD bekannt, in satten Farben und gutem Ton. Die deutsche Synchro ist okay, obwohl Dudikoff mit Rick Moranis-Stimme mich nach wie vor irritiert und der selige Kutte nicht nur Steve James, sondern auch die anderen schwarzen Soldaten spricht. Richtig geil ist der alte Trailer, der mit nebelverblasenen Shots von Ninja Dudikoff ganz schön heiß auf den Film macht.

AMERICAN FIGHTER wurde mittlerweile vom Index gestrichen und ist ungeschnitten mit einer FSK 16 freigegenen!








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