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KAPITELWAHL

THE SHRINE (Kanada 2010)

von André Becker

Original Titel. THE SHRINE
Laufzeit in Minuten. 81

Regie. JON KNAUTZ
Drehbuch. JON KNAUTZ
Musik. RYAN SHORE
Kamera. JAMES GRIFFITH
Schnitt. MATTHEW BRULOTTE
Darsteller. AARON ASHMORE . CINDY SAMPSON . TREVOR MATTHEWS . VIESLAV KRYSTYAN u.a.

Review Datum. 2013-03-12
Erscheinungsdatum. 2012-01-27
Vertrieb. I-ON NEW MEDIA

Bildformat. 1.77:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (/DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Mit JACK BROOKS: MONSTER SLAYER überzeugte der kanadische Regisseur Jon Knautz vor fünf Jahren mit einer gelungenen und erfrischend abgedrehten Mischung aus Horror, Action und augenzwinkernder Komödie. Sein neuester Streich THE SHRINE geht dagegen in eine völlig andere Richtung, beweist jedoch erneut dass Knautz sein Handwerk versteht und im gegenwärtigen B-Filmsektor zu den talentiertesten Filmemachern gezählt werden muss.

Osteuropa muss mal wieder als Ort des Grauens herhalten. Die Reise in ein abgelegenes Dorf in Polen, in dem bereits mehrere Personen auf unerklärliche Weise verschwunden sind, entpuppt sich für ein Gruppe junger Journalisten als mörderischer Trip in die Abgründe der Finsternis. Die äußerst feindselig agierenden Dorfbewohner gehören einem alten heidnischen Kult an, der schnell die ersten Menschenopfer fordert und die Journalisten in einen Strudel aus Terror und Gewalt reißt.

Die irgendwo zwischen Okkultthriller und klassischen Horrorelementen pendelnde Story gehört sicherlich nicht zu den großen Stärken des Films. Knautz konzentriert sich vielmehr darauf das wenig komplexe und in den jeweiligen Genrekonventionen tief verwurzelte Handlungsgerüst effektiv für den Aufbau einer unheilvollen Atmosphäre zu nutzen und vor allem die Spannungsschraube sukzessive anzuziehen. Die grundsolide Kamera bleibt dabei stets nah am Geschehen und wahrt in den erforderlichen Sequenzen die nötige Distanz. Wenn im letzten Drittel die Gewalt über die Protagonisten hereinbricht, setzt THE SHRINE auf kurze, aber nichtsdestotrotz wirksame Einstellungen. Die Schockmomente sitzen, werden jedoch nicht, wie so oft in weniger gekonnt inszenierten Produktionen, inflationär und ohne Gespür für das richtige Timing eingesetzt.

Auch die Make-up-Effekte sind für einen direct-to-dvd-Film überdurchschnittlich gut und glücklicherweise schön old school, ohne überflüssigen Einsatz von CGI. Ebenfalls positiv bleibt der Score in Erinnerung, der erstaunlich unaufdringlich ausfällt, in den richtigen Momenten aber kongenial die dichte Atmosphäre der Bilder unterstützt. Darüber hinaus sind auch die schauspielerischen Leistungen sehr routiniert, so dass THE SHRINE mit besseren Darstellern als so mancher Big-Budget Horror made in Hollywood punkten kann. Insbesondere Cindy Sampson überzeugt in der Hauptrolle und schafft es ihrer Figur die nötige Tiefe zu verleihen.

THE SHRINE ist somit ein echter Geheimtipp und unbedingt sehenswert. Sicherlich nicht mit dem Potential zum Kultfilm, denn dafür bewegt sich Jon Knautz doch zu sehr in den engen Grenzen des Horrorfilms ohne wirklich neue Akzente zu setzen. Davon abgesehen schafft es die Produktion allerdings ein hochgradig spannendes und inszenatorisch schnörkelloses Spektakel abzuliefern, dass sich sehr fokussiert auf das Wesentliche beschränkt und genreaffine Zeitgenossen zudem mit gelungenen Schocks unterhält.

DVD.
Gute, bis sehr gute Bild- und Tonqualität, eine ordentliche Synchronisation und eine auch sonst überaus gelungene Präsentation. Im Verkauf auch erhältlich als Special-Blu-ray in 3-D.








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