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KAPITELWAHL

DEAD SPACE: AFTERMATH (USA 2011)

von Marc Zeller

Original Titel. DEAD SPACE: AFTERMATH
Laufzeit in Minuten. 75

Regie. MIKE DISA
Drehbuch. BRANDON AUMAN . CHUCK BEAVER . MIKE DISA . JOE GOYETTE
Musik. CHRISTOPHER TIN
Kamera. -
Schnitt. STEVEN FAHEY
Darsteller. RICARDO CHAVIRA . TRAVIS CLARK . YORGO CONSTANTINE . CURT CORNELIUS u.a.

Review Datum. 2013-03-03
Erscheinungsdatum. 2012-01-27
Vertrieb. I-ON NEW MEDIA

Bildformat. 2.40:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. keine
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Früher war alles leichter: Da gab es Filme. Und es gab Bücher. Manchmal wurden Bücher verfilmt, oder es gab andersherum das obligatorische, meist dürftig geschriebene "Buch zum Film". Heute muss man noch in einem weiteren Medium zuhause sein, wenn man die Filmwelt in ihrer ganzen Breite erschließen will: Seit PC- und Konsolengames zum Mainstream geworden sind und nicht selten so viel kosten wie ein mittlerer Movie-Blockbuster, komplettiert die Unterhaltungsindustrie ihre Franchises mit Games zu Filmen oder, wenn auch seltener, Filmen zu Spielen.

Nachdem der Horror-Shooter "Dead Space" im Jahr 2008 mit markerschütternden Schockeffekten und unheilvoller Atmosphäre selbst Gruselveteranen das Fürchten lehrte, fuhr Electronic Arts wenig später den Zeichentrick-/Animationsfilm DEAD SPACE: DOWNFALL auf, der die Vorgeschichte zum Spiel erzählte. Passend zur Veröffentlichung des Sequels "Dead Space 2" soll ein zweiter Film, DEAD SPACE: AFTERMATH, die Geschichte zwischen dem ersten und dem zweiten Game erzählen.

Wer das alles jetzt schon zu kompliziert fand und ohnehin nichts mit der Reihe am Hut hat, sei beruhigt: Man kann DEAD SPACE: AFTERMATH auch als Nichtzocker verstehen - sooo komplex ist das Serien-Universum sowieso nicht. Mehr davon haben natürlich Kenner der Spiele, denn die verstehen auch die eine oder andere Anspielung, die der Film zu bieten hat.

Erzählt wird die Geschichte des Raumschiffs O'Bannon, das eigentlich die Vorgänge auf der Ishimura, die im ersten "Dead Space" von unheimlichen Wesen heimgesucht wurde, untersuchen sollte. Doch als der Kontakt zur Crew abbricht und ein weiteres Schiff, die Abraxas, zur Bergung geschickt wird, werden nur noch mehr Fragen aufgeworfen - denn bis auf vier Überlebende ist die gesamte Besatzung der O'Bannon tot. Erst die nacheinander geführten Verhöre der Crewmitglieder offenbaren die ganze grauenvolle Tragödie, die sich in den Tiefen des Alls abgespielt hat ...

Die Rahmenhandlung von DEAD SPACE: AFTERMATH zeigt die genannten Verhöre in computergenerierter 3D-Optik, die einem kalte Schauer über den Rücken jagt - allerdings nur deshalb, weil sie so miserabel animiert ist, dass sich selbst ein durchschnittlicher Browsergame-Entwickler dafür in Grund und Boden schämen müsste. Glücklicherweise sehen die gezeichneten Sequenzen, in denen die Berichte der Crewmitglieder gehalten sind, deutlich besser aus. Die einzelnen Episoden geben stilistisch einiges an Potential her, da sie alle unterschiedlich gestaltet sind - ein kleiner Kniff, der jedoch für die Gesamtwirkung leider eher unerheblich bleibt. Zu formelhaft wird der Erzählfluss immer wieder durch die lächerlichen CGI-Teile unterbrochen, in denen jäh jeder Anflug von Spannung flöten geht. Überraschungen sucht man vergeblich, während der immer wieder ruckartig gebremste Zug unaufhaltsam Richtung vorhersehbares Ende zuckelt.

Hätte man den durchaus vorhandenen Ideen auch mal ein wenig Raum gegeben, wäre DEAD SPACE: AFTERMATH zumindest für Genre-Enthusiasten durchaus einen Blick wert gewesen. So bleibt er ein verschenkter Billigsnack für "Dead Space"-Sammelwütige, den auch einige blutige Einlagen nicht vor dem gammeligen Nachgeschmack retten können.

DVD.
Das Bild der I-ON NEW MEDIA-DVD geht als mittelprächtig durch, der Ton ist jedoch bestenfalls ein fader Nachhall der grandiosen Soundkulisse, die die Games auf die Ohren donnern ließen. Mager auch das Bonusmaterial: Außer einer Trailershow ist nichts dabei.








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