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KAPITELWAHL

PRIMAL (Australien 2010)

von André Becker

Original Titel. PRIMAL
Laufzeit in Minuten. 80

Regie. JOSH REED
Drehbuch. NIGEL CHRISTENSEN
Musik. ROB GIBSON
Kamera. JOHN BIGGINS
Schnitt. JOSH REED
Darsteller. KREW BOYLAN. LINDSAY FARRIS. REBEKAH FOORD. WIL TRAVAL u.a.

Review Datum. 2012-11-18
Erscheinungsdatum. 2011-09-22
Vertrieb. SONY PICTURES

Bildformat. 2.35:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Durch die nach wie vor allgegenwärtige Flut austauschbarer Genrefilme made in Hollywood neigt man als Rezipient schnell dazu Produktionen anderer Länder qualitativ zu verklären. Sicher gibt es oft entscheidende Unterschiede in Punkto Inszenierung und Herangehensweise ans Sujet, aber häufig wird einem derselbe Quark nur mit anderen Darstellern vorgesetzt. Das gilt insbesondere für das per se nicht gerade dynamische Horrorgenre der letzen Dekade. Insofern bleibt eins gleich vorweg festzuhalten: PRIMAL ist zwar eine australische Produktion, darüber hinaus sind die Unterschiede zu gängigen amerikanischen Werken allerdings eher marginal. Das ist aber auch gar nicht weiter schlimm, denn in vielerlei Hinsicht erfüllt der Film die Erwartungen und einige positive Überraschungen hält der blutige Horrorstreifen ebenfalls bereit.

Als sich sechs Twenty-Somethings im australischen Outback auf den Weg zu einer geheimnisvollen, mit mysteriösen Wandbemalungen versehenen, Höhle machen ahnen sie noch nicht, dass ihnen in den nächsten Tagen ein erbarmungsloser Überlebenskampf bevorsteht. Im nahe gelegenen Badesee lauert ein todbringender Virus, der die Infizierten sukzessive in blutdürstige Bestien verwandelt. Nachdem die erste Person infiziert wurde schaffen es die restlichen Fünf zunächst die Situation unter Kontrolle zu bringen. Das Virus ist jedoch nicht so einfach zu stoppen und die eigentliche Gefahr wartet in der Höhle.

PRIMAL setzt bereits in der ersten Hälfte auf ein hohes Tempo und wenige Verschnaufpausen. Schnell ist klar wohin die Reise storytechnisch geht und welche Person im Verlauf der Handlung welche Rolle einnimmt. Natürlich sind die Protagonisten dabei äußerst klischeehaft gezeichnet, aber immerhin gehen sie einem nicht nach kürzester Zeit auf den Keks (ein großes Problem zahlreicher amerikanischer Horrorproduktionen der letzen Jahre). Diesbezüglich macht sich der Film nichts vor und konzentriert sich lieber auf einen effektiven Spannungsaufbau und die Vermeidung von Leerlauf.

Im letzten Drittel wird dann noch mal der Ekelfaktor ein wenig noch oben geschraubt, so dass auch die Splatter-Fraktion auf ihre Kosten kommt. Zum Schluss folgt schließlich der obligatorische Plottwist, der diesmal allerdings gar nicht mal so fehl am Platz daherkommt und den Film auf positive Weise in die Trash-Ecke rückt. Zusammen mit den souveränen Darstellern und der guten Kameraarbeit umschifft der Film zudem gekonnt den erwartbaren B-Film-Look und wirkt daraus resultierend eher wie eine A-Klasse Produktion.

Als Zuschauer wird man daher kurzweilig und ohne großartige inszenatorische Patzer unterhalten. Natürlich bewegt sich PRIMAL in sehr überschaubaren Grenzen. Der arthousefilmaffine Cineast wendet sich selbstredend mit Grausen ab und für einige Genrefans mögen die Schauwerte (sprich: Make-up Effekte) nicht ausufernd genug sein. Davon abgesehen bietet der Film mit den entsprechend angepassten Erwartungen insgesamt aber nur wenig Angriffsfläche.

DVD.
Leider wurde bei der deutschen Fassung (kaufhaustaugliche KJ Freigabe) die Schere angesetzt. Auf die eine oder andere Einstellung muss man dementsprechend hierzulande gezwungenermaßen verzichten. Da es sich jedoch nur um ein paar Sekunden handelt, ist die deutsche Veröffentlichung noch halbwegs erträglich. Technisch gesehen ist die DVD nämlich ziemlich vorbildlich ausgefallen.








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