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KAPITELWAHL

ELITE FIGHTER (USA 1997)

von André Becker

Original Titel. TRUE VENGEANCE
Laufzeit in Minuten. 83

Regie. DAVID WORTH
Drehbuch. KURT JOHNSTAD
Musik. STEPHEN EDWARDS
Kamera. DAVID WORTH
Schnitt. RON CABREROS
Darsteller. DANIEL BERNHARDT . MILES O'KEEFFE . BEVERLY JOHNSON .GEORGE CHEUNG u.a.

Review Datum. 2012-09-08
Erscheinungsdatum. 2012-01-17
Vertrieb. IMPERIAL PICTURES/KNM

Bildformat. 1.33:1
Tonformat. DEUTSCH (DD 2.0) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. keine
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Für kurze (oder vermutlich eher sehr kurze) Zeit sah es so aus, als ob Daniel Bernhardt der nächste hoffnungsvolle Stern am B-Actionfilmhimmel werden könnte. Bekanntermaßen hat das leider nur nicht wirklich geklappt. Nach den Hauptrollen in den ganz passablen Klopper-Streifen BLOODSPORT 2 - 4 und der reichlich trashigen, aber schwer unterhaltsamen Serie MORTAL KOMBAT: CONQUEST blieben die Jobangebote mehr oder weniger aus und Bernhardt verschwand in der Versenkung. Eigentlich schade, denn der bereits 1997 gedrehte und nun erstmalig auf DVD veröffentlichte ELITE FIGHTER ist ein ziemlich fetziges Actionbrett und zeigt, dass Herr Bernhardt durchaus das Zeug gehabt hätte, sich nachhaltig in das Gedächtnis anspruchsloser Actionjünger zu prügeln.

Klar, die Story ist natürlich komplett für die Tonne. Oder anders gesagt: Minimalistisch und geradezu klassisch für das Genre. Zum Weglaufen sind auch die Dialoge, die sich das Drehbuch so zusammenphantasiert hat. Was die schauspielerischen Leistungen angeht, beweget sich die Performance der Darsteller irgendwo zwischen unterirdisch und jenseits von Gut und Böse. Bernhardts agiert dermaßen hölzern, dass es schon wieder eine Freude ist und Miles O'Keeffe als Bad Guy linst mit genau einem Gesichtsausdruck in die Kamera. In den genannten Punkten ist ELITE FIGHTER also so ein richtig fieser Rohrkrepierer und eigentlich eine einzige Frechheit für den Cineast in uns. Aber, und hier kommt das entscheidende Detail: Die Action rockt einfach nur und entschädigt vollkommen für die herbe geistige Unterforderung in den wenigen ruhigen Momente.

Der hoch gekorierte Ex-Elitesoldat Alan Griffin (Daniel Bernhardt) lebt zurückgezogen mit seiner kleinen Tochter in einer idyllischen amerikanischen Großstadt und hat es bislang erfolgreich geschafft die gar traumatische Vergangenheit ruhen zu lassen. Mit der wohlverdienten Ruhe ist es jedoch endgültig vorbei, als der Großvater, zufälligerweise ein mächtiges Mitglied der Yakuza, Griffin aufspürt und ihn mithilfe seiner Enkelin als Geisel erpresst unliebsame Gegner aus dem Weg zu schaffen. Griffin sieht schließlich rot und kämpft sich im Alleingang zu seiner Tochter vor. Auch die Polizei ist ihm auf der Spur, was die Rettung seines Kindes noch einmal zusätzlich erschwert.

Regisseur David Worth (KICKBOXER) zeigt einen entfesselten Hauptdarsteller der in zahlreichen fulminanten Martial-arts Sequenzen und rasant inszenierten Shootouts a la John Woo zur Höchstform aufläuft und einige erinnerungswürdige Szenen abliefert. Insbesondere die Szene als Bernhardt mit zwei Knarren bewaffnet in einer Bar aufräumt kann hier überzeugen. Im Endeffekt muss jeder selbst entscheiden, ob ein paar gelungene Actionszenen ausreichen um einen ansonsten ziemlich miesen Film ausreichend aufzuwerten. ELITE FIGHTER kann mit der entsprechenden Herangehensweise (Hirn ausschalten!) allerdings eine Menge Spaß machen und bietet letztendlich genau die richtige Dosis Action. Insofern kommen anspruchslose Actionfans voll auf ihre Kosten und sollten angesichts der Fülle ordentlich krachender Baller- und Hau-Drauf-Sequenzen mehr als zufrieden sein.

DVD.
Zunächst einmal ist es natürlich sehr löblich diese kleine Perle überhaupt aus den Tiefen irgendwelcher verstaubten Regale zu holen und hierzulande in ungeschnittener Form (die TV-Ausstrahlungen waren gekürzt) zu veröffentlichen. Dennoch ist die deutsche Veröffentlichung eher mäßig ausgefallen. Angefangen beim schrecklichen Cover, über das mäßige Bonusmaterial, bis hin zum furchtbaren Vollbild im 4:3 Format. Hier wurde sich nicht sonderlich viel Mühe gegeben und das sieht man auch recht offensichtlich.








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