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KAPITELWAHL

PASSION PLAY (USA 2010)

von André Becker

Original Titel. PASSION PLAY
Laufzeit in Minuten. 94

Regie. MITCH GLAZER
Drehbuch. MITCH GLAZER
Musik. DICKON HINCHLIFFE
Kamera. CHRISTOPHER DOYLE
Schnitt. BILLY WEBER
Darsteller. MICKEY ROURKE . MEGAN FOX . BILL MURRAY . KELLY LYNCH u.a.

Review Datum. 2012-07-24
Erscheinungsdatum. 2012-02-16
Vertrieb. STUDIO CANAL

Bildformat. 2.35:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Mickey Rourke als versoffener und melancholischer Jazztrompeter, Megan Fox als engelsgleiches Mysterium mit Flügeln und Komikerlegende Billy Murray (!) als zwielichtiger Gangsterboss mit falschen Haaren. Bereits die seltsame Besetzung von PASSION PLAY ist mehr als ungewöhnlich, die dazugehörige Story setzt dem Ganzen aber noch die Krone auf.

Als sich der einst gefeierte Jazzmusiker Nate (sichtbar unterfordert und gelangweilt: Mickey Rourke) unwissend mit der Frau von Unterweltboss Shannon (Bill Murray) einlässt, scheint sein letztes Stündlein geschlagen zu haben. In der Wüste soll er von einem Schergen Shannons beseitigt werden, doch es kommt alles anders. Nate kann fliehen und streift verwirrt und ziellos durch die Wüste. Nach kurzer Zeit trifft er auf einen Wanderzirkus, der ihn unmittelbar in seinen Bann zieht. Insbesondere die Hauptattraktion, eine schöne junge Frau mit Flügeln namens Lily (Megan Fox), verschlägt ihm unversehens den Atem. Kurze Zeit später überschlagen sich die Ereignisse. Nate flieht mit der engelsgleichen Schönheit und verspricht ihr ein besseres Leben fernab der desillusionierenden Zirkuswelt. Vom psychopathischen Zirkusdirektor verfolgt kommen sich beide näher und Nate verliebt sich schließlich in die mysteriöse Frau. Hin und her gerissen zwischen seinen Gefühlen und der Angst doch noch von Shannon geschnappt zu werden, entscheidet er sich schließlich dazu, Kapital aus seiner Bekanntschaft zu schlagen und sich dadurch wieder mit Shannon gut zu stellen. Als ihm jedoch seine wahren Gefühlen klar werden, ist es schon zu spät. Shannon hat ganz eigene Pläne mit Lily.

PASSION PLAY bewegt sich irgendwo zwischen Drama, Fantasy, Liebesgeschichte und Märchen für Erwachsene und streift dabei ziellos und ohne eigene Note zu hinterlassen die einzelnen Genres. Kameramann Christopher Doyle, der in zahlreichen Hong Kong Produktionen der letzten Jahre hinter der Kamera stand und vor allem mehreren Filmen von Wong Kar Wai seinen Stempel aufgedrückt hat, sorgt zumindest für einige hübsche Bilder, so dass der in ALLEN weiteren Belangen vollkommen missglückte Murks, zumindest optisch ganz gut wegkommt. Davon abgesehen handelt es sich bei PASSION PLAY um eine astreine Gurke. Die vollkommen sinnbefreite Handlung zieht sich schleppend hin, die schauspielerischen Leistungen sind jenseits von Gute und Böse und irgendwie fragt man sich als Zuschauer permanent was das Ganze eigentlich soll. Der Film funktioniert dabei weder als Drama, noch als Fantasyfilm und schon gar nicht als modernes Märchen. Regisseur Mitch Glazer greift auf verschiedene Genreversatzstücke zurück, versäumt es fatalerweise aber die einzelnen Elemente wenigstens halbwegs aufeinander abzustimmen.

Zusammen mit dem Cast, der bereits auf dem Papier nach gnadenloser Fehlbesetzung aussehen musste und der fehlenden Dramaturgie (Spannung bleibt die quälend langen 90 Minuten ein Fremdwort) wirkt der Film insofern wie ein unausgegorenes und zudem schrecklich langweiliges Flickwerk ohne Sinn und Verstand. Die auf dem Backcover der Veröffentlichung hierzulande gezogenen Vergleiche mit den Meisterwerken WILD AT HEART und BLUE VELVET sind daher auch eine ziemliche Frechheit.

DVD.
Die DVD kommt im Wendecover und ist technisch gesehen auf der Höhe der Zeit. Das Bild ist gestochen scharf, die Farben klar und kontrastreich und die Tonqualität ist ebenso makellos. Die Extras sind dagegen ziemlich dünn und beschränken sich auf ein paar Programmhinweise des Labels.








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