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KAPITELWAHL

F - LONDON HIGHSCHOOL-MASSAKER (Großbritannien 2010)

von André Becker

Original Titel. F
Laufzeit in Minuten. 75

Regie. JOHANNES ROBERTS
Drehbuch. JOHANNES ROBERTS
Musik. NEIL STEMP
Kamera. TIM SIDELL
Schnitt. JOHN PALMER
Darsteller. DAVID SCHOFIELD .ELIZA BENNETT .JULIET AUBREY .RUTH GEMMELL u.a.

Review Datum. 2012-04-19
Erscheinungsdatum. 2011-11-24
Vertrieb. UNIVERSAL

Bildformat. 1.77:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Der britische Thriller F - LONDON HIGHSCHOOL-MASSAKER verdeutlicht eindrucksvoll, dass sich unter den zahlreichen Low Budget Produktionen, die jeden Monat ohne Kinoauswertung direkt als DVD-Premiere veröffentlicht werden echte Perlen verstecken. Von der ersten Minute an spannend beweist der Film, dass es manchmal nicht mehr braucht als eine düstere Atmosphäre eine Handvoll Protagonisten und den entsprechenden Soundtrack, um einen knallharten Reißer abzuliefern.

Nach einem Angriff eines Schülers ist der Lehrer Robert Anderson (David Schofield) kaum noch imstande nüchtern seinen Beruf auszuüben. Sein Leben geht den Bach runter und auch seine Tochter, die er zudem in seiner Klasse unterrichtet respektiert ihn nicht mehr und turtelt stattdessen mit dem rumpöbelnden Klassenrüpel rum. Als Anderson an einem ganz gewöhnlichen Tag seine aufmüpfige Tochter nachsitzen lässt und sich die Schule zunehmend leert ahnt er noch nicht dass sich draußen im Dunkeln mehrere finstere Gestalten aufhalten und die Schule ins Visier nehmen. Schon bald merken auch die Wachleute, dass etwas nicht stimmt, doch da ist es bereits zu spät. Um seine Tochter zu schützen muss Anderson sich zur Wehr setzen.

F schert sich nicht besonders um großartige Erklärungen für das Gezeigte. Als sozialkritischen Kommentar sollte man die Produktion daher auch nicht verstehen. Im Subtext schwingt zwar ein Verweis auf bestehende soziale Probleme mit, es ist jedoch offensichtlich dass dieser Kontext nicht im Vordergrund steht oder interpretiert werden soll. Der Film will in erster Linie spannend unterhalten. Und das gelingt Regisseur Johannes Roberts ausgesprochen gut. Insbesondere im letzten Drittel wird kräftig an der Spannungsschraube gedreht, aber auch zuvor weiß die Produktion zu gefallen. Die dichte Atmosphäre erzeugt eine Sogwirkung, der man sich nur schwerlich entziehen kann und die Gefahr in der sich die Hauptfiguren befinden wirkt unmittelbar greifbar. Für den Film spricht außerdem, dass auf Sympathieträger fast gänzlich verzichtet wird. Die Hauptfigur ist vielmehr ein gebrochener Charakter, der sich in einer Extremsituation zur Wehr setzen muss. David Schofields schauspielerischen Leistungen tun ihr übriges und verleihen der genreunüblichen Figur des alkoholabhängigen Pädagogen die nötige Glaubwürdigkeit.

Darüber hinaus sorgt der gelungene Soundtrack auch auf der akustischen Ebene für die erforderliche Gänsehaut. Insgesamt kann der Film also als kleiner Geheimtipp empfohlen werden. Ein kleiner fieser Thriller, der sich manchmal wie ein Schlag in die Magengrube anfühlt und einen Großteil der weichgespülten Möchtegern-Thriller der letzten Monate alt aussehen lässt.

DVD.
Sauberes Bild ohne größere Mängel, ein guter und schön zackiger Ton und eine annehmbare Synchronisation. Technisch gesehen alles sehr solide und hierzulande auch ohne Schnitte veröffentlicht. Lohnt sich!








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