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KAPITELWAHL

BLOOD OUT (USA 2011)

von Hasko Baumann

Original Titel. BLOOD OUT
Laufzeit in Minuten. 85

Regie. JASON HEWITT
Drehbuch. JOHN A. O'CONNELL . JASON HEWITT
Musik. JERMAINE STEGALL
Kamera. CHRISTIAN HERRERA
Schnitt. EZRA GOULD
Darsteller. LUKE GOSS . VINNIE JONES . VAL KILMER . 50 CENT u.a.

Review Datum. 2011-10-29
Erscheinungsdatum. 2011-08-11
Vertrieb. UNIVERSAL

Bildformat. 1.78:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1) . FRANZÖSISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH . ENGLISCH . FRANZÖISCH . NIEDERLÄNDISCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Laut Pressetext ist Michael Spencer (Luke Goss) ein "knallharter Cop", der "stets für Gerechtigkeit" sorgt. Ach ja? Ich seh da was anderes. Ich seh da einen überspannten Hitzkopp, der schon in den ersten fünf Minuten von BLOOD OUT wild um sich ballert. Und zwar so wild, daß beim Ausknipsen eines Drogendealers auch gleich ein unschuldiges kleines Mädchen das Leben lassen darf. Ganz klar Spencers Schuld, da gibt es überhaupt kein Vertun! Im Polizeirevier sieht man das anders, dumm gelaufen, Kollateralschaden, "ist halt der Job". Wie bitte? Keine Ermittlungen, im Gegenteil, Spencer darf schon weiterballern. Und es ist auch nicht so, als hätten wir es jetzt mit einem traumatisierten Antihelden zu tun - der Tod des Mädchens darf sich zwar nochmal kurz als Flashback in den Schlaf des knallharten Cops lümmeln, hat aber ansonsten in jeder Hinsicht ausgedient. Spencer darf sich jetzt undercover begeben, um den Mörder seines nichtsnutzigen Bruders ausfindig zu machen.

Eigentlich weiß man zu diesem Zeitpunkt schon längst, daß man wieder mal einem reinrassigen Scheißfilm aufgesessen ist; die Regie von Debütant Jason Hewitt kommt mal wieder aus dem altbekannten Lager "kann nix, aber flashy" und nervt kolossal; Action ist eh nicht - wenn Spencer die "die Kunst der waffenlosen Selbstverteidigung" einsetzt, humpelt eine erbarmungswürdige Kampfchoreografie über den Bildschirm. Als Ausgleich werden möglichst häufig knackige Frauenkörper ins Bild gerückt, die Handlangerin des Bösen etwa erfreut mit hautengen Lack- oder Lederoutfits und betätigt sich als Softsex-Domina. Auch die bekannten Gesichter können nichts mehr retten: 50 Cent hat exakt zwei Szenen und geriert sich darin wie Zakes Mokae auf Tranquiliziern; der unsägliche Vinnie Jones hat mir besser gefallen, als er bei "Celebrity Big Brother" über ein Ledersofa fiel, und Val Kilmer... naja, Val Kilmer spielt mal wieder in seinem ganz eigenen Film.

BLOOD OUT ist unzumutbarer Müll ohne irgendwas, was für ihn spräche, außer eben dem zuverlässigen Luke Goss, dem man bessere Filme wünscht, vielleicht einmal an der Seite von Michael Jai White.

DVD.
Bild und Ton sind okay, die deutsche Synchro nicht ganz so zum Weglaufen wie befürchtet. Im akzeptablen Making Of lobt Goss insbesondere 50 Cent, was doch eher ulkig ist. Der Trailer tut so, als wär was los.








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