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KAPITELWAHL

SKYLINE (USA 2010)

von Hasko Baumann

Original Titel. SKYLINE
Laufzeit in Minuten. 89

Regie. COLIN STRAUSE . GREG STRAUSE
Drehbuch. JOSHUA CORDES . LIAM O'DONNELL
Musik. MATTHEW MARGESON
Kamera. MICHAEL WATSON
Schnitt. NICHOLAS WAYMAN-HARRIS
Darsteller. ERIC BALFOUR . SCOTTIE THOMPSON . DONALD FAISON . BRITTANY DANIEL u.a.

Review Datum. 2011-05-23
Erscheinungsdatum. 2011-05-12
Vertrieb. UNIVERSAL

Bildformat. 2.40:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DTS/DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH . ENGLISCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Jetzt kommt also zusammen, was zusammen gehört. SKYLINE, das komplett selbstfinanzierte Effekt-Showreel der Gebrüder Strause, erscheint auf DVD. Wo es hätte erscheinen sollen. Aber SKYLINE musste ja ins Kino gepusht werden, wo der Film zwar auf den ersten Blick nirgendwo sonderlich beeindruckende Ergebnisse erzielte, aber tatsächlich sein schmales 10 Millionen Dollar-Budget mehr als versechsfachen konnte. Das lag natürlich an einem frechen und nicht ungeschickt montierten Trailer, der SKYLINE auf das reduziert, was er ist: Eine Aneinanderreihung von Effektszenen, die weniger inszeniert als vielmehr einfach nur gezeigt werden. Die Brothers Strause, ihres Zeichens erfahrene Special Effects-Zauberer in Hollywood mit so manchem Blockbuster im Lebenslauf, beschwerten sich bei ihrem Regiedebüt ALIEN VS. PREDATOR 2 ja bitterlich über die Eingriffe der Fox. Ob es wirklich daran gelegen hat, daß dieser hundsgemeine Franchisekiller so unfaßbar mies war, ist als Behauptung eh ein schmales Brett - begutachtet man nun aber die Regieleistung der Gebrüder bei SKYLINE, kann man mit Fug und Recht sagen: Jungs, wenn Eure Filme scheisse werden, liegt das an Euch.

Gleich zwei Drehbuchautoren lieferten die hauchdünne Basis für diese Effektparade, in der es einzig und allein um die Invasion der Erde durch Ausserirdische geht, gesehen aus der Perspektive einer Gruppe junger Leute in einem Apartment über der Stadt. Natürlich kann man eine solche Situation außerordentlich spannend erzählen, ohne den narrativen Aufwand zu übertreiben, man braucht nur intensive Situationen und glaubwürdige Charaktere. SKYLINE hat beides nicht. Blasse Jungs und Mädels, angeführt von einem schläfrigen Eric Balfour, gucken durch ein Teleskop oder in das blaue Licht, in das man nicht sehen darf. Die Bedrohungsszenarien sind samt und sonders anderen, größeren Filmen entlehnt, vornehmlich finden sich hier Spielbergs Standards sowie ein Luftfight aus INDEPENDENCE DAY und so manches im Stil von CLOVERFIELD, nur eben ohne jede Finesse dargeboten.

Daß auch eine inhaltslose Effektshow ohne ernstzunehmende Protagonisten die Leute in Scharen ins Kino ziehen kann, wird Michael Bay dieses Jahr schon zum dritten Mal mit seinen Transformers beweisen. Dafür sind allerdings die filmischen Mittel der Gebrüder Strause zu beschränkt und ihre Effekte nicht spektakulär genug. Ihr Desinteresse an allem, was einen guten Film ausmacht, haben sie so offen wie nachdrücklich mit ihrem Stolz über die Budgetaufteilung von SKYLINE unter Beweis gestellt: 500.000 Dollar flossen in den eigentlichen Dreh mit den Schauspielern, der Rest der 10 Millionen wurde in die Spezialeffekte gesteckt. Und so wird auch nie ein Ganzes aus diesen zwei Teilen; nicht einmal die Lichtverhältnisse spiegeln sich auf den Gesichtern der beobachtenden Charaktere wieder, wenn im Himmel über ihnen die Flugzeuge und Raumschiffe explodieren. Selbst auf DVD ist SKYLINE deshalb so wahnsinnig langweilig.

DVD.
Angemessene Synchro, der Sound ist erwartungsgemäß schön wuchtig. Für Fans des Films (gibt's die?) findet sich ein umfangreiches Extrapaket: Ein Audiokommentar mit den Regisseuren und allen Ernstes einer mit den Autoren, in denen es meistens darum geht, wie man für wenig Geld einen Film machen kann. Angesichts des Ergebnisses nervt das eher. Dazu uninteressante entfallene und alternative Szenen, optional auch kommentiert. Und der Trailer - auch kommentiert!








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