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KAPITELWAHL

STERBEN WILL GELERNT SEIN (USA 2010)

von Hasko Baumann

Original Titel. DEATH AT A FUNERAL
Laufzeit in Minuten. 88

Regie. NEIL LABUTE
Drehbuch. DEAN CRAIG
Musik. CHRISTOPHE BECK
Kamera. ROGIER STOFFERS
Schnitt. TRACEY WADMORE-SMITH
Darsteller. CHRIS ROCK . MARTIN LAWRENCE . TRACIE MORGAN . ZOE SALDANA u.a.

Review Datum. 2010-11-08
Erscheinungsdatum. 2010-11-11
Vertrieb. SONY PICTURES

Bildformat. 2.40:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH . ENGLISCH .TÜRKISCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Aaron (Chris Rock) richtet das Begräbnis seines Vaters aus. Er lebt mit seiner Frau im elterlichen Haus; sein Bruder Ryan (Martin Lawrence) hat als erfolgreicher Schriftsteller längst das Weite gesucht. Aaron schreibt auch, hat aber nie einen Verleger für seine Arbeit gefunden; kein Wunder, daß die Zusammenkunft der beiden nicht hundertprozentig mit brüderlicher Liebe gesegnet ist. Elaine (Zoe Saldana) kommt mit ihrem Verlobten Oscar (James Marsden) und ihren Bruder Oscar (Columbus Short); leider entpuppt sich die Valiumpille, mit der Elaine Oscar zu beruhigen versuchte, als Halluzinogen, so daß Oscar mit immer absurderen Kapriolen die Festlichkeiten zu stören beginnt. Als gäbe es nicht ohnehin schon genug Nervensägen, etwa den grantigen Onkel Russell (Danny Glover) oder den notgeilen Zaungast (Luke Wilson), der Elaine nachstellt, muß auch noch ein sehr kleiner Mann namens Frank (Peter Dinklage) auftauchen, der Aaron in einem stillen Moment von seinem sehr persönlichen Verhältnis zu dessen Vater erzählt. Der Rest ist Chaos.

STERBEN WILL GELERNT SEIN ist das, was man wohl als Farce bezeichnen kann, und zwar eine von jener Sorte, die sich bereitwillig den Gesetzmäßigkeiten des Boulevardtheaters unterwirft. Hauptdarsteller und Produzent Chris Rock hat das gleichnamige britische Original (von Frank Oz!) in einem Kino in Los Angeles gesehen und sofort Pläne für ein Remake gefaßt. "Let's make it black!" Daß er sich ausgerechnet Neil LaBute als Regisseur ausgesucht hat, dessen lustigster Film wohl seine WICKER MAN-Neuauflage mit Nicolas Cage gewesen ist, kann als mutig gewertet werden. Ein Fehler war es nicht: Der neue STERBEN WILL GELERNT SEIN ist, selten genug, besser als das Original. Das bedeutet nun zwar auch nicht, daß es sich hier um ein Meisterwerk der Filmkomik handelt, aber recht heiter ist er streckenweise schon, was sicherlich zum großen Teil an seiner Besetzung liegt.

Chris Rock, der als Stand Up-Comedian eine ziemlich große Fresse kläfft, ist im Film immer dann am Besten, wenn er nur reagieren muß. Und genau das verlangt die Rolle des Aaron von ihm, wenn immer neue Verwandte und Bekannte ihn vor immer neue Herausforderungen stellen. Dabei ist die Besetzung des aalglatten Ryan mit dem ansonsten eher als Knallcharge bekannten Martin Lawrence bestens gegen den Strich gebürstet. In Nebenrollen dürfen sich neben Danny Glover und einem gut aufspielenden Columbus Short auch noch der zu Unrecht gehypte Tracie Morgan und ein schön bissiger Keith David vergnügen, doch die Show gehört vor allem einem extrem furchtlosen James Marsden, dem wohldosiert sturen Peter Dinklage und einer so attraktiven wie souveränen Zoe Saldana, die die Sache ganz straight durchzieht.

Leider stellt sich der Film mit drei typisch amerikanischen Comedy-Krankheiten selbst ein Bein: Ein betont "lustiger" Score von einem gewissen Christophe Beck signalisiert immer ganz laut, daß jetzt was Komisches passiert; ohne derzeit so beliebte Ekelgags geht es dann doch nicht (und die Kacke eines alten Mannes ist entschieden zu eklig, um noch spaßig zu sein) und am Ende kreist auch noch die Sülzwurst. Schade.

DVD.
Ton und Bild liegen in sehr guter Qualität vor. Die Synchro ist erstaunlich gelungen, bis auf die Besetzung von Oliver Rohrbeck als Chris Rock. Da bleibt vom scharfen Ton nun gar nichts mehr übrig. Das Making Of ist gar nicht so uninteressant, die entfallenen Szenen kann man sich schenken und das Gag Reel ist erstaunlich unlustig.








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