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KAPITELWAHL

STARGATE UNIVERSE - EXTENDED PILOT (Kanada 2009)

von André Becker

Original Titel. STARGATE UNIVERSE
Laufzeit in Minuten. 133

Regie. ANDY MIKITA
Drehbuch. BRAD WRIGHT
Musik. JOEL GOLDSMITH
Kamera. RONN SCHMIDT
Schnitt. MIKE BANAS
Darsteller. ROBERT CARLYLE . JUSTIN LOUIS . BRIAN J. SMITH u.a.

Review Datum. 2010-09-20
Erscheinungsdatum. 2010-06-25
Vertrieb. 20TH CENTURY FOX

Bildformat. 1.78:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1) . FRANZÖSICH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH . ENGLISCH . FRANZÖSISCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Serienformate mit Science Fiction Bezug sind spätestens seit STAR TREK nicht mehr aus dem Fernsehprogramm wegzudenken. Das ist unbestreitbar Fakt. Insofern ist es nicht weiter verwunderlich, dass bis zum heutigen Tage dutzende mehr oder minder gelungene SF-Serien auf das anspruchslose Fernsehpublikum losgelassen wurden. Neben einigen wenigen erstaunlich innovativen und ambitionierten Produktionen (LEXX,FIREFLY) musste man sich als Zuschauer respektive Zuschauerin allerdings vor allem mit zahlreichen mittelmäßigen Produktionen herumschlagen. Zu diesen durchschnittlichen Fernsehausstrahlungen gehörten leider auch die lose an den Erfolgsfilm STARGATE angelehnten Serien STARGATE SG-1sowie STARGATE ATLANTIS. Mit STARGATE UNIVERSE erscheint nun ein weiterer Ableger des Kinofilms von Roland Emmerich und erwartungsgemäß bekommt man im Pilotfilm erneut eine halbwegs routiniert inszenierte, aber nichtsdestotrotz schrecklich uninspirierte und inhaltlich belanglose SF-Soße aufgetischt.

Seitdem die Menschheit die hochkomplexe Stargate Technologie entdeckt hat und interstellare Reisen möglich sind, versuchen Militär und Wissenschaft zusammen neue Einsatzmöglichkeiten zu entwickeln. Der Wissenschaftler Dr. Nicholas Rush (Robert Carlyle) erforscht daher auf einem weit entfernten Planeten die Funktionsweise des Stargates. Eines Tages wird der Planet in einer spektakulären Aktion von einer außerirdischen Einheit angegriffen und der geniale Forscher und eine Vielzahl bis an die Zähne bewaffneter Soldaten werden durch das Sternentor auf ein unbemanntes Raumschiff teleportiert. Nachdem Rush und die Soldaten erfolglos versuchen durch das Stargate wieder die Erde zu erreichen, muss die bunt zusammen gewürfelte Truppe schnell erkennen, dass sie im Weltraum festsitzen und eine Rückkehr bis auf weiteres ausgeschlossen werden kann. Als sich die ausweglose Situation an Bord herumspricht, kommt es zu ersten Meinungsverschiedenheiten zwischen den kampferprobten Soldaten und Dr. Rush. Bereits nach kürzester Zeit werden aus den divergierenden Meinungen jedoch handfeste Auseinandersetzungen, bei der sich die restliche Besatzung entscheiden muss, auf welcher Seite sie steht.

STARGATE UNIVERSE konzentriert sich in dem Pilotfilm AIR erfreulicherweise erst einmal auf eine sehr detaillierte Einführung der, in die Handlung involvierten, Personen. Dennoch wirken die Figuren allesamt äußerst klischeehaft. Die Rolle des Dr. Ruth bietet beispielsweise leider nur zum zehntausendsten Mal das endlos durchexerzierte Klischee des genialen, aber berechnenden und rücksichtslosen Wissenschaftlers. Auch die Soldaten erscheinen wie Abziehbilder allseits bekannter Stereotype. Vielschichtige und differenziert ausgearbeitete Charakterstudien erwartet man als Rezipient aber auch gar nicht. Stärker ins Gewicht fallen da schon die weiteren inszenatorischen Mängel und in diesem Kontext hält sich der Pilot wahrlich nicht zurück.

Aufgrund der ungewöhnlich langen Laufzeit von rund zwei Stunden und der sehr zurückhaltenden und dialoglastigen narrativen Grundstruktur haben sich zahlreiche Längen in den Handlungsverlauf eingeschlichen. Daraus resultiert das sich immer wieder Langeweile breit macht und man schnell das Interesse an der, sowieso schon reichlich öde erzählten, Handlung verliert. Zusätzlich geizt STARGATE UNIVERSE noch mit Schauwerten, was sich ebenfalls nicht gerade förderlich auf den Unterhaltungswert auswirkt. Abgesehen von dem Angriff auf die Forschungsbasis hält sich der Film in den wenigen Actionszenen sehr zurück und fokussiert sich stattdessen eher auf verbal ausgetragene Auseinandersetzungen. Zudem können auch die Effektsequenzen nicht wirklich überzeugen und hinterlassen einen ziemlich angestaubten Gesamteindruck.

Fairerweise sollte aber ungeachtet dessen erwähnt werden, dass zumindest bei den schauspielerischen Leistungen keine größeren Aussetzer zu verzeichnen sind und sich die Serie trotz allem auf einem ordentlichen Qualitätslevel bewegt. Sowohl das Setdesign, als auch die Kameraführung und die musikalische Untermalung sind ordentlich und geben keinen Anlass zur Klage. Letztlich bleibt abzuwarten inwiefern sich die Serie in den weiteren Folgen entwickelt. Die Erwartungen sind aber auf jeden Fall erst mal niedrig, denn als Vorgeschmack auf die kommenden Episoden verspricht STARGATE UNIVERSE nicht wirklich viel.

DVD.
Bild und Tonqualität sind absolut überzeugend und bieten messerscharfe Farben, und glasklare Soundeffekte auf allerhöchstem Niveau. Insgesamt gesehen eine wirklich vorbildliche Veröffentlichung, die sich hinter aktuellen Blu-ray Scheiben nicht zu verstecken braucht.








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