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KAPITELWAHL

A PERFECT GETAWAY (USA 2009)

von Hasko Baumann

Original Titel. A PERFECT GETAWAY
Laufzeit in Minuten. 93

Regie. DAVID TWOHY
Drehbuch. DAVID TWOHY
Musik. BORIS ELKIS
Kamera. MARK PLUMMER
Schnitt. TRACY ADAMS
Darsteller. MILLA JOVOVICH . STEVE ZAHN . TIMOTHY OLYPHANT . KIELE SANCHEZ u.a.

Review Datum. 2010-01-07
Erscheinungsdatum. 2010-01-15
Vertrieb. UNIVERSUM FILM

Bildformat. 2.35:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Da hat sich David Twohy ja mal einen hübschen kleinen Spass gegönnt. Nach all seinen tollen Ideen rund um fremde Planeten (PITCH BLACK), Außerirdische (THE ARRIVAL) und Spuk in U-Booten (BELOW) nun also ein launiger Südseethriller, bevor es wieder mit Vin Diesel ins All geht. Warum auch nicht. Attraktive hawaiianische Locations und ein Sommer-Sonne-uns-geht's-gold-Feeling machen den Einstieg leicht; allerdings bin ich eher gewillt, an Spuk in U-Booten zu glauben als an die Paarung Milla Jovovich und Steve Zahn. Ich meine, Steve Zahn als Lover von Milla Jovovich? Das kann doch wohl nicht Euer Ernst sein. Gut, beide sind so weit weg von Oscar-Nominierungen wie ich gerade von Hawaii, also passen sie dann wohl irgendwie zueinander. Jovovich und Zahn spielen also ein junges Paar auf Urlaub, das merkwürdigen anderen Paaren begegnet, während die Zeitungen von einem Killerpaar berichtet, das sich quer durch die Insel zu meucheln scheint. Irgendwie benehmen sich hier alle ziemlich seltsam, insbesondere Paar#3 (Timothy Olyphant und Kiele Sanchez), die sich gemeinsam mit Jovovich und Zahn zum Traumstrand zu begeben gedenkt.

Natürlich gibt es als Höhepunkt all dieses mißtrauischen Beäugens und Vermutens eine saftige Wendung, die allerdings von Twohy von Anfang an aufdringlich angeteast wird - wer sich hier ernsthaft überrascht fühlt, kriegt entweder nicht genug Schlaf oder verwendet Filme grundsätzlich zum "kurzweiligen Weggucken". Das macht aber nichts: Da Twohy in Regie wie auch Dialog breit grinsend überzeichnet und seine Darsteller freigiebig zum Rumhampeln animiert, gibt es keinen Zweifel daran, daß er das alles nicht so ernst meint. So macht denn auch der erwartbare Twist Spaß, zumal Twohy diesen zur Grundlage eines brillanten Kunstgriffs ausbaut. Mittels einer überraschenden, ausgiebigen Rückblende sorgt er nicht nur für die schlüssige Erklärung vorangegangener Rätselhaftigkeiten, sondern stattet zwei Charaktere auch noch mit dem emotionalen Rückgrat aus, das uns im folgenden Finale um sie bangen läßt. Ein exzellenter Schachzug, mit dem Twohy auf eine recht unverbrauchte Weise dem abgehangenen Sesselpupser eine lange Nase dreht.

Dementsprechen entfesselt setzt er im letzten Drittel noch eins drauf und würzt die abschließende Konfrontation so richtig kräftig, nur um sie im Ofen mit dickem Käse noch zu überbacken. Da darf es dann noch zu richtig heftigen "Aua"-Momenten kommen, mit denen man vorher so gar nicht gerechnet hätte. Inszenatorische Extravaganzen wie ein amüsanter Split Screen in der Verfolgungsjagd tragen zum augenzwinkernden Gesamtbild bei: A PERFECT GETAWAY ist ein flotter Spaß, der einem den späteren Winterabend auf der Couch auf angenehme Weise versüßt.

DVD.
Das Bild ist nicht ganz so präsent in seinen Farben, wie ich das erwartet hätte, dafür bietet die Tonspur ein Arsenal an dynamischen Effekten. Die deutsche Synchronisation ist schlichtweg unerträglich, besonders schlimm hat es Milla Jovovich erwischt. Das Making Of ist… naja, wie Making Ofs eben so sind.








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