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KAPITELWAHL

PROM NIGHT (Kanada 1980)

von Thorsten Hanisch

Original Titel. PROM NIGHT
Laufzeit in Minuten. 91

Regie. PAUL LYNCH
Drehbuch. WILLIAM GRAY . ROBERT GUZA JR.
Musik. PAUL ZAZA . CARL ZITTRER
Kamera. ROBERT C. NEW
Schnitt. BRIAN RAVOK
Darsteller. JAMIE LEE CURTIS . LESLIE NIELSEN . CASEY STEVENS . ANNE-MARIE MARTIN u.a.

Review Datum. 2009-12-07
Erscheinungsdatum. 2009-09-25
Vertrieb. SPLENDID

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1/DD 1.0) . ENGLISCH (DD 1.0)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Früher war alles besser? Also, PROM NIGHT, der mit dem verheißungsvollen Titelzusatz DIE NACHT DES SCHLÄCHTERS 1980 in den Lichtspielhäusern der Bundesrepublik anlief, mit Sicherheit nicht. Den hätte ich schon damals relativ öde gefunden. Hey, ein Jahr vorher machte immerhin Michael Myers (HALLOWEEN) zum ersten Mal die Kinoleinwände unsicher, und kurz vor PROM NIGHT ging Frau Vorhees in FREITAG, DER 13 auf Mord-Tournee. Carpenter bewies ein dramaturgisch geschicktes Händchen für Hochspannung und Sean S. Cunningham brachte den Gore ins Mainstream-Kino. Beide waren Revoluzzer auf ihre Art und zeugten schon bald die ersten Kinder.

PROM NIGHT-Regisseur Paul Lynch aber hatte von all dem entweder nichts mitbekommen oder nicht begriffen, warum die genannten Titel solche haushohen Wellen schlugen, und entschloss sich, einen züchtigen Krimi im Slasher-Gewand zu drehen - und der geht so: Vor sechs Jahren haben vier Kinder ihre Mitschülerin in einer gelungenen Anfangssequenz (unabsichtlich) in den Tod getrieben. Wie Lynch die kleinen Bratzen hier als furchteinflößende Monster darstellt, die sich im Moment nach dem Unglück in kleine, süße, heulende Engel verwandeln ist gut gelungen, stimmungsvoll und macht Appetit auf mehr. Allerdings gibt's eine gute Stunde lang erstmal keinen Nachschlag. Aus den kleinen Bratzen von damals sind mittlerweile große Flegel geworden, die sich auf den Abschlussball (der Prom Night) vorbereiten und in ICH WEISS, WAS DU LETZTEN SOMMER GETAN HAST-Manier mit geheimnisvollen Anrufen beunruhigt werden.

Bis zur titelgebenden Nacht vergeht viel Zeit. Man freut sich über die damals schon ziemlich kantige Jamie Lee Curtis, wundert sich, dass Leslie Nielsen mal keine Grimassen zieht, SLEDGE HAMMER!-Fans jubeln beim Anblick von Anne-Marie Martin und B-Action-Junkies entdecken in einer Nebenrolle Jeff Wincott. Irgendwann will sich der Film mit unfassbar langen Tanz-Szenen zur 90min-Marke schleppen. Man erwartet John Travolta. Doch der bleibt weg und schickt den Killer, was zu einer überraschenden Splatterszene (der einzigen) und einem schönen Bild führt. Im Folgenden wird noch ein bisschen gerannt, ein bisschen geschrien, ein bisschen gestorben. Irgendwann rauscht dann der Abspann an einem vorbei. Und man denkt: Drei Fortsetzungen? Ehrlich?

DVD.
Die Bildqualität pendelt sich auf dem einer guten VHS ein, ebenso die beiden DD 1.0-Tonspuren. Aber mal ehrlich: Das reicht bei so einem Film auch. Den 5.1-Upmix der deutschen Tonspur braucht nun wirklich keine Sau. Extras gibt's keine, aber dafür spendiert Splendid dem Slasher-Fan ein Wendecover. Das wäre Grund zur Freude, wenn das Motiv nicht so häßlich wäre.








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