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WHITE COATS (Kanada 2004)

von Stefan Mader

Original Titel. INTERN ACADEMY
Laufzeit in Minuten. 84

Regie. DAVE THOMAS
Drehbuch. DAVE THOMAS
Musik. RICH WALTERS
Kamera. JOHN SPOONER
Schnitt. DOUG FORBES
Darsteller. PETER OLDRING . PAT KELLY . CARLY POPE . DAN AYKROYD u.a.

Review Datum. 2009-09-18
Erscheinungsdatum. 2009-06-18
Vertrieb. MOVIE POWER/KNM

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1/DD 2.0) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Es gibt gute Lehrkrankenhäuser, es gibt weniger gute Lehrkrankenhäuser und es gibt St. Alberts. Wer dort Patient ist sollte, ganz im Sinne Dantes, alle Hoffnung fahren lassen und die Unglücklichen, die dort ihre Zeit als Assistenzärzte ableisten müssen, haben die Hoffnung ohnehin bald verloren:
Nicht nur der fiese Ausbildungsleiter Dr. Olson hat die Neulinge Mike (Oldring), Dale (Kelly), Mitzi und Co. auf dem Kieker, sie müssen sich auch mit anderen Psycho-Ärzten wie dem verrückten Pathologen Dr. Keller rumschlagen. Besonders schlimm erwischt es Streberin Mira, die sich für Kardiologie interessiert, was dem misogynen Herzchirurgen Dr. Whiteside allerdings gar nicht in den Kram passt. Und dann ist da freilich noch der Schwestern nachstellende Verwalter Dr. Kipp (Aykroyd), dessen Budgetpolitik für das Krankenhaus sich primär darauf stützt, St. Alberts Stück für Stück zu verschachern...

Die Leiden der jungen Assistenzärzte in einem Krankenhaus voller schräger Vögel – was für ein Glück, dass der Vergleich zu SCRUBS schriftlich auf der DVD-Hülle festgehalten ist, womöglich wären uns die Parallelen sonst entgangen.
WHITE COATS von Drehbuchautor, Regisseur und Darsteller Dave Thomas hinterlässt einen ambivalenten Eindruck. Dass die Komödie das Erfolgsrezept einer originellen TV-Serie kopiert ist dabei noch gar nicht einmal das Problem. Das Problem ist vielmehr die nicht im Entferntesten ausmachbare Linie des Films, dessen Verständnis von Witz hektisch zwischen beinah pythonesker Komik, physischem Slapstick und geradeheraus ekligem 3K-Humor (Kacke, Kotze, Keimzellen) im Dreieck pendelt: in einem Moment überbringt Mike zweimal hintereinander der falschen Familie eine Todesnachricht, im nächsten kotzt er in einen offenen Leichnam; gerade eben noch kommt der Ärztenachwuchs im Labor (!) einem Techtelmechtel zwischen zwei Kollegen auf die Spur, kurz darauf wird Mike von Kopf bis Fuß mit Kot bespritzt oder die Jungärzte bewerfen sich gegenseitig mit eingelegten Organen. Wenn also das Niveau zwischendurch mal wieder ordentlich geprügelt wird, dann geschieht das auch gleich richtig graphisch. Das ist insofern schade, weil’s nicht notwendig wäre und der Film insgesamt nichts gewinnt, wenn im wahrsten Sinn des Wortes auf die Kacke gehauen wird – in den nicht brachialkomischen Szenen trifft WHITE COATS nämlich immer wieder ins Schwarze.

Übrig bleibt ein durchwachsenes Filmerlebnis, teilweise lustig, teilweise weit jenseitig. Fast ist man versucht zu sagen, eine zwanzigminütige SCRUBS-Folge wäre doppelt so lustig wie der viermal so lange WHITE COATS. Fair wäre das aber nicht ganz, da WHITE COATS einerseits auch seine Momente hat und andererseits durch das R-Rating auch ungleich bissiger zu Werke gehen kann als eine TV-Serie.

DVD.
Bild und Ton sind zufriedenstellend, die Tonspuren und Untertitel jederzeit frei wählbar.
Die Extras: verpatzte Szenen (10 Minuten), Ausschnitte aus den Auditions dreier Darsteller (ca. 12 Minuten), eine Diashow, ein mit 55 Minuten Laufzeit zu langer und relativ lieblos zusammengeschusterter "Behind the Scenes"-Film und ein Wendecover.








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