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KAPITELWAHL

MURDER PARTY (USA 2007)

von Stefan Rybkowski

Original Titel. MURDER PARTY
Laufzeit in Minuten. 79

Regie. JEREMY SAULNIER
Drehbuch. JEREMY SAULNIER
Musik. BROOKE & WILL BLAIR
Kamera. JEREMY SAULNIER
Schnitt. MARC BEROZA
Darsteller. ALEX BARNETT . STACY ROCK . MACON BLAIR . SKEI SAULNIER u.a.

Review Datum. 2009-03-15
Erscheinungsdatum. 2008-11-20
Vertrieb. ATOMIK FILMS/ASCOT ELITE

Bildformat. 1.78:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Es gibt nicht viele Filme, die selbstreflexiv zu Werke gehen. Vor allem nicht im Horrorgenre. MURDER PARTY tut es, wenn auch in eher kleinen Schritten. In erster Linie ist er nämlich Horrorstandardware, die ordentlich zitiert, aber zu keinem Zeitpunkt eigene Ideen an den Tisch bringt. Wie gesagt, bis auf die kleinen Ansätze der Selbstreflexion. Ist Horror Kunst? Ist das willkürliche Verteilen von Blut und das grausame Morden zur reinen Unterhaltung Kunst? Oder ist das alles einfach nur widerlich und abstoßend? Eine Antwort liefert MURDER PARTY nicht, stattdessen klatscht er uns ebenjene Fragen vor den Latz, formuliert diese am Schluss dann schließlich auch etwas aus, dann, wenn (endlich) gematscht wird. Doch genau hier liegt auch ein weiteres Problem des Filmes. Er kommt gar nicht in Fahrt. Zu keinem Zeitpunkt will so etwas wie Spannung aufkommen, für einen Film dieses Genres natürlich einem Todesstoß ähnlich. Was der Film bis zur Marke der ersten Stunde – und schließlich geht er nur knappe 80 Minuten – tut, verstehe, wer will. Komisch und "anders" soll das Ganze wohl sein, aber so richtig die Kurve bekommt weder der Zuschauer, noch der Film selbst.

Irgendwie geht es hier um Kunst vs. Gesellschaft vs. Rezeption vs. Horror, aber so recht weiß das auch keiner der Protagonisten des Filmes. Schräg sind sie alle, ja, aber einen klaren Satz kann dennoch keiner von ihnen formulieren. Was in der ersten Stunde wie ein Kammerspiel aussieht, entpuppt sich nach wenigen Minuten bereits als pure Langeweile, denn weder weiß Regisseur Saulnier, wie er den Zuschauer bei Stange halten kann, noch, wie es weiter gehen soll. Die letzten 20 Minuten gestalten sich dann auch relativ konventionell, werden doch lediglich genreübliche Motive einfach schnell heruntergespult. Und einmal mehr zeigt sich, wie uninspiriert und schlichtweg öde das Genre Horror bisweilen doch sein kann. Einziger Lichtblick ist der Score, der sich zwar ebenfalls bei Carpenter und Konsorten bedient, aber den gleichgültigen Bildern dennoch ein gewisses Trostpflaster spendiert. Alles in allem wäre MURDER PARTY vielleicht nicht einmal als Kurzfilm gut, denn die Tatsache, dass selbst 79 Minuten manchmal wie eine Ewigkeit wirken können, spricht nicht gerade für den Film und seine Macher. Da ist dann doch jede Halloweenparty spannender.

DVD.
Die DVD präsentiert sich ungekürzt und mit ordentlicher Bild- und Tonqualität. Das Bild könnte zwar schärfer sein, angesichts der Produktion aber verkraftbar. Die Extras sind in großem Umfang vorhanden (Audiokommentar, Making-Of, Outtakes) und werden durch ein gutes Dutzend Trailer zu anderen Filmen im Programm von Ascot Elite ergänzt. Die DVD scheint sich somit schon mehr wegen der Extras als des eigentlichen Filmes zu lohnen.








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