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KAPITELWAHL

BROKEN - SPECIAL EDITION (Großbritannien/USA 2006/2007)

von Stefan Mader

Original Titel. BROKEN - SPECIAL EDITION
Laufzeit in Minuten. 153

Regie. SIMON BOYES . ADAM MASON . MATT ZETTELL
Drehbuch. SIMON BOYES . ADAM MASON . CHRISTOPHER NELSON
Musik. EMMA HOLAND . GAVIN MILLER
Kamera. ERIK WILSON . SKYE BORGMAN
Schnitt. SIMON BOYES . ADAM MASON . FRANKLIN PETERSON
Darsteller. NADJA BRAND . ERIC COLVIN . JAMES DUMONT . MICHELLE TOMLINSON u.a.

Review Datum. 2009-02-05
Erscheinungsdatum. 2008-10-09
Vertrieb. MIG/EUROVIDEO

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1/DD 2.0) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Eines erstmal vorweg:
Die in diesem Package zusammen angebotenen Filme BROKEN und BROKEN 2 haben nichts miteinander zu tun. "Teil 2" stellt mitnichten eine Fortsetzung des ersten Films dar, heißt im Original auch THE CELLAR DOOR und ist im Gegensatz zum britischen "Teil 1" eine US-Produktion, lediglich das "Thema" der beiden Filme ist ähnlich. Was das Label geritten hat, uns diese beiden völlig voneinander unabhängigen Filme als Franchise unterjubeln zu wollen, wissen wahrscheinlich nicht einmal die Zelluloidgötter.

Ganz nebenbei wird auch für BROKEN wieder einmal die einträgliche SAW-Reihe zur Lobpreisung auf den vorliegenden Film bemüht. Demnach sei der Sägen-Fünfteiler im Vergleich zu BROKEN der reinste Kindergeburtstag...
BROKEN gibt sich auch gleich zu Beginn alle Mühe, dieser Einschätzung gerecht zu werden. Hope (Brand) droht stranguliert zu werden und ihre einzige Hoffnung den Strick zu durchtrennen ist eine Rasierklinge. Diese hat ihr Peiniger (Colvin) aber gut versteckt und um an das rettende Stück Edelstahl zu gelangen muss sie eine krude OP-Naht am eigenen Bauch auftrennen und sich durch ihre Gedärme wühlen. Mahlzeit! Einzig die Erinnerung an ihre kleine Tochter lässt Hope das Martyrium überstehen. Was folgt ist jedoch keineswegs besser, denn fortan sieht Hope sich den dauernden Erniedrigungen des namenlosen Psychopathen ausgesetzt.
Für einen 90-minütigen Film ist das etwas wenig Handlung und so hängt BROKEN in der Mitte ziemlich durch, bevor im letzten Drittel wieder etwas frischer Wind ins Geschehen kommt. Auch wenn Ablauf und Grund der Entführung Hopes sträflich vernachlässigt werden (am einen Tag sitzt sie noch am Bett des Töchterchens, am nächsten befindet sie sich in den Klauen des Wahnsinnigen – einfach so) wird einem die Protagonistin näher gebracht und so hat Hope bald die Sympathien des Publikums auf ihrer Seite.

Im hier BROKEN 2 betitelten zweiten Film kommt das Publikum in den zweifelhaften Genuss, Bekanntschaft mit einem Perversen (DuMont) zu machen, der in seinem Keller junge Frauen foltert. Das neueste Opfer seiner ungesunden Zuwendungen ist Rudy (Tomlinson), die er nachts aus ihrer eigenen WG entführt.
Für diese amerikanische Produktion standen ganz eindeutig mehr als die kolportierten 15.000 Pfund, die BROKEN gekostet hat, zur Verfügung und dementsprechend sieht BROKEN 2 auch professioneller aus. Inhaltliche und stilistische Innovationen oder auch nur ein durchdachtes, schlüssiges Drehbuch sucht man aber leider vergebens. Stattdessen gibt es viel Gewalt gegen Frauen und viel Gewimmer in hohen Tonlagen.
Wer's braucht... ich mag so was eigentlich nicht sehen.

DVD.
Technisch gehen die DVDs in Ordnung. Das Bild ist scharf, die Farben natürlich (mit Ausnahme der Nachtszenen im ersten Teil, wo sie ziemlich ausgewaschen wirken) und der Ton in allen Fassungen zufrieden stellend. Bei Teil 1 ist die englische Originalfassung der deutschen Synchro in jedem Fall vorzuziehen, da die Synchronstimmen nicht wirklich stimmig ausgewählt wurden, Teil 2 ist in dieser Hinsicht etwas besser gelungen.
Das Doppel-DVD-Case steckt in einem Pappschuber, wobei sämtliches Artwork und die Inhaltsangabe auf der Packungsrückseite sich ausschließlich auf BROKEN beziehen; dass auch BROKEN 2 enthalten ist verrät einzig eine kleine Notiz auf dem Cover.

Die Extras von BROKEN umfassen ein Interview mit Hauptdarstellerin Nadja Brand (26 Minuten), den Originaltrailer, einen Audiokommentar und ein Making Of mit dem Titel "I Want You to Break", das mit 50 Minuten zwar zu lange geraten, dafür aber erfrischend ehrlich ist.
BROKEN 2 enthält neben dem Film den Originaltrailer, eine Bildergalerie, sowie Interviews mit Darstellern und Machern (insgesamt ca. 16 Minuten).








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