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KAPITELWAHL

ALS DIE FRAUEN NOCH SCHWÄNZE HATTEN 2 (Italien 1983)

von Björn Lahrmann

Original Titel. GRUNT
Laufzeit in Minuten. 90

Regie. ANDY LUOTTO
Drehbuch. GIORGIO FALETTI . ANDY LUOTTO
Musik. GIANNI MAZZA
Kamera. LUIGI KUVEILLER
Schnitt. ADRIANO TAGLIAVIA
Darsteller. ANDY LUOTTO . GIANNI CIARDO . GIORGIO FALETTI . SABINA SEGATORI u.a.

Review Datum. 2008-12-06
Erscheinungsdatum. 2008-07-25
Vertrieb. SAVOY FILM/SUNFILM

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 2.0) . ITALIENISCH (DD 2.0)
Untertitel. keine
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Italo-Klamotten aus den 80ern gehören fraglos zu den schlimmsten Ausgeburten der Zelluloidhölle; kreuzt man selbige aber auch noch mit dem ähnlich waffenscheinpflichtigen Genre des Steinzeitfilms, kommt dabei nichts weniger raus als ein schwarzes Loch der Intelligenz, oder die vierte Kränkung der Menschheit, oder eine ganz besonders inhumane Foltermethode. Warum es in einem zensuraffinen Staat wie Deutschland noch kein Veröffentlichungsverbot für derlei Schießbudenramsch gibt, ist mir schleierhaft. Insofern: Dies sei keine Rezension, sondern das Plädoyer der Anklage! Beweisstück A: Andy Luottos sackdumme Zotenrevue ALS DIE FRAUEN NOCH SCHWÄNZE HATTEN 2.

Hier eine Liste von Dingen, die die Höhlenmenschen in diesem Film so treiben: Schlafen. Furzen. Keulen. Peitschen. Saufen und fressen. Hüpfen und singen, tanzen und springen. Zu C64-Soundeffekten auf den Händen laufen. Hinfallen. Sich mit Bumerangs bewerfen. Halluzinogene Blumensamen schnupfen und doof kichern. Keifend vor Pudeln (echt) und Gorillas (unecht) wegrennen. Sich gegenseitig mit Pampe beschmieren. Zunge rausstrecken, Haareziehen. Vorsprachlichen Silbenbrei brabbeln. Dralle Tussis anstieren. Sinnlosen Schabernack mit einem magischen Ei treiben.

Hier eine Liste von Dingen, die ich lieber täte, als jemals wieder auch nur eine einzige Sekunde dieses filmgewordenen Nervengifts ertragen zu müssen: Nackt auf einer Kettensäge reiten. Die Kotze eines tollwütigen Hundes essen. Im pinkfarbenen Ballerinakostüm auf ein Störkraft-Konzert gehen. Eine Doktorarbeit über Paulo Coelho verteidigen. Mich auf Lebenszeit ausschließlich von grober Sülzwurst ernähren. Mit verhaltensgestörten Vorschulkindern ein Theaterstück einüben. Bei schwerem Seegang auf einem sinkenden Schiff von einem betrunkenen Arzt eine Harnröhrenspiegelung mit einer Suppenkelle durchführen lassen.

Keine weiteren Fragen. Case closed.

DVD.
Ton und Bild sind dem Film völlig angemessen, d.h.: mein oller Zweispurrekorder liefert auf einer Kassette aus den frühen 90ern nach der 5000sten Überspielung bessere Ergebnisse.
Der Vollständigkeit halber sei noch angemerkt, dass der Titel eine vermarktungsbedingte Nasführung ist: Natürlich ist dies kein Nachfolger des gleichnamigen Senta-Berger-Auswurfs von 1970, sondern ein eigenständiges Stück Kackquark, das in den deutschen Kinos erschreckend erfolgreich unter dem Titel GRUNZ - SCHMATZ - GRUNZ... AM ANFANG WAR DAS EI lief.








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