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KAPITELWAHL

DRAGON STORM - DIE DRACHENJÄGER (USA 2004)

von Stefan Mader

Original Titel. DRAGON STORM
Laufzeit in Minuten. 86

Regie. STEPHEN FURST
Drehbuch. PATRICK PHILLIPS . SAM WELLS
Musik. RICHARD MCHUGH
Kamera. LORENZO SENATORE
Schnitt. DAVID FLORES
Darsteller. MAXWELL CAULFIELD . ANGEL BORIS . JOHN RHYS-DAVIES . RICHARD WHARTON u.a.

Review Datum. 2008-10-10
Erscheinungsdatum. 2008-09-18
Vertrieb. MIG/EUROVIDEO

Bildformat. 1.33:1
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1/DD 2.0) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
In den winterlichen Karpaten wird König Fastrads (Rhys-Davies) ohnehin schon völlig heruntergekommenes Reich von Drachen, die in einem Meteoriten auf die Erde kamen, geplagt. Dem Unsympathler bleibt nichts anderes übrig, als im relativ wohlhabenden Nachbarkönigreich um Asyl zu bitten, insgeheim plant er jedoch, dort durch einen hinterlistigen Staatsstreich den Thron König Wednesburys an sich zu reißen. (Warum der in den Karpathen einen britischen Namen trägt? –Tja...) Als der Waldläufer Silas (Caulfield) von den Plänen Fastrads Wind bekommt, will der verräterische Monarch sich des Mitwissers entledigen. Er sieht seine Chance gekommen, als Wednesbury Silas gemeinsam mit seiner Tochter Medina (Boris), dem Alchemisten Remmegar (Wharton) sowie dem Chinesen Ling auf Drachenjagd schickt.

DRAGON STORM ist ein Film gewordenes Paradoxon, vereint der Film doch ansprechende Schauwerte mit billiger Nichtskönner-Optik. Ja, das ist in der Tat möglich....
Inwiefern das 4:3-Vollbild dem Originalmaterial entspricht, entzieht sich meiner Kenntnis, aber selbst im Breitwandformat sähe DRAGON STORM entsetzlich billig aus. Besonders (aber nicht nur) in Dialogszenen finden sich viel zu viele Schnitt-Gegenschnitt-Montagen mit unpassenden, viel zu nahen Close-Ups – fast wie GZSZ in mittelalterlichen Requisiten. A propos Requisiten: die wirken großteils sehr unbeholfen (Medinas Armbrust taugt eher zum Zuschlagen als zum Abfeuern eines Bolzen), was auch auf viele der Sets zutrifft, etwa die Höhle, in die die Kinder gehen (grau-en-haft!). Angesichts dessen ist es umso erstaunlicher, dass die Drachen richtig gut aussehen und vorbildlich animiert wurden. Auch mit einigen netten Explosionen und Pyro-Stunts kann DRAGON STORM punkten, wenngleich sich die Begeisterung spätestens beim zwanzigsten Stuntman im Vollbrand dann auch bei geduldigen Naturen in Grenzen hält.
Doch Effekte hin oder her, das hilft aber alles nichts gegen das schwachbrüstige Drehbuch und ganz besonders das unterirdische Schauspiel. Gerade Hauptdarsteller Caulfield befindet sich während des ganzen Films meilenweit neben der Spur, womit er allerdings beileibe nicht der einzige ist. Dass in der Folge sogar ein Veteran wie Rhys-Davies kapituliert und sich der Käsigkeit des Films anpasst – wen wundert's?
Nur für beinharte Trash-Anhänger zu empfehlen.

DVD.
Außer dem kompletten Fehlen von Bonusmaterial (die übliche Trailershow zählt ja wohl nicht) gibt es an der technischen Seite der DVD nicht viel zu beanstanden. Wie üblich scheinen MIG das Bestmögliche aus dem Material herausgeholt zu haben – gesetzt den Fall, DRAGON STORM wurde tatsächlich im 1,33:1-Bildformat produziert. Da es sich dabei um eine TV-Produktion handelt, ist das gut möglich. Bild- und Tonqualität der DVD sind jedenfalls akzeptabel.
Ein kritisches Wort zu den eher absurden Auswüchsen der Vermarktung sei aber dennoch gestattet. Beinahe herzig erscheint nämlich die Nennung der bisherigen Meriten der Darsteller auf dem DVD-Cover. Während John Rhys-Davies mit dem HERR DER RINGE und den (erstaunlicherweise nicht genannten) INDY-Teilen 1 und 3 tatsächlich amtliche Erfolge vorzuweisen hat, animieren die Credits anderer Schauspieler eher zum Schmunzeln. So war Angel Boris in der Tat bereits in KING OF QUEENS zu sehen, allerdings nur in einer Episode (5.6). Noch "eindrucksvoller" Woon Young Parks Auftritt in CSI, der in Episode 2.17 der Serie die tragende Rolle des Mönchs #1 mit Leben erfüllte. Meine Fresse, das ist wirklich eine Nennung auf dem Cover wert...








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