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KAPITELWAHL

LOST COLONY (USA/Bulgarien 2007)

von Stefan Mader

Original Titel. WRAITHS OF ROANOKE
Laufzeit in Minuten. 88

Regie. MATT CODD
Drehbuch. RAFAEL JORDAN
Musik. JOHN DICKSON
Kamera. ANTON BAKARSKI
Schnitt. ROBIN RUSSELL
Darsteller. ADRIAN PAUL . FRIDA FARRELL . RHETT GILES . MICHAEL TEH u.a.

Review Datum. 2008-09-18
Erscheinungsdatum. 2008-05-15
Vertrieb. MIG/EUROVIDEO

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1/DD 2.0) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Wenn in einer TV-Produktion bereits in den ersten eineinhalb Minuten eimerweise Blut an die Wand klatscht, gibt es wohl nicht all zu viele Sender, die dafür verantwortlich zeichnen könnten. Insofern kommt es wenig überraschend, dass LOST COLONY vom amerikanischen Sci-Fi Channel in Auftrag gegeben wurde.
Der Film erzählt sozusagen die Horrorversion der Geschichte der Kolonisten von Roanoke, des 1585 von Sir Walter Raleigh gestarteten ersten Versuchs einer dauerhaften britischen Kolonie auf dem nordamerikanischen Kontinent. Dieses Unterfangen sollte bekanntermaßen erst etwa 20 Jahre später mit Jamestown unter der Beteiligung von Captain John Smith (Pocahontas und so…) gelingen, während die Siedlung auf Roanoke Island als die "verlorene Kolonie" in die Geschichte eingehen sollte. Über das Schicksal jener ersten Kolonisten ist wenig bekannt und obschon Historiker berechtigterweise davon ausgehen, deren Verschwinden sei auf Faktoren wie Unterernährung, für Europäer neue (d.h. tödliche) Krankheiten und Vermischung mit umliegenden indigenen Stämmen zurückzuführen, umgibt die Roanoke-Kolonie bis heute eine geheimnisvolle Aura.

Dass Matt Codd seinen Film vor dieser Kulisse zu einem Spuk-Vehikel macht überrascht daher nicht besonders, schon eher aber, dass er dabei historisch verbriefte Kolonisten wie das Ehepaar Ananias (Paul) und Eleanor Dare (Farrell) sowie George Howe (Giles) auftreten lässt. Die Kolonialisten bekommen es in Codds Version mit ruhlosen Wikingergeistern zu tun, die einst auf einer Vinland-Expedition der Nordmänner ein gewaltsames Ende fanden und sich seither von den Seelen der Lebenden ernähren.
Positive Erwähnung verdient sich die für einen TV-Film sehr aufwändige Ausstattung, besonders die Kostüme erinnern optisch nicht von ungefähr an Terence Malicks 2005 erschienene Pocahontas-Verfilmung THE NEW WORLD. In Ordnung gehen auch die Effekte – die CGI-Geister brauchen den Vergleich mit so mancher Kinoproduktion nicht zu scheuen, da fallen einige weniger gut gelungene Splatter-Effekte am Ende des Films nicht mehr groß negativ ins Gewicht. Eher durchwachsen sind die schauspielerischen Leistungen. Zwar spielen Serien-Highlander Adrian Paul und Rhett Giles durchweg solide, einige ihrer Kollegen agieren aber recht hölzern.
Unterm Strich bietet LOST COLONY solide Horror-Unterhaltung, die im direkten Vergleich wohl so manchen im Kino gelaufenen Konkurrenten ausstechen könnte.

DVD.
Außer einer Bildergalerie und der unvermeidlichen Unmenge an Trailern wird uns kein Bonusmaterial vergönnt.
Die technische Seite der DVD gibt dennoch keinen Grund zur Klage – das Bild ist scharf, kontrastreich und erfreut mit schönen, natürlichen Farben, der Ton klar und weitgehend rauschfrei. Auch bei der Synchronisation wurde gute Arbeit geleistet, sie ist inhaltlich korrekt und die Stimmung des Originals bleibt erhalten.








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