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KAPITELWAHL

SHADOW: DEAD RIOT (USA 2006)

von Hasko Baumann

Original Titel. SHADOW: DEAD RIOT
Laufzeit in Minuten. 87

Regie. DEREK WAN
Drehbuch. MICHAEL GINGOLD . RICHARD SIEGEL
Musik. VERNON REID
Kamera. DEREK WAN
Schnitt. KI-HOP CHAN . JOANNA OR . ANDREW STERLING
Darsteller. TONY TODD . JEFF ATWOOD . CARLA GREENE . NINA HODORUK u.a.

Review Datum. 2008-08-23
Erscheinungsdatum. 2008-06-27
Vertrieb. SAVOY FILM/SUNFILM

Bildformat. 1.78:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1/DD 2.0) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Kennen Sie das auch? Wenn das Wasser in der Dusche nicht mehr so recht ablaufen mag und man tief in den Abfluß greifen muß, um ihn mal wieder von all diesen klebrigen Haaren und wer weiß was zu befreien? Oder die weichen Essensreste aus der Küchenspüle aufzuklauben, igitt? Oder wenn einem etwas ins Toilettenbecken fällt, was viel zu wertvoll ist, um es aufzugeben, und man sich mit allergrößter Überwindung mit der Hand in die Schüssel wagt? Eklig, was? Und genau so fühlt man sich auch, wenn man sich SHADOW: DEAD RIOT ansieht.

Die Aufmachung der DVD ist ja zünftig, aber sobald die Jauche anfängt, weiß man, daß man mal wieder in den Arsch gekniffen wurde. SHADOW ist auf Video gedreht worden - und offenbar hatte auch niemand Lust, das irgendwie zu kaschieren. Viel zu hell ausgeleuchtet, fiese Farben, granitharter Daily Soap-Look. Tony Todd, kein schlechter Schauspieler, aber wohl offenbar ohne jede Würde bei der Auswahl seiner Rollen (oder schlicht auf so einen Müll angwiesen), tritt auf als total perverser Superschänder, der bei seiner Hinrichtung zum Aderlaß gebeten wird und mit seinem verhexten Blut die Belegschaft in geifernde Zombies verwandelt. Auf den Leichen der Untoten steht Jahre später ein Frauenknast, jawohl; da mögen sich beinharte Sleaze-Fans die Hände reiben, aber tatsächlich geht es jetzt immer weiter abwärts. Die Women in Prison-Klischees werden müde abgehakt - erzwungener Lesbensex unter der Dusche; der notgeile Knastarzt; die sadistische Wärterin. Letztere heißt übrigens Elsa Thorne, ein so dämlich nerdiger Insider-Witz wie er eben nur dämlich nerdig sein kann. Das soll die Schmierlappen-Freunde an die legendäre Nazi-Foltertante ILSA und ihre Darstellerin Dyanne Thorne erinnern, haha, den Kenner nervt's und dem Laien ist es zu Recht Wurst. Da fällt es kaum noch ins Gewicht, daß die "Neue" im Bau totale Einzelgängerin ist und den Namen "Solitaire" trägt. Au weia.

Das ist alles nicht im Geringsten sexy oder aufregend; nach endlosem Gerangel zwischen den Frauen (inklusive bemerkenswert schlecht ausgeführter Prügelszenen) tritt Tony Todd wieder mit seiner Zombiearmee an und darf das ganze in derzeit ja so angesagte obere Bereiche der Blutrunst-Skala führen. Die Geburt eines Zombiebabys könnte als Geschmacklosigkeit gewertet werden, jedoch erinnert die steife Plastikpuppe der Dämonenbrut an die steife Plastikpuppe des Babys aus Andreas Bethmanns gleichnamigem Heuler. Wenn die Plastikpuppe dann später der Mutter die Brustwarze abbeißt und sich das Blut mit rausspritzender Muttermilch platschend auf dem Boden sammelt, jubelt der durchschnittliche Gorebauer vielleicht; jeder Zuschauer mit einem IQ über Zimmertemperatur drückt aber die "Stop"-Taste und widmet sich aufregenderen Dingen, z.B. dem Zählen seiner Finger.

Die Inszenierung ist grobschlächtig, die Darstellung unter aller Sau und was zu erzählen hat die Gülle auch nicht. Eine weitere Ladung Mist, die sich hinter abgegriffenen Splatterszenen und einem "großen Namen" (nicht Tony Todd, sondern das neue Modewort "Grindhouse") versteckt. Daß Derek Wan, Regisseur dieser Gülle, Kameramann bei Tsui Hark war, macht alles nur noch schlimmer.

DVD.
Das Bild gibt halt den unterirdischen Video-Look adäquat wieder, die Synchro ist ziemlich lausig, aber etwas besseres hat der Film und vor allem seinen Darsteller auch nicht verdient. Als Extras fungieren ein paar Trailer, und das reicht auch.








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