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KAPITELWAHL

DARKPLACE (USA 2007)

von Stefan Mader

Original Titel. DARKPLACE
Laufzeit in Minuten. 88

Regie. PHILIP ADRIAN BOOTH
Drehbuch. CHRISTOPHER SAINT BOOTH . PHILIP ADRIAN BOOTH
Musik. CHRISTOPHER SAINT BOOTH
Kamera. PHILIP ADRIAN BOOTH
Schnitt. PHILIP ADRIAN BOOTH
Darsteller. TIMOTHY LEE DEPRIEST . DOUGALD PARK . MATTHEW MCGRORY . KATHERINE BOECHER u.a.

Review Datum. 2008-06-18
Erscheinungsdatum. 2008-03-13
Vertrieb. MIG/EUROVIDEO

Bildformat. 1.78:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Ach nö... "Inspired from the book 'Dante's Inferno'" sei DARKPLACE, lassen uns die Credits zu Beginn des Films wissen. Sich von diesem Stoff inspirieren zu lassen, ist zwar ist alles andere als neu, ordentlich umgesetzt hat das Hauptwerk des italienischen Nationaldichters allerdings auch nach fast 700 Jahren noch gewaltiges Potenzial. Dass die Macher sich mit der Materie aber nur sehr oberflächlich auseinandergesetzt haben, offenbart sich bereits in der Referenz auf den Buchtitel – das "Inferno" ist schließlich kein eigenes Buch, sondern nur ein Abschnitt aus Dante Alighieris La divinia commedia (wenn auch der wichtigste). Eingedenk dessen verwundert es wenig, dass Dantes Epos im Film schlussendlich praktisch keine Rolle spielt und seine gelegentliche Erwähnung lediglich dazu dient, intellektuelle Tragweite vorzugaukeln.
Dergleichen würde man üblicherweise vielleicht noch zähneknirschend tolerieren, wäre der Film wenigstens unterhaltsam und packend, doch auch hier erweist sich DARKPLACE als Mogelpackung. Die Geschichte um den jungen Ian (DePriest), der noch immer an den Spätfolgen der Misshandlung durch seinen verrückten Prediger-Vater leidet, und den ebenfalls psychisch schwer angeschlagenen Gerichtsmediziner Dr. Virgil Nichols (Park) vermag keineswegs zu überzeugen. Zu zerfasert ist das Narrativ mit seinen parallel nebeneinander herlaufenden Handlungssträngen, die am Ende mehr schlecht als recht verknüpft werden, zu häufig und massiv sind die Plotlöcher und zu eindimensional sind die Charaktere, als dass das Publikum irgendeine Bindung zum Geschehen herstellen könnte. Wie es aussieht, ging es dem Großteil der Schauspieler ähnlich, denn auch die eiern mit breitestem Redneck-Akzent meilenweit an allem vorbei, was gemeinhin als Schauspiel bezeichnet wird. Angesichts des nervtötend übertriebenen Hillbilly-Slangs ist hier ausnahmsweise sogar die Synchro besser als das Original.
Die DIY-Attitüde des Brüderpaars Booth, das für fast jeden Aspekts dieses Films verantwortlich zeichnet, in Ehren, aber abgesehen von wenigen idyllischen Landschaftsaufnahmen hat DARKPLACE nichts zu bieten.

Es gibt viele Methoden, Zeit zu verschwenden. Manche sind kurzweilig und machen Spaß. Sich DARKPLACE anzusehen ist hingegen etwas, das man dereinst alt und zahnlos, wenn der süße Vogel Jugend entschwunden ist, bereuen wird. Besser wär's, Dantes Göttliche Komödie noch mal zu lesen.

DVD.
Das Bild deckt eine breite Qualitätspalette ab: Von scharf, kontrastreich und in kräftigen Farben bis hin zu körnig und in verwaschenen, antiquiert anmutenden Farben, was allerdings als Stilmittel verwendet wird. Der Ton liegt auf Deutsch in Stereo und 5.1, sowie auf Englisch in 5.1 vor, wobei alle drei Tonspuren okay sind.
Als Bonus die gibt's die übliche Trailershow, den Originaltrailer des Hauptfilms, eine Slideshow und 17 Minuten an geschnittenen Szenen, von denen einige sogar zum besseren Verständnis des in der Endfassung recht wirren Films beitragen.








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