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KING OF CALIFORNIA (USA 2007)

von Stefan Mader

Original Titel. KING OF CALIFORNIA
Laufzeit in Minuten. 90

Regie. MIKE CAHILL
Drehbuch. MIKE CAHILL
Musik. DAVID ROBBINS
Kamera. JIM WHITAKER
Schnitt. GLENN GARLAND
Darsteller. MICHAEL DOUGLAS . EVAN RACHEL WOOD . WILLIS BURKS II . LAURA KACHERGUS u.a.

Review Datum. 2008-06-04
Erscheinungsdatum. 2008-06-19
Vertrieb. E-M-S

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Die Großartigkeit beginnt mit dem DVD-Cover. Dieses zeigt Hauptdarsteller Michael Douglas unfrisiert, mit struppigem Vollbart und verschrobenem Blick.
Bereits dieses Bild weckt Assoziationen zu Miguel de Cervantes' berühmtem Antihelden Don Quixote, doch die Parallelen zum Mann von La Mancha sind damit noch lange nicht erschöpft. Wie der eingebildete spanische Ritter verliert auch Douglas' Figur des Charlie immer wieder den Kontakt zur Realität und verfolgt aussichtslose Ziele.
Dabei ist Charlie eigentlich ein heller Kopf, leidet allerdings an Phasen manisch-depressiven Wahns und wird zu Beginn des Films nach einem zweijährigen Aufenthalt in einer Anstalt entlassen. Während seines Aufenthalts in der Klinik musste Charlies Tochter Miranda (Wood) für sich selbst sorgen und war das Leben für die knapp 17-jährige bereits während dieser Zeit kein Zuckerschlecken (die Schule musste zugunsten eines McJobs geschmissen werden), so verkompliziert sich der -bislang zumindest geregelte- Tagesablauf mit der Ankunft des Vaters schlagartig. Nun stehen für die zwangsweise eher pragmatisch veranlagte Tochter Expeditionen in die kalifornische Wildnis an der Tagesordnung, da Charlie es sich in den Kopf gesetzt hat, auf Schatzsuche zu gehen. Bald stellt sich aber heraus, dass das Gold der Conquistadores, hinter dem Charlie her ist, unter einem Supermarkt vergraben liegt. Kein Hindernis für Charlie – er will nachts einbrechen und Miranda soll ihm helfen, den Schatz heben...

Mike Cahill legt mit KING OF CALIFORNIA einen Einstand nach Maß vor. Der Regisseur/Drehbuchautor gibt eine sympathische Lobeshymne auf das Verschrobene, das Unangepasste und das Unkonventionelle zum Besten und inszeniert gleichzeitig mit sicherem Gespür für das Zwischenmenschliche die nicht gerade unkomplizierte, mit umgekehrten Vorzeichen versehene Vater-Tochter-Beziehung. Dies benötigt Zeit und so dauert es eine Weile, bis der Film wirklich in die Gänge kommt. Dafür nimmt KING OF CALIFORNIA ab der Hälfte aber ordentlich Fahrt auf und vermeidet es, den klassischen Konflikt zwischen den Protagonisten zu Beginn des letzten Aktes künstlich breit zu walzen, was dem Timing des Films und der Zeichnung der Charaktere sehr zugute kommt.
Letztere profitiert freilich nicht nur vom gut geschriebenen Skript, sondern ganz wesentlich auch von den erstklassigen Darbietungen von Douglas und Wood, die das Kunststück zuwege bringen, ihre Charaktere trotz der bis ins Verrückte übersteigerten Handlung glaub- und liebenswürdig darzustellen und ihnen Leben einzuhauchen.
Ein Independent-Kleinod mit fantastischen Schauspielern!

DVD.
Abgesehen von leichtem, kaum wahrnehmbarem Bildrauschen in dunklen Flächen bietet KING OF CALIFORNIA keinen Grund zur Klage. Der Ton ist in beiden Sprachfassungen sehr gut abgemischt und der synchronisierten Fassung gelingt es überdies einigermaßen gut, den Witz des Originals ins Deutsche zu retten. Die Untertitel sind jederzeit ausblendbar, liegen aber leider nur auf Deutsch vor.
An Extras beinhaltet die DVD Trailer (Programmhinweise und Hauptfilm), eine Bildergalerie und ein zehnminütiges Making Of, das eher schlecht als recht eingedeutscht wurde.








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