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KAPITELWAHL

THE BIG WHITE - IMMER ÄRGER MIT RAYMOND (Kanada/Deutschland 2005)

von Stefan Mader

Original Titel. THE BIG WHITE
Laufzeit in Minuten. 100

Regie. MARK MYLOD
Drehbuch. COLLIN FRIESEN
Musik. MARK MOTHERBAUGH
Kamera. JAMES GLENNON
Schnitt. JULIE MONROE
Darsteller. ROBIN WILLIAMS . HOLLY HUNTER . WOODY HARRELSON . GIOVANNI RIBISI u.a.

Review Datum. 2007-06-03
Erscheinungsdatum. 2006-12-07
Vertrieb. E-M-S

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
THE BIG WHITE - damit ist Alaska gemeint, beziehungsweise der dort vorherrschende Schnee. Und ein kleines Kaff in Alaska ist es auch, wo Paul Barnell (Williams) ein Reisebüro betreibt. Die Geschäfte gehen eher schlecht als recht und die kostspielige Behandlung von Pauls am Tourette-Syndrom leidender Frau Margaret (Hunter) trägt nicht unbedingt zur Konsolidierung der angeschlagenen Finanzen bei. Doch es gibt einen Silberstreif am Horizont: Die Lebensversicherung über eine Million Dollar für Pauls Bruder Raymond (Harrelson). Da dieser seit fünf Jahren spurlos verschwunden ist möchte Paul ihn nun offiziell für tot erklären lassen, doch Versicherungsdetektiv Ted (Ribisi) erklärt, dass jemand sieben Jahre verschollen sein müsse ehe man ein solches Verfahren rechtmäßig durchführen könne.
Als Paul in einem Müllcontainer eine von zwei schusseligen Ganoven achtlos entsorgte Leiche findet beschließt er, den steifgefrorenen Toten als die Leiche seines Bruders auszugeben. Doch auch die beiden Gangster brauchen die Leiche noch einmal, um ihren Auftraggeber zufrieden stellen zu können und Spürhund Ted lässt sich natürlich ebenfalls nicht gar so leicht übers Ohr hauen.

Die auf dem DVD-Cover von THE BIG WHITE gezogenen Vergleiche zu FARGO, dem von vielen kultisch verehrten 1996er Werk der Coen-Brüder, sind natürlich etwas hoch gegriffen, aber in Form des tief verschneiten Settings und einer schwarzhumorigen Ausrichtung sind sehr wohl gewisse Parallelen gegeben. Allerdings handelt es sich bei THE BIG WHITE eindeutig um den zahmeren Film, wenngleich auch dieser in den USA mit einem R-Rating (language including sexual references - kein Wunder bei Margarets Krankheitsbild) abgespeist wurde. Glücklicherweise ist man zumindest diesbezüglich hierzulande nicht so pingelig (FSK 12), da der Star dieses Films -auch wenn sie nur in einer Nebenrolle zu sehen ist- eindeutig Holly Hunter heißt. Das hibbelig artikulierte Sammelsurium an psychischen Störungen ihrer Rolle, angefangen von Hyperaktivität bis zu den bereits oben erwähnten Schimpfkaskaden, stellt zweifellos das Highlight des Filmes dar.
Doch auch die anderen Schauspieler machen ihre Sache nicht übel: Robin Williams gibt wieder einmal den netten Kerl, verzichtet dabei jedoch dankenswerter Weise auf den picksüßen Disney-Einschlag (was ihn gleich viel erträglicher macht), Giovanni Ribisi verursacht als dessen Gegenspieler Antipathie und Woody Harrelson darf in seiner recht kleinen Rolle den Vollasi raushängen lassen.
Nette Unterhaltung mit moderatem Gehalt an schwarzem Humor, der auch weniger morbides Publikum nicht verschreckt.

DVD.
Zur Rezension lag ein Exemplar vor, auf dem ausdrücklich darauf hingewiesen wurde, dass Bild und Ton nicht an die Qualität des Endproduktes heranreichen würden. Dass sie trotzdem völlig in Ordnung gingen darf als gutes Zeichen angesehen werden.
Wie die Sache mit den nicht enthaltenen Extras (Making Of, Audiokommentar, Bildergalerie sind seitens des Labels angekündigt) und dem Originalton aussieht lässt sich an dieser Stelle aber natürlich nicht sagen.








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