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KAPITELWAHL

THE BUTCHER (USA 2006)

von Hasko Baumann

Original Titel. THE BUTCHER
Laufzeit in Minuten. 80

Regie. EDWARD GORSUCH
Drehbuch. ELLIS WALKER
Musik. DENNIS SMITH
Kamera. HANK BAUMERT
Schnitt. ADAM SEVERIN
Darsteller. ALAN RITCHSON . TOM NAGEL . CATHERINE WENFORD . MYLEA COY u.a.

Review Datum. 2007-05-02
Erscheinungsdatum. 2007-02-28
Vertrieb. E-M-S

Bildformat. 1.78:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 5.1)
Untertitel. keine
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
THE BUTCHER ist ein Film, der nichts, gar nichts, aber auch überhaupt nichts Originelles oder gar Neues zu bieten hat. Es ist die 276. auf Video gedrehte Horrorgülle in den letzten sechs Monaten, von denen ich einen nicht unbeträchtlichen Teil zu besprechen hatte und dennoch auf keinen Fall zu "Wetten, daß..." gehen könnte, um zu behaupten, ich könne auch nur einen vom anderen unterscheiden.

Wieder sind sechs total stulle Teenies durch Amerikas Hinterwälder unterwegs, dieses Mal nach Las Vegas, und wieder passiert ihnen ganz übles Zeug. Der Film plündert wahllos die alten Klassiker - nein Moment, es ist schon so weit: der Film plündert nicht die Klassiker, sondern bereits deren Remakes. Um sich dann auch noch total postmodern zu geben, wenn eine der Hauptfiguren angstvoll fragt: "Don't you watch any scary movies?" - was aber doch auch schon alles ein alter Hut ist, mehrfach gedreht und gewendet und am Ende so frisch wie ein Harzer Roller vom letzten Jahr.

Was der Film auf der einen Seite vielen Konkurrenzprodukten voraus hat - er ist etwas besser gedreht als der übliche Videomüll - fährt er auf der anderen Seite um so dicker als Minus wieder rein. Die Gore-Effekte sind spärlich gesät und extrem schlecht, besonders das Blut, denn es sieht aus wie der gute alte Zaza-Kirschsaft, gestreckt mit Brackwasser. Noch idiotischer ist der miserable Umgang mit Sleaze-Elementen: Das einzige der zugegebenermaßen recht knackigen Mädels, das am Anfang zumindest halb blank zieht, stirbt als Erstes, und ein Lesbenpärchen kommt nicht zum Fummeln. Ja, wenn ich schon so einen Schrott drehe, dann doch bitte richtig!

Besonders mittig weiß der Film durch Ereignislosigkeit zu beeindrucken und kommt nach einem schlappen Finale schuldbewußt mit einem "Alles geht von vorne los"-Schlußgag rüber. Nichts Neues im DTV-Horrorland, wo man sich so langsam mal an den Kollegen von der Action orientieren sollte. Wieso wird ein solches Teil überhaupt großflächig angeboten?

DVD.
Weil es in diesem Segment nicht auf den Film, sondern auf den Trailer ankommt. Und der ist geschickt und flott geschnitten und animiert Verleiher zum Kauf und Videothekenkunden zum Ausleihen. Hier ist er als einziges Extra enthalten. Der Ton ist unspektakulär und hat wenig an Effekten zu bieten; die Originaldialoge klingen nach Dose, die Synchro topfig, aber okay. Das Bild ist teilweise viel zu dunkel, was auch einer mißlungenen Nachbearbeitung der Videogrütze anzulasten ist.








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