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KAPITELWAHL

DURCH DIE NACHT MIT... FOLGE 3 (Deutschland 2005)

von Björn Eichstädt

Original Titel. DURCH DIE NACHT MIT...
Laufzeit in Minuten. 116

Regie. HASKO BAUMANN . EDDA BAUMANN-VON BROEN
Drehbuch. -
Musik. diverse
Kamera. FABIAN MEYER . CHRISTOPHER ROWE . FREDERIC DOSS
Schnitt. MICHAELA STASCH . ANETTE FLEMING
Darsteller. MARKUS LÜPERTZ . HERMANN NITSCH . MORITZ BLEIBTREU . OLIVER POCHER u.a.

Review Datum. 2007-03-11
Erscheinungsdatum. 2006-10-16
Vertrieb. ZWEITAUSENDEINS

Bildformat. 1.85:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 2.0)
Untertitel. keine
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Die dritte DVD unser allerliebsten Arte-Sendereihe DURCH DIE NACHT MIT ist mal wieder eine ambivalente Geschichte. Zwei Folgen, ein Ausfall. So könnte man schon vorab sagen. In einer Hinsicht ist die Scheibe aber ein Volltreffer: Sie ist unter reiner "MANIFEST"-Regie entstanden - denn neben Hasko Baumann, dem Mitherausgeber dieses schönen Online-Magazins, ist auch eine Folge von Gelegenheitsrezensentin Eda Baumann-von Broen (auch Produzentin der Serie) am Start.

Ein jäher Abfall: So könnte man die Dramaturgie der DVD beschreiben. Denn mit Markus Lüpertz und Hermann Nitsch treffen in der ersten Folge zwei intellektuelle Streitrosse der deutschsprachigen Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufeinander. Sie stapfen durch Wien, sie führen Diskussionen weit über Prime-Time-Niveau, sie sind so emotional, wie man Künstler eben so kennt, und vor allem Lüpertz outet sich als Primadonna, die keinen Vergleich mit J.Lo und Konsorten scheuen muss. Am Ende hat man fast so etwas wie neue Hoffnung fürs deutsche Fernsehen geschöpft. Wenn zwei wie Maler Lüpertz und der Wiener Aktionist Nitsch so unterhaltsam sein können, was um Himmels Willen ist dann noch möglich?

"Kaum etwas." So scheint jedenfalls die zweite Folge des Silberlings zu sagen: TV-Ulknudel Oliver Pocher und Schauspieler Moritz Bleibtreu liefern an ihrem Hamburger Abend ein postpubertäres Trauerspiel. Eigentlich haben beide wenig zu sagen, doch Pocher zeigt, dass es noch zwei Ebenen tiefer geht. Allein der Gang in den Stripclub entspricht den Beiden, auch wenn sie sich deutlich zieren. Das alles hätte komisch sein können. Doch Kommunikation und damit Handlung fand bei diesem Treffen eigentlich nicht statt, ein Event reihte sich ohne roten Faden aneinander. Schade.

DVD.
Bild und Ton sind fein, und zur Folge mit Markus Lüpertz und Hermann Nitsch gibt es erfreulicherweise sogar einen Audiokommentar. Der allerdings sollte nächstes Mal etwas seriöser sein: Hasko Baumann und sein Produktionsleiter Robert Kreuzaler kichern häufig mehr, als dass sie durchgängig interessante Informationen vermitteln - ein lustiger Abend mit viel Wein muss das gewesen sein (für die beiden, den Rezipienten nervt es irgendwann). Trotzdem lernt man einiges über die Umstände des Drehs und Situationen hinter den Kulissen.








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