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KAPITELWAHL

SLASHERS (Kanada 2001)

von Hasko Baumann

Original Titel. SLASHERS
Laufzeit in Minuten. 99

Regie. MAURICE DEVERAUX
Drehbuch. MAURICE DEVERAUX
Musik. MARTIN GAUTHIER
Kamera. DENIS-NOEL MOSTERT
Schnitt. MAURICE DEVERAUX
Darsteller. SARAH JOSLYN . KIERAN KELLER . TONY CURTIS BLONDELL . SOFIA DE MEDEIROS u.a.

Review Datum. 2006-05-13
Erscheinungsdatum. 2006-03-31
Vertrieb. I-ON NEW MEDIA

Bildformat. 1.78:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 5.1) . ENGLISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Wow, das geht ja los! Sofort ballert einem der Vorspann des Films, der der Vorspann der fiktiven japanischen Gameshow SLASHERS sein soll, um die Ohren. Da wird gelacht und gemetzelt und getanzt, wie man es vom knallbunten japanischen Fernsehen schon zu fürchten gelernt hat! Alles klar, SLASHERS ist der Gipfel des Reality-TV-Terrors, hier besteht das Spiel darin, daß Leute vor Killern fliehen, sonst sind sie fällig. Kann dieser Film das Tempo denn halten, fragt man sich...?

Aber keineswegs! Hat man sich damit abgefunden, daß man mal wieder eine superbillige HD-Produktion vor sich hat, und will dem Film gütigst die TV-Optik als dem Inhalt angemessen verzeihen, fällt einem schnell auf, wie langwierig sich Regisseur Deveraux hier ausmehrt. Die Kandidaten für die Show, erstmals alles Amis (bzw. Kanadier mit Akzent), werden vorgestellt, einer nach dem anderen, alles eine Einstellung, dann die Killer, dasselbe Spiel. Hier und da mal ein Insert von der dank lausiger Qualität schnell als DV zu erkennenden zweiten Kamera. Wird hier auch mal geschnitten? Hallo?

Aber mitnichten! Hier ist mal wieder einer stolz drauf, sechsminütige Takes abgeliefert zu haben. Falls sich Deveraux dachte, das würde dann dem Charakter einer Fernsehshow entsprechen, hat er wohl seit Jahren nicht mehr fern gesehen. Eine solche Show braucht zehn Kameras, würde irgendjemand irgendwas verpassen, gäbe es Senge. Hier nicht, eine Kamera, ein Kameramann. Und so rennen die Protagonisten durch ein Gelände, das so überschaubar und öde aussieht wie ein ausrangiertes Paintball-Areal - und genau das ist es auch.

Die jungen Leute offenbaren zwischen den Kreisch- und Rennszenen ihr wahres Ich, was platt und dümmlich und irre schlecht gespielt dargeboten wird, und die Damen müssen ihre Brüste freilegen (bei der Hauptdarstellerin soll das wohl ein Running Gag sein). Für die Bluthunde gibt es ordentlich eins mit der Kelle, Kopp ab, Messer in die Rübe und die zersägte Frau, aus der die Gedärme plumpsen. Arschbillig sieht das aus und soll wohl lustig sein. Es ist aber nur langweilig und dumm.

Am Ende ist nur noch eine Person übrig, und Deveraux will uns mit dem ganzen Geholze wohl was sagen. Bei mir ist nichts angekommen. Gedenken wir Orson Welles, der einst die güldenen Worte formulierte: "Everyone wants to make movies, and my stupid brother too."

DVD.
Das ist eine ganz andere Geschichte. Die DVD ist liebevoll gemacht mit ihrem 3D-Menü und ist so randvoll mit Extras, daß man fast Tränen der Rührung vergießen möchte. Deverauxs Audiokommentar ähnelt eher einem Interview und tut teilweise weh - die ursprüngliche Fassung dauerte zwei Stunden und hatte noch längere Takes?! Es gibt eigene Teaser und Interviews zu den verschiedenen Killern, es gibt entfernte Szenen, Trailer und Spots und sogar den kompletten Soundtrack! Dazu kommt ein sehr, sehr gelungenes einstündiges Making Of, das gut gemacht ist und auch interessant daherkommt. Selbst zu diesem Making Of gibt es einen Trailer!
Leider ist der Film eine Gurke, aber wer mir das nicht glauben will, soll sich die DVD holen; die Ausstattung und Umsetzung ist erstklassig. Kann man nicht anders sagen.








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