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KAPITELWAHL

DER KILLER VON WIEN (Italien/Spanien 1971)

von Thorsten Hanisch

Original Titel. LO STRANO VIZIO DELLA SIGNORA WARDH
Laufzeit in Minuten. 97

Regie. SERGIO MARTINO
Drehbuch. VITTORIO CARONIA . ERNESTO GASTALDI . EDUARDO MANZANOS BROCHERO
Musik. NORA ORLANDI
Kamera. EMILIO FORISCOT . FLORIANO TRENKER
Schnitt. nicht bekannt
Darsteller. EDWIGE FENECH . GEORGE HILTON . CONCHITA AIROLDI . IVAN RASSIMOV u.a.

Review Datum. 2006-03-11
Erscheinungsdatum. 2006-02-03
Vertrieb. KOCH MEDIA

Bildformat. 2.35:1 (anamorph)
Tonformat. DEUTSCH (DD 2.0) . ITALIENISCH (DD 2.0)
Untertitel. DEUTSCH
Norm. PAL
Regional Code. 2

FILM.
Hach, wie schön, mal wieder ein Giallo, und so ziemlich alle weiblichen Darsteller dürfen auch noch blank ziehen, das freut den Rezensenten, denn der Gore-Gehalt ist relativ moderat, allerdings trumpft Martinos Killer-Thriller auch noch mit anderen tollen Leckerlis auf, zu denen allerdings nicht unbedingt die Geschichte zählt.

Die Story von Edwige Fenech, die nach Wien kommt und sich den Attacken eines mörderischen Rasiermesser-Killers ausgesetzt sieht, schlägt im letzten Drittel ein wenig arg scharfe Kurven ein und kommt im ersten Drittel etwas behäbig in Gang. Das macht allerdings nichts, denn wenn der schlaffe Auftakt überstanden ist, steht Sergios Film wie eine Eins und serviert wunderbare Momente, die im Gedächtnis bleiben:

Der Mord in einem Wiener Stadtpark ist optisch und atmosphärisch ein Hochgenuss. Die wahnsinnige Größe des Geländes unterstreicht das Ausgeliefertsein Conchita Airoldis noch zusätzlich, was von der tollen Kamerarbeit genial eingefangen wird.
Die Attacke in der Tiefgarage auf Frau Fenech ist klassisch, aber höchstspannend in Szene gesetzt, und die Sequenz in Rassimovs Anwesen könnte auch aus diversen Filmen des Haunted House-Genres kommen. Gut gelungen sind auch diverse Kameraeinfälle: So wird schon mal fast eine halbe Minute lang das Einrasten eines Türschlosses gezeigt, oder der Auftakt eines Mordes findet in einer Spiegelsonnenbrille statt. Selbst diverse Flashback-Szenen werden von Martino und seinen beiden Kameramännern nicht einfach nur dazu genutzt, Fenechs Charakter auszuleuchten, nein, hier werden fast schon surrealistische Knaller präsentiert: Untermalt von Nora Orlandins genialer Musik (das Titelthema wurde vor einigen Jahren ziemlich knorke von US-Rapper Goretex in THE BIG SLEEP verwurstet) darf Rassimov der Fenech erst Watschen geben und sie danach knutschen. In Zeitlupe. Oder die beiden pimpern. Auf Glasscherben. Na, wenn das nicht geil ist, dann weiß ich auch nicht.

DER KILLER VON WIEN zieht aus seinen ganzen visuellen und akustischen Einfällen eine Sogwirkung, die die nicht schlechte, aber auch nicht wirklich gute Geschichte jedenfalls vergessen macht und den Film in die erste Genre-Liga einreiht. Dank des recht niedrigen Gewalt-Levels auch für Genre-Neulinge eine absolute Empfehlung.

DVD.
Bild, Ton, alles top. Selbst die Untertitel orientieren sich an der Originaltonspur. Einfach super. An Extras findet sich die Featurette DARK FEARS BEHIND THE DOOR indem eine auch heute noch sehr, sehr attraktive Edwige Fenech, George Hilton, Ernesto Gastaldi, Sergio und Luciano Martino Auskunft über den Film geben.
In LA BELLISSIMA MUSICA DELLA SIGNORA ORLANDI darf die quirlige Komponistin über sich und ihre Arbeit erzählen. Etwas schleierhaft ist mir das Feature AUSTROFRED - TU FELIX AUSTRIA NUDE: Hier schwadroniert der Musiker/Komiker/KeineAhnungwas Austrofred sechs Minuten lang über das Verhältnis der Österreicher zur Sexualität!? Der originale Kinotrailer, die obligatorische Bildergallerie und ein Booklet runden das Paket ab.








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